Um Durchblick behalten zu können, liebe Kirsten Schilling, muss man ihn zuerst einmal haben!


Ich bekenne: Bei der letzten Kommunalwahl habe ich mit meiner Stimme dazu beigetragen, dass Kirsten Schilling (CDU) zur Stadtverordneten von Ahrensburg geworden ist. Und das habe ich natürlich auch mit einer bestimmten Erwartungshaltung an diese Politikerin gemacht. Nun hat die junge Mutter und Ehefrau von Dr. Toufic Schilling (Rechtsanwalt und stellvertretender Vorsitzender in der Ahrensburger CDU) ihren großen Auftritt vor breitem Publikum, und zwar in der Parteien-Werbekolumne im MARKT, wo sie “Durchblick behalten” will – siehe die Abbildung!

Kirsten Schilling schreibt, “dass durch die – geförderte – Neugestaltung der Hamburger Straße circa 38 Parkplätze wegfallen”. Und sie erklärt: “Diese durch ein kurzfristig zu erbauendes Systemparkhaus zu kompensieren, erachten wir als unrealistisch. Planungs- und Bauzeit liegen bei mindestens 3,5 Jahren.”

Leser von Szene Ahrensburg wissen, dass von den 60 Parkplätzen in der Großen Straße nicht “circa 38” gestrichen werden sollen, sondern 43. Und auf diesem Straßenstück zählt für die Ladeninhaber jeder einzelne Parkplatz, der bleibt oder fehlt. Das zum einen.

Zum anderen: Wie kommt Kirsten Schilling zu ihrer Erachtung von “mindestens 3,5 Jahren” für den Bau eines Parkhauses? Kennt sie schon die Baupläne? Ich selber habe über solche Projekte keinerlei Fachkenntnisse. Aber ich denke in meinem jugendlichen Leichtsinn: Wenn die Stadt Ahrensburg dem potentiellen Investor Matthias Timm das Grundstück am Stormarnplatz unverzüglich verkauft, dann sollte ein Systemparkhaus schon bis zum Ende dieses Jahres bzw. Anfang kommenden Jahres auf dem heutigen Parkplatz stehen können. (Ergänzender Hinweis: Eine öffentliche Ausschreibung hat auf dem von der Stadt verkauften Grundstück Alte Reitbahn auch nicht stattgefunden.)

Schöner noch: So ein Parkhaus könnte sogar begrünt werden. Nein, nicht mit Kunststoff wie das von den Grünen geliebte Grün vom Plastikrasen auf den Fußballfeldern, sondern richtig mit natürlichem Pflanzenbewuchs – siehe das Symbolbild rechts!

Ich habe auch in dieser Angelegenheit das Gefühl, meine lieben Mitbürger, dass die Herren von der städtischen Verwaltung wieder einmal erklären, dass etwas nicht geht, anstatt dass man sich die Köpfe zerbricht und Lösungen findet, wie es denn gehen könnte.

Wie sagte doch schon der berühmte Dichter Nebel mit meinem Copyright? Er sagte: “Hürden kann man überspringen, wenn man zum Ziel kommen will. Und wenn eine Hürde zu hoch ist, dann geht man einfach unten durch und kommt genauso an sein Ziel!” Und das erwarte ich genauso von einer Stadtverordneten, der ich meine Stimme anvertraut habe.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 13. Februar 2020

4 Gedanken zu „Um Durchblick behalten zu können, liebe Kirsten Schilling, muss man ihn zuerst einmal haben!

  1. Fritz Lucke

    astron-parkhausbau.de/parkhaus-referenzen/systemparkhaus/?gclid=EAIaIQobChMIvqG3g5TO5wIVyuR3Ch0BnwydEAAYASAAEgI3DvD_BwE

    Der erste Spatenstich erfolgte im Juni und noch im selben Jahr fand die Eröffnungsfeier statt.

    Bauzeit 6 Monate !!

  2. Johannsen

    Hallo Herr Dzubilla,

    der Hinweis zur Bauzeit für ein Systemparkhaus (6 Monate) von dem Leser Fritz Lucke präzisiert das Problem sehr gut.
    Schnelles Bauen ist kein Problem, da der Bürgermeister das Parkhaus jedoch nicht will, wie er sich selber geäußert hat, und CDU/Grüne/WAB auch nicht, wird eine fiktive Planungs- und Genehmigungszeit von 3 Jahren angenommen. Das nennt man dann „Politik“.

    Mit freundlichen Grüßen
    M. Johannsen

  3. Fritz Lucke

    Hallo Herr Schmidt, genau das ist doch das hier immer wieder aufgezeigte Problem : es interessiert doch nicht, warum es nicht möglich ist, es interessiert doch einzig und allein, ob und wie es möglich ist.

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