Meine Frau hat Post bekommen. Von Geers, dem Hörgeräteverkäufer. Und was Hörgerätemeisterin Veronika Teske schreibt, klingt bedrohlich. Da ist die Rede von „Gesundheitsrisiken“ und von einem „erhöhten Demenzrisiko“. Und deshalb soll meine Frau „ihren Lieben“ den nebenstehenden Zettel ausfüllen und aufs Kopfkissen legen oder sonst wohin schieben – wenn Sie sich den Wortlaut bitte mal durchlesen wollen – siehe die Abbildung links!
Da kommt mir zuerst einmal die Frage in den Sinn: Woher hat Geers den Namen und die Adresse meiner Frau? Und weil sie nicht als Kundin angesprochen wird, sondern als Akquisiteurin für Geers-Kunden, da muss die Firma auch wissen, dass meine Frau in eigener Person nicht zur Kernzielgruppe für einen Hörgeräteanbieter gehört.
Ich habe gesucht und dabei das Schreiben umgedreht. Und ganz unten auf der Rückseite (!) steht kleingedruckt der Text, den ich hier an den Rand stelle. Dass diese Information neue Fragen aufwirft, muss ich wohl nicht erläutern.
Sollte ich selber mal den Weg zu einem Hörgeräteanbieter gehen, dann wird das nicht die Firma Geers sein. Zumal der Hinweis auf Gesundheits- und erhöhtes Demenzrisiko etwas Bedrohliches hat. Es ist zwar sachlich richtig, aber das kann man auch „freundlicher“ beschreiben.
Auf jeden Fall wird meine Frau ihren Eltern den Wisch von Geers nicht unterschieben. Zumal Eltern und Tochter noch miteinander sprechen können und deshalb der schriftlichen Kommunikation mittels Geers-Formular nicht bedürfen.
