Die Hamburger Straße und deren Zustand ist ein Thema, das in unserer Stadt viel Gesprächsstoff geboten hat und auch weiterhin bietet. Dabei werden zwei Stadtverordnete vom Abendblatt immer wieder gern zitiert, nämlich Detlef Steuer von der WAB und Nadine Levenhagen,
Fraktionsvorsitzende vom Bündnis 90/ Die Grünen. Und diese beiden Kommunal- und Freizeitpolitiker kämpfen voller Enthusiasmus für eine Reduzierung von Parkplätzen in der Hamburger Straße und am allerliebsten auch in der gesamten City von Ahrensburg, um aus der Innenstadt einen Parkplatz für Radfahrer zu machen, wo diese sich mit Kind und Kegel auf Bänken und Parklets ausruhen sollen und die in ihrem Lastenrad mitgebrachten Stullen und Getränke verzehren können.
Über Detlef Steuer und sein schräges Tun und Treiben habe ich ja gerade berichtet. Auch über Nadine Levenhagen konnten Sie schon so einiges auf diesem Blog erfahren. Und für diejenigen Bürger, die sich neu auf Szene Ahrensburg eingeschaltet haben, erfolgt hier eine Wiedervorlage über die Grüne Nadine:
Nadine Levenhagen ist „Ihre Beraterin vor Ort“. Aber dieser Ort ist nicht Ahrensburg und die Hamburger Straße, sondern die Frau berät die Menschen in Norderstedt, und dort in der Ulzburger Straße. Hier liegt der Lebensmittelpunkt von Familie Levenhagen, die dort ein Küchenfachgeschäft betreibt (Geschäftsführung: Yvonne Levenhagen). Und: Wenn Sie auf die nachstehende Abbildung links schauen, dann erkennen Sie: In Norderstedt können die Kunden direkt vor der Ladentür vom Küchenladen der Familie Levenhagen parken. Und nicht mal Bäume sind dort erkennbar.
Nadine Lebenhagen und ihr Papa, der Ahrensburger Stadtverordnete Detlef Levenhagen, der vor einiger Zeit von der CDU zu Detlef Steuer in die WAB rübergemacht hat, diese beiden Ahrensburger Politiker haben vermutlich wenig Interesse daran, dass Kunden von außerhalb mit dem Auto in die Ahrensburger Innenstadt kommen, sondern die Konsumenten sollen nach Norderstedt fahren. Und deshalb ist man in der Familie Levenhagen vermutlich auch nicht sonderlich traurig darüber, dass das Elektrofachgeschäft Clasen in der Hamburger Straße seit kurzer Zeit dauerhaft geschlossen ist.
POSTSKRIPTUM: Ich habe sowohl in meiner Wohnung als auch im Büro eine Einbauküche, die beide aus zwei Läden in Ahrensburg stammen. Genauer: Ehemaligen Kpchenfachgeschäften in der Großen Straße, die sich schon längst aus Ahrensburg verabschiedet haben.


Hallo, Herr Dzubilla,
ich finde es gut, wenn Unternehmer so flexibel sind und im Handumdrehen aus einem Küchenladen einen Kuchenladen machen!
(3. Absatz, vorletzte Zeile)
Heutzutage ist kreatives Handeln und unternehmerischer Wagemut gefragt!
Also: Auf nach Norderstedt!
Vorher wäre aber noch zu überlegen, ob man ein Stück Torte oder eine neue Küchenzeile erwerben möchte.
Vielen Dank für den sachdienlichen Hinweis – und schon habe ich aus dem u ein ü gemacht. Zur Erläuterung: Ich baue solche Kinken hin und wieder ein, um zu kontrollieren, ob die Szene-Leser auch aufpassen! 🙂
Bürger – Manifest
An die Fraktionen und Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Ahrensburg
Es reicht! Schluss mit dem parteipolitischen Stillstand auf der Hamburger Straße
Sehr geehrte Damen und Herren der Ahrensburger Stadtpolitik,
wir Bürgerinnen und Bürger haben nach vielen Jahren des Stillstands endgültig die Nase voll von den Eitelkeiten der Parteien. Während in den Fraktionsräumen blockiert, taktiert und gestritten wird, verödet das Herz unserer Stadt zusehends. Wir sind es leid, dass ideologische Grabenkämpfe auf dem Rücken der Einwohner und des lokalen Handwerks ausgetragen werden.
Es ist Zeit für ein Ende der Blockadepolitik und für einen pragmatischen Kompromiss auf der Hamburger Straße. Wir fordern eine Lösung, die für alle Seiten zufriedenstellend ist:
* Kompromiss statt Ideologie: Der Erhalt von möglichst vielen Parkplätzen und ein sicherer, attraktiver Aufenthalt für alle Verkehrsteilnehmer schließen sich nicht aus.
* Lebensqualität statt Betonwüste: Wir fordern die Wiederbegrünung der Straße mit Bäumen für ein lebenswertes Stadtbild.
* Handeln statt Reden: Die Hamburger Straße darf nicht länger das symbolische Trümmerfeld Ihrer parteipolitischen Profilierung sein.
Wir erwarten von Ihnen, dass Sie Ihre persönlichen und parteiinternen Eitelkeiten beiseitelegen. Liefern Sie uns endlich messbare Ergebnisse statt leerer Versprechungen. Die Geduld der Ahrensburger Bürger ist endgültig erschöpft.
Mit freundlichen Grüßen
Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ahrensburg
Initiative Zukunft Hamburger Straße
Verstehe ich nicht. Die Politiker verlangen doch mehrheitlich einen schnellen neuen (!) Handlungsvorschlag von der Stadt und haben nur den alten mit leichter Retusche bekommen. Was will die „Initiative“ eigentlich von wem? Und warum ist der Absender anonym und schreibt mit „Noreply“?
@Initiative Zukunft Hamburger Straße
Volle Zustimmung!!!
Nur wüsste ich gern, wer zu dieser Initiative gehört.
Wenn Sie als Unterzeichner dazugehören – stehen Sie bitte dazu.
Starten Sie eine Unterschriftensammlung, an der sich auch Nicht- Ahrensburger beteiligen dürfen – denn wir haben in der Vergangenheit viel Geld in der Innenstadt gelassen.
Ich bin sicher, dass Sie viel Zuspruch hätten – also setzen Sie sich mit ihrem Namen dafür ein – es wird ganz bestimmt nicht zu Ihrem Schaden sein – es sei denn, Sie gehören zum Ahrensburger Rathaussumpf.
Frage:
Ist die Geduld der Ahrensburger Bürger wirklich erschöpft?
Ein wenig zweifele ich daran.
Ich habe eher den Eindruck, dass sie alles so unendlich geduldig hinnehmen wie Bahnreisende, die nicht einmal laut schimpfen, wenn ihr Zug wieder einmal verspätet ist, von einem anderen Gleis abfährt oder gar nicht erst kommt.
Viele Ahrensburger und Menschen aus dem Umland, die sich früher gern in Abg. aufgehalten und auch Geld in der Stadt gelassen haben, haben sich ohne Protest stillschweigend zurückgezogen und geben ihr Geld nun lieber anderswo aus.