Was stimmt nicht an der Abendblatt-Meldung über das Mammobil in Ahrensburg?

Wenn Sie das Zitat vom Hamburger Abendblatt (siehe links!) lesen, dann bedarf es einer Ergänzung, und zwar: Die Meldung über das Mammobil, das nach Ahrensburg kommt, ist zwar korrekt, sie stammt allerdings nicht aus dem Jahre 2026, sondern der Bericht wurde veröffentlicht im Februar des Jahres 2020. Und an dieser Stelle werden sich viele Ahrensburgerinnen zu Recht fragen: Und wann kommt das Mammobil wieder zu uns nach Ahrensburg in die Große Straße? Diese Frage wird beantwortet von einer Bürgerin unserer Stadt, die mir heute die folgende E-Mail geschickt hat:

„Hallo lieber Herr Dzubilla, hier mal wieder ein sagenhafter Streich unserer Stadtverwaltung! Hierzu vermerke ich vorab: Ich finde Vorsorgeuntersuchungen ganz ausgezeichnet, ermöglichen sie doch eine frühzeitige Entdeckung und Behandlung schwerer Erkrankungen. So bin ich auch seit Jahren dankbar für das Mammobil, das regelmäßig in die Stadt kommt. Auch wenn es für eine Woche Parkplätze in der Innenstadt raubt, so ist es eine gute Möglichkeit, die Brustkrebsvorsorge schwellenarm vorzunehmen. Und man wird automatisch erinnert und muss dank des Terminmanagements auch selten dort warten.

Die Heilungschancen bei Brustkrebs liegen dank regelmäßiger Mammografie und Früherkennung bei über 95 Prozent. Bei Brustkrebs der spät erkannt wird (Tumorklasse III / IV), also dann, wenn ihn auch die Betroffene fühlt, sinkt die Heilungschance und die Lebenserwartung auf 2-4 Jahre, die Behandlung ist teuer, langwierig und quälend für die Betroffenen.

Ahrensburg, die größte Stadt im Kreis mit rund 35.000 Einwohnern, hat dem Mammobil dieses Jahr die Standgenehmigung verweigert. Die Begründung: Ahrensburg hat keinen Stellplatz für den Mammographiebus!!! Nicht in der Innenstadt, nicht im Industriegebiet – einfach gar nicht!

Nun müssen also die Ahrensburger Frauen im passenden Alter von 50 bis 75 Jahren – das sind etwa 4.000 – in die kleine Nachbargemeinde Ammersbek (knappe 10.000 Einwohner), um dort Ihre Vorsorge wahrzunehmen.

Ich bin natürlich trotzdem hingegangen. Es ist aber ein sehr schwaches Bild für unsere Stadt, finde ich!!!“Aktuelle Information der Stadt Ahrensburg auf der Homepage

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. Juni 2026

17 Kommentare zu „Was stimmt nicht an der Abendblatt-Meldung über das Mammobil in Ahrensburg?

  1. Harald Dzubilla Beitragsautor

    Bürgermeister Eckart Boege, der im Rathaus herumkrebst, sind Campingmobile auf einem öffentlichen Parkplatz wichtiger als das Mammobil. Sogar direkt vor dem Rathaus wäre ein Platz für das Mammobil, aber wenn Boege nicht will dann will er eben nicht. 🙁

    Antworten
  2. Frau Behnemann

    Wichtiger ist doch, dass es der Stadt ausreichend Haltebügel für Lastenfahrräder gibt. Und soviel mir bekannt ist, ist Frau Boege noch nicht im Alter zwischen 50 und 75 Jahren.

    Antworten
  3. Hansen

    Hallo! Wenn das Mammographie-Fahrzeug in der Großen Straße steht und Parkplätze wegnimmt, dann schimpfen doch die Autofahrer! 😉

    Antworten
    1. Harald Dzubilla Beitragsautor

      Wie ich schon angemerkt habe, muss das Fahrzeug nicht unbedingt in der Großen Straße stehen.

      Aber: Ein Fahrzeug in der Großen Straße muss keine Parkplätze blockieren. Und was für die Firma Bode möglich war, kann auch für das Mammobil möglich sein:

      Antworten
  4. Frank Fuchs

    Krebsvorsorge ist ja auch nicht so wichtig. Das mit der Früherkennung
    wird sowieso total überschätzt (Satire ).
    Es ist einfach unfassbar, dass man für so eine wichtige Vorsorgeeinrichtung
    in ganz Ahrensburg keinen Stellplatz findet. Die Verwaltung und allen voran
    unser Bürgermeister sollte sich schämen.
    Ist diesen „Knallköpfen“eigentlich klar, dass so eine Vorsorge Leben retten kann ?
    Auf dem ehemaligen Gelände von EDEKA in der Bahnhofstr. wäre
    sicherlich genügend Platz vorhanden gewesen.
    Was müssen wir Bürger eigentlich noch alles ertragen, bis sich endlich einmal
    Widerstand gegen diese „Wahnsinnigen“ im Rathaus regt.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, Krebsvorsorge kann Leben retten !!!!!!!

    Antworten
    1. Frank Fuchs

      Unsere Regierenden, auf Bundes-Landes- und Kommunalebene ziehen
      uns gerade das Fell über die Ohren.
      Den einzigen lauten Protest, den ich hören kann, ist der
      von den Omas gegen Rechts.
      Möglicherweise sind diese Omas ja auf dem linken Ohr taub.
      Ansonsten ich alles gut in diesem Land ?
      Unsere Sozialsysteme gehen gerade langsam aber sicher den Bach runter,
      aber es gibt nur hörbaren Protest gegen rechts.
      Das finde ich schon ein wenig skurril.
      Ihren begriff, würde ich mir aber nicht zu eigen machen.

      Antworten
      1. Fragende

        Wen wundert das Verhalten des Bürgermeisters denn noch?
        Friedrich Merz, der sich „unser Bundeskanzler“ schimpft, hat doch vorgemacht, wie man mit Krebskranken umzugehen hat.
        Sie erinnern sich, wie er vor laufender Kamera eine todkranke Frau angelogen und sie noch gemaßregelt hat?

        Antworten
  5. Wolfgang

    Wenn der Bericht stimmt, würde ich mal behaupten, dass das Fass endgültig voll ist. Kann sich vielleicht mal jemand aus besagtem Haus dazu äußern, Sie lesen doch alle mit, das ist hier doch kein Witzblatt, es geht um die Gesundheit von Menschen, wie ignorant kann man denn bloß sein.

    Antworten
    1. Harald Dzubilla Beitragsautor

      Das wirft für mich die Frage auf: Was macht die Pressestelle im Rathaus und wofür bekommen die Bediensteten ihr monatliches Salär aufs Konto? Das wäre auch eine Frage an den Bürgermeister in einer Einwohnerfragestunde.

      Antworten
      1. Frank Fuchs

        Eine grundsätzliche Frage wäre, was macht unser Bürgermeister
        eigentlich beruflich?
        Herr Dzubilla, mit den Bürgerfragestunden haben Sie doch Ihre
        eigenen Erfahrungen gemacht.
        Eine vernünftige Antwort auf Ihre Fragen haben Sie doch kaum bekommen.
        Daran wird sich auch nichts ändern.
        Es fehlt einfach an dem nötigen Respekt uns Bürgern gegenüber.
        Das gilt doch auch für unsere Stadtverordneten.
        Seit Jahren wurschteln diese Amateure vor sich hin.
        Das Ergebnis ist bekannt.
        Wenn man dann einmal in der Woche die zum Teil inhaltsleeren und
        wenig geistreichen Kommentare im MARKT liest, hat man die Erklärung
        warum es in Ahrensburg so aussieht wie es aussieht.
        Das hat auch wenig damit zu tun, dass man hier ewig „Verwaltungs-Bashing“ betreibt.
        Es ist eine einfache Feststellung: „Die können es einfach nicht“.

        Antworten
        1. Harald Dzubilla Beitragsautor

          Scheren Sie bitte nicht alle Stadtverordneten und auch nicht alle Rathausmitarbeiter über einen Kamm! Hier wie dort gibt es sehr wohl fähige und engagierte Menschen, die gute Arbeit leisten.

          Antworten
          1. Frank Fuchs

            Ich schere auch nicht alle Mitarbeiter über einen Kamm.
            Ich möchte hier nur auf meinen letzten Satz verweisen.
            Ich beurteile das Gesamtergebnis dieser Bemühungen,
            und die sind stark verbesserungswürdig.
            Das ist sicherlich eine subjektive Wahrnehmung, dennoch
            bleibe ich inhaltlich bei meiner Aussage.
            Ihre Argumentation in dieser Sache, unterliegt aber auch
            einer starken Schwankung.
            Als Steuerzahler sind die Missstände, die öffentlich werden
            ein echtes Ärgernis. Ich möchte gar nicht wissen, was noch
            alles unter der Decke wabert.
            Die Aussicht, dass sich hier nachhaltig etwas ändert sind überschaubar.
            Es wird endlich Zeit, dass das mal einer benennt und nicht alles schönredet,
            dafür sind die Umstände mittlerweile zu Ernst und sie bedrohen unser aller Wohlstand. Dass man bei dieser Generalschelte sicherlich dem
            einen oder anderen Unrecht tut, ist ein Kollateralschaden, den man
            akzeptieren muss, ohne das ich inhaltlich etwas zurücknehmen möchte.

          2. Harald Dzubilla Beitragsautor

            Zitat: “Es wird endlich Zeit, dass das mal einer benennt und nicht alles schönredet.“ Und was meinen Sie, macht Szene Ahrensburg, und zwar täglich an sieben Tagen in der Woche…?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Optionally add an image (JPEG only)