Voll der Wahnsinn! Der “Rising Star Award” aus Dubai ging nach Ahrensburg!

Es gibt Anzeigen, nach deren Lektüre ich mich frage: Was will der Inserent damit eigentlich erreichen? Als Beispiel dafür das redaktionell aufgemachte Inserat aus dem letzten MARKT, das von Harring Immobilien aus Ahrensburg stammt und überschrieben ist: „Ahrensburger Makler auf der ganz großen Bühne in Dubai“ – siehe die Abbildung!

Zuerst hatte ich gedacht, dass die drei abgebildeten Männer ein Sangestrio darstellen, das auf der ganz großen Bühne in Dubau einen Erfolg gefeiert hat. Dem aber ist nicht so. Der Leser erfährt, dass Harring den „Rising Star Award auf dem Global Symbosium der Leading Real Estate Companies of the World“ bekommen hat. Donni, donni aber auch, da fällt mir doch vor lauter Ehrfurcht total die Gartenschaufel aus der Hand.

Wie ich schon am 19. Juli 2017 auf Szene Ahrensburg gemutmaßt habe, hatte der Makler damals das große weiße Herrenhaus in Ahrensburg, welches früher mal einem Sklavenhändler gehört hat, in seinem Verkaufsangebot – siehe die Anzeige rechts! Und ich vermute, dass sich diese Offerte bis nach Dubai herumgesprochen hat und die dortigen Scheichs total aus dem Häuschen waren und geil darauf, die coole Hütte zu erwerben, sodass man der Maklerfirma deswegen den “Rising Star Award” verliehen hat.

Und damit komme ich zu meinem Fazit: Glaubt der Makler ernsthaft, dass er im Anzeigenblatt MARKT mit seiner Anzeige die Bürger überzeugt, die ein Häuschen kaufen oder verkaufen wollen? Ich denke eher, dass diese Menschen der “Rising Star Award” aus Dubai abschrecken wird, weil eine solche Auszeichnung doch ziemlich abgehoben ist. Aber  . . .  Immobilienbesitzer im Ahrensburger Villenviertel denken möglicherweise anders als der Bewohner eines Hauses in der Sklavenhändlerstraße. 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. November 2021

2 Gedanken zu „Voll der Wahnsinn! Der “Rising Star Award” aus Dubai ging nach Ahrensburg!

  1. T.Lehmann

    Hat man ja schon am ungenutzten Stadtgeld gesehen, dass ca. ein Siebentel der Wohnungen in Ahrensburg als Investment vorgehalten werden. Diese Wohnungen stehen fortlaufend leer, sind aber im Besitz von Anlegern. Dank Harring haben wir hier bereits Zustände wie sie seit Baubeginn in der Hamburger Hafencity anzutreffen sind. Da gehen bei 90 % der Wohnungen nie die Lichter an, weil die Besitzer in Dubai oder New York leben. Der arbeitende Steuerzahler bezahlt für diese unnötigen Spekulationsobjekte auch noch die Infrastruktur. Eine völlige Schieflage. Hier muss der Gesetzgeber steuernd einschreiten. Durch diese unnötig gebauten Wohnungen hat Ahrensburg auch eine sehr schlechte CO-2-Bilanz !!!!
    Ich bin Herrn Harring dankbar, dass er mit seiner Anzeige auf diese gesellschaftlichen Mißstände aufmerksam macht.

  2. T-Lehmann

    https://www.youtube.com/watch?v=w0WEwAOS2nI
    Diese Villen wurden in den 1990er Jahren von auswärtigen Investoren im Zentrum Londons erworben, um damit zu spekulieren.
    Bin gespannt welche langfristigen Folgen die Geschäftsbeziehungen der Harrings zu Investoren aus dem im Video erwähnten Erdteil haben.
    Über den Sinn oder Unsinn des übermotorisierten Fahrzeugs, welches die Harrings öffentlichkeitswirksam auf ihrem Grundstück zur Schau stellen, kann man auch streiten. Auf jeden Fall passt ein solches Verhalten nicht in die heutige Zeit.
    By the way:
    Ich stelle es mir sehr funny vor, wenn Frau K. aus dem Rathaus an den neuen Nie-da-Eigentümer einer Ahrensburger Villa einen Mahnbrief schreibt, weil die ungepflegte Hecke über die Grundstücksgrenze hinaus wächst. Und wenn der dann seinerseits den Botschafter seines Heimatlandes beschwerdeführend über Frau K. in der Staatskanzlei Kiel anrufen lässt, haben wir eine internationale Meinungsverschiedenheit. 😉

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