Neugestaltung Hamburger Straße: Was bis jetzt noch in der Planung fehlt, das ist ein wenig Kreativität!

An meinen Click-Rates kann ich erkennen: Eines der zur Zeit wichtigsten Themen in der Stadt Ahrensburg, zu dem merkwürdigerweise am vergangenen Montag in der letzten Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause kein Wort verloren wurde, das ist die Neugestaltung der Hamburger Straße. Hier sind sich alle einig: Diese Straße sollte so gestaltet sein, dass sie als Oase beim Einkaufen und Verweilen in der City dienen soll und damit den Bürgern und Kaufleuten gleichermaßen gefällt – und nicht allein den Beamten der Stadt, unseren Politikern und dem ADFC. Denn genutzt und genossen werden muss die Straße doch von uns Bürgern und den dort ansässigen Geschäftsinhabern, die hier kräftig investieren sollen und auch müssen, um die Hamburger Straße lebendig zu erhalten, oder sehe ich das völlig falsch?

Entwurf der Stadt, der von den Kaufleuten kritisiert wird

Die Zeit eilt und läuft davon angesichts öffentlicher Fördergelder. Und deshalb hat man sich unter den Kaufleuten der Stadt zusammengesetzt und den Plan der Verwaltung noch einmal genau durchforstet. Dabei sind eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen entstanden, die ich als Bürger voll unterschreibe und Ihnen in diesem Blog zur Kenntnis bringe.

Ich fasse in Worten zusammen, wie wenige Korrekturen am städtischen Plan dazu beitragen würden, dass alle damit zufrieden wären und sich auf eine neue Hamburger Straße freuen würden, deren Bau unverzüglich begonnen werden kann:

Wichtige Ergänzung im Plan der Stadt ist eine Außengastronomie, die von der Verwaltung bislang nicht vorgesehen ist. Stattdessen sollen dort reihenweise Bänke entlang der Straße stehen, was in der vorliegenden Version wirklich Unfug ist. Zum einen nehmen diese Bänke unnötig Platz weg; zum anderen: Wer will sich dort auf diesen vielen Bänken niederlassen und neben fremden Leuten sitzen und warum? (Und wer das partout möchte, der kann das in den Parkanlagen in der Großen Straße tun, wo es immer ziemlich leer ist.)

Pfiffige Idee: Weniger einzelne Bänke und stattdessen Rundbänke um Bäume herum – siehe Abbildung links! Dazu kann ich mir vorstellen, dass es für diese Bänke auch Sponsoren in der Stadt gibt, die mit einer Plakette ihre Bank zu einer Hela-Bank machen könnten. Oder zur Acer-Bank, Nessler-Bank, Deutschen Bank etc.

Und apropos Bäume: Auf keinen Fall sollten es Linden sein, die ihre klebrige Substanz abwerfen, sondern es bietet sich zum Beispiel der Berg-Ahorn an. Und wenn Ahrensburg kreativ in Erscheinung treten will, dann empfehle ich meinen Lieblingsbaum, nämlich den Ginkgo, den schon der große Goethe geliebt und bedichtet hat. Ein Baum, der einer Sage nach bereits im Paradies gestanden hat; warum dann nicht auch in der Ahrensburger City, die ja ein Einkaufsparadies sein und bleiben soll? Kreativ wäre eine Ginkgo-Allee auf jeden Fall.

Und die Stadt plant massenweise Fahrradbügel, die in der Hamburger Straße verteilt sein sollen, was mich an die Fahrradparkanlage hinterm Regionalbahnhof denken lässt, die seit Bestehen leer vor sich hinsteht. Was für ein Unsinn! Und dann sollen die Fahrradbügel dort auch auch noch so großzügig aufgebaut werden, statt dass sie zusammengerückt werden, sodass dadurch mehr Platz für Freiräume in der gesamten Straße entstehen kann. Freiräume, die nicht nur zum schnellen Kurzparken – zum Beispiel vor der Apotheke – dienen könnten, sondern eben auch allgemein für Gastronomiebetriebe, die sich sonst wohl kaum in der Straße niederlassen werden. Oder auch Aktionsflächen für Läden könnten hier entstehen.

Nach diesen Gedanken von Kaufleuten würde die Straße tatsächlich gewinnen und sogar vielleicht noch eine Handvoll mehr Stellplätze für Autos bringen als jetzt dort vorgesehen sind.

Was ich aber nach wie vor für groben Unfug halte, das ist die Velo-Route über das Rondeel und dort auch noch mit sperrigen Lastenrädern. Das ist für mich ein Non-go wie Death Metal ☠️ und Grindcore und Black Metal vor dem Seniorenheim in der Straße, nämlich völlig unpassend.

Ich bin überzeugt davon: Wenn die Verwaltung jetzt auf die Kaufleute zugeht, dann könnte im Zusammenspiel eine wunderschöne neue Hamburger Straße entstehen. Man muss eben nur wollen, liebe Mitbürger, und Kreativität zeigen statt Sturheit! Denn eines wollen doch alle gemeinsam: Eine gut besuchte Ahrensburger Innenstadt – zum Einkaufen, zum Entspannen und, zum Genießen. Und das funktioniert nur, wenn der Markenkern der City die dortigen Läden sind und nicht die Haltebügel für Lastenräder unter weitgehedem Ausschluss von Kunden und Besuchern aus dem Umland unserer Stadt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. Juli 2026

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