Achtung, Herr Bürgermeister: Dieses ist ein Beitrag, nach dessen Lektüre Sie später nicht mehr behaupten können, Sie hätten das alles nicht ahnen können!

Jeder Ahrensburger, der Szene Ahrensburg liest, weiß: So lange es den Gedanken gibt, dass die Stadt Ahrensburg eines ihrer letzten Filet-Grundstücke in der Innenstadt weit unter Marktwert und ohne öffentliche Ausschreibung an einen auswärtigen Investor verscherbeln will, weil dieser versprochen hat, einen Jahrmarkt im Himmel Kinopalast am Bahnhof mit sechs Sälen und 700 Plätzen zu bauen …

… so lange weise ich schon darauf hin, dass so ein Kopplungsgeschäft rechtlich gar nicht zulässig ist. Und ich war der erste Bürger in der Stadt, der öffentlich geäußert hat, dass es das angedachte Kino in Ahrensburg niemals geben wird. Weil kein Mensch so dämlich ist, sein Geld zu verbrennen. Denn dieses Kino wird sich für keinen Betreiber rechnen lassen – wohl aber für den Investor, der nur im Auge hat, seine Immobilie mit Supermarkt auf die Alte Reibahn zu stellen, um sich daran die Nase zu vergolden.

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Und heute werde ich noch deutlicher, indem ich eine Warnung ausspreche gegenüber Bürgermeister Michael Sarach und allen Stadtverordneten, die für dieses Kopplungsgeschäft gestimmt haben: Falls es tatsächlich dazu kommt und der Investor die Alte Reitbahn bebaut hat und danach erklären wird, dass er das Kino leider nicht wie vorgesehen bauen kann mit der willkommenen Ausrede, dass die Folgen von einem bestimmten Virus ihn verständlicherweise daran hindern würden …

… spätestens dann werden sich aufrichtige Bürger in der Stadt zusammentun, und alle Verantwortlichen in Rathaus und in der Stadtverordneten-Versammlung zur Rechenschaft ziehen. Wegen Veruntreuung von städtischem Eigentum. Und das, meine Damen und Herren, ist kein Kavaliersdelikt.

Schon die Erschließungskosten für das Grundstück Alte Reitbahn mussten meines Wissens wir Bürger bezahlen. Und niemand hat uns gefragt, ob wir das wollen. Nicht mal gefragt wurden wir, ob wir überhaupt ein Kino haben möchten und nicht lieber ein zweites Parkhaus am Bahnhof oder ein neues am Stormarnplatz. Filme sehen kann man schließlich auch anderswo ohne Probleme. Parken an den Ahrensburger Bahnhöfen dagegen nicht. Und in der Innenstadt immer weniger.

Aushängeschild von Ahrensburg (gesehen in der Stadtbücherei)

Bereits heute ist erkennbar, wie Verwaltung und bestimmte Politiker, die sich zu einer Mehrheit formiert haben, alles dransetzen, um mittelständische Betriebe in der Innenstadt so lange zu drangsalieren, bis diese zur Aufgabe gezwungen sind. „Macht doch nix“, erklären Bürgermeister und Politiker und verweisen auf die Läden, die außerhalb des Stadtkerns entstehen. Dass diese Ansiedlung gegen das städtische Einzelhandelskonzept verstößt, kümmert sie nicht die Bohne. Also weg mit den Parkplätzen in der Innenstadt – am Beimoor gibt’s davon doch reichlich! Und der Bürgervorsteher und die Erste stellvertretende Bürgermeisterin haben dort sogar eigenhändig den ersten Spatenstich gemacht und sind dabei willfährig als Werbefiguren aufgetreten.

So wird die Attraktivität und die soziale Identität der Stadt Ahrensburg systematisch kaputtgemacht. Und das Engagement der Gewerbetreibenden stößt bei Beamten und Politikern auf arrogantes, fast schon feinseliges Verhalten. Deshalb wird auch kein zukünftiger Citymanager mehr helfen können, wenn das Stadtforum keinen Bock mehr hat auf Stadtfest und andere Aktivitäten. Und der Herr Bürgermeister hat es aus dem Rathaus heraus in all den Jahren seiner Amtszeit noch nicht einmal geschafft, dass Ahrensburg wieder einen Weihnachtsmarkt am Schloss bekommt. Welch ein armseliges Zeugnis seiner Amtstätigkeit!

        Rowohlt-Krimi

Meine lieben Mitbürger, wollen wir wirklich, dass unser schönes Ahrensburg nur noch eine Schlafstadt vor den Toren von Hamburg wird, ohne Leben in der City und ohne eigene Identität –  also ein zweites Reinbek….? Dort hat gerade ein kulturelles Aushängeschild der Stadt, nämlich der traditionsreiche Rowohlt-Verlag, seinen Betrieb eingestellt und ist nach Hamburg umgezogen. Warum? Weil die Mitarbeiter ihr kostbares Leben nicht im toten Reinbek verschlafen wollten.

Was meint: Will man renommierte Firmen in einer Kleinstadt halten oder sie dorthin holen, dann muss dort auch das soziale Umfeld für ein lebenswürdiges und liebenswertes Ambiente für die Mitarbeiter – sprich: Menschen – sorgen. Und genau dieses wird gerade in Ahrensburg zerstört, wenn Bürger und Geschäftsleute nicht aufpassen und dem närrischen Treiben einen Riegel vorschieben.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Juli 2020

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