Der Landrat, der Wohnungsbau, das Sachsenwald-Hochhaus und die Visionen des Bloggers

Der Blogger, der Szene Ahrensburg betreibt, hat bekanntlich Visionen für Ahrensburg, wie es gerade wieder bestätigt wurde. Und als ich heute im 3. Buch Abendblatt las: „Landrat fordert Ahrensburg zu mehr Wohnungsbau auf“, da las ich weiter und konnte Dr. Henning Görtz in dem Punkt bestätigen, dass Ahrensburg mehr Wohnraum braucht für junge Familien, die sich teuren Wohnraum (noch) nicht leisten können. Und für Menschen, die in sozialen Bereichen arbeiten und dort (noch) nicht genug Geld verdienen, um Wohnraum in Ahrensburg bezahlen zu können. Und genau zu diesem Punkt hat der Blogger schon vor Jahren seine Gedanken geäußert.

Blog-Eintrag vom 15. Mai 2015

Vorab: Aus dem 3. Buch zitiere ich einen Absatz und also lautend: „‚Um die erforderliche Zahl von öffentlichen geförderten Wohnungen bauen zu können, brauchen wir wieder deutlich mehr Geschossbauten‘, fordert Görtz. Vielleicht ja nicht gleich so hoch wie das Sachsenwald-Hochhaus in Reinbek, das bei seiner Fertigstellung 1966 mit 65 Metern das höchste Gebäude Schleswig-Holsteins gewesen sei. ‚Doch ohne Zugeständnisse hinsichtlich einer moderaten Zahl an Geschossen werden wir den dringenden Bedarf kaum decken können‘, mahnte der Landrat in die Runde der Ausschussmitglieder.

Und wie lautet die Überschrift meines Blog-Eintrages vom 15. Mai 2015? Er lautet: „Wohnungsbau in Ahrensburg: Wenig Platz ist in der Breite, aber sehr viel in der Höhe!“ Und – Sie werden staunen! – genau in diesem meinem Beitrag ist auch vom Sachsenwald-Hochhaus in Reinbek die Rede – wenn Sie bitte mal auf die Abbildung links klicken wollen, liebe/r Leser/in! 

Nun geht es darum, wo man in Ahrensburg mehr als nur ein Hochhaus bauen kann. Meine Vision: Nachdem das neue Sportzentrum am Beimoor entstanden ist, kann das ehemalige Sportplatz-Gebiet hinter dem Rathaus bebaut werden. Nein, natürlich nicht mit Hochhäusern; für dieses Filetgrundstück in der Innenstadt habe ich andere Vorstellungen, und zwar einen Wohnpark in der City.

Doch nun, meine lieben Mitbürger, kommt’s: Das Grundstück, auf dem heute das Badlantic steht, ist angeblich für den Wohnungsbau nicht geeignet. Aus Lärmschutzgründen – was ich allerdings bezweifle. Aber: Ein Hochhaus an dieser Stelle würde dem Argument „fehlender Lärmschutz“ entgegenwirken, und zwar umso höher das Gebäude ist.

Mehr noch: Das neue Badlantic bauen wir nicht daneben, sondern dort, wo es sinnvoller ist, nämlich im zukünftigen Sportzentrum am Beimoor, zumal auch die Sportler vom ATSV im Badlantic zugange sind. Und damit ergibt sich weiterer Boden für hochgeschossigen Wohnungsbau an der frei gewordenen Stelle am Reeshoop. Und wenn dort ein guter Architekt arbeitet, dann könnte das Bild der Hochhäuser durchaus attraktiv und ein Aushängeschild für unsere Stadt sein.

Das Einzige, was jetzt schnell passieren muss, ist der Antrag des Bürgermeisters an die Politik, um den Neubau vom Badlantic zu revidieren. Und es müssen daraufhin 40 Daumen der Stadtverordneten sein, die nach oben gehen – oder mindestens 21. Und nachdem die Politik auf dem Erlenhof in Sachen von günstigem Wohnungsbau so kläglich versagt hat, wäre meine Vision eine gute Chance für die Politiker, beim Bürger wieder Boden gut zu machen und damit sinnvoll in die Zukunft zu planen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 7. Oktober 2019

10 Gedanken zu „Der Landrat, der Wohnungsbau, das Sachsenwald-Hochhaus und die Visionen des Bloggers

  1. Kirchhoff

    Wie stellen Sie es sich vor, dass ein Investor am Reeshoop ausschließlich preisgünstigen Wohnraum schaffen kann? Beim Lindenhof war das genauso unmöglich wie auf der Reitbahn und am Erlenhof.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Danke für die Frage, denn sie ist sachdienlich! Also: Am Reeshoop müsste der Bauherr kein Kino bauen, weshalb der Investor auf der Alten Reitbahn keinen nennenswerten Anteil von preiswerteren Wohnungen erstellen kann, weil diese Wohnungen ja das Kino subventionieren sollen. 😉 Und am Reeshoop? Wohnungen in Hochhäusern sind preiswerter zu bauen. Und mit etwas Phantasie folgende Idee: Die Stadt verkauft das ganze Grundstück zu einem symbolischen Euro an ein gemeinnütziges Wohnungsbauunternehmen wie zum Beispiel Heimat. Dafür verpflichtet das Bauunternehmen sich, die Mietpreise mit der Stadt genau abzustimmen und die Vermietung der Wohnungen ausschließlich in Zusammenarbeit mit der städtischen Verwaltung vorzunehmen, sodass Fehlbelegungen möglichst ausgeschlossen sind. Ob das alles so passieren kann, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass man für alles, was nicht möglich ist, einen Weg findet, um es möglich zu machen.

  2. Torsten Schmidt

    Nimmt man die von unserer Kanzlerin heute vorgestellten Pläne zur CO2-Einsparung tatsächlich ernst, weiß man dass es keinen Neubau eines ATSV-Sportzentrums am Beimoor geben kann. Bei einem Neubau jedweder Einrichtungen fallen jede Menge CO2 an. Der Trend geht dahin, schon vorhandene Bauten weiter zu nutzen. Sollten die Ahrensburger Grünen und auch die CDU einem Neubau eines Sportzentrums am Beimoor zustimmen, kann ich diese Parteien dann leider nicht mehr ernst nehmen. Widerspricht doch ein solches Vorhaben allem was von diesen Parteien auf Bundesebene aktuell verkündet wird.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Genau so ist es. Und deshalb werden jetzt niemals wieder Häuser gebaut werden und keine Fabriken und auch keine Schulen, Rathäuser und Sportstadien. Auch Kinos werden in vorhandenen Bauten untergebracht wie z. B. in leerstehenden Kirchengebäuden. Und alle Trolle wohnen von nun an in Lehmhöhlen und im Winter im Iglu. Und auch das Pupsen, Torsten Schmidt, ist streng verboten, weil es CO2 freisetzt. Aber das Schönste: Die S4 kommt genausowenig wie die Donnerzüge! 🙂

      1. T.Mommsen

        @ Bauplatz für Hochhäuser: Was wäre mit dem selten genutzten Golfplatz bei der Adresse „Am Golfplatz“, da wo der Eschenweg Richtung Bredenbeker Teich endet ? Ich habe da noch nie jemanden Golf spielen sehen, während auf den Sportplätzen hinter dem Rathaus immer Betrieb ist.

  3. Tinnef

    Erstens nehmen wir unsere Kanzlerin schon lange nicht mehr ernst, zweitens stösst Herr Herr Torsten Schmidt auch beim Atmen jede Menge CO2 aus und wird das Atmen daher ab sofort einstellen und drittens haben Kommunalpolitik, Landespolitik und Bundespolitik ein und derselben Partei schon immer unterschiedliche Ansätze gehabt. Die einen sagen z.B.,versiegelt weniger Flächen, die anderen sagen, baut mehr Wohnungen und die dritten müssen dann diesen Widerspruch auflösen.
    Und ja, wir müssen wieder nach oben bauen. Mit flächiger Einzelhausbebauung dienen wir nur den besser verdienenden Hamburgern, die sich statt oder als Pendant zu ihrer Stadtwohnung noch ein Anwesen auf dem Lande gönnen und dann zum Arbeiten nach Hamburg oder Lübeck pendeln. Dafür wollen wir nicht herhalten.

  4. Horst Hausmann

    Sehr sinnvoll wäre es, sich wegen der CO2 Immissionen gleich selbst abzuschaffen. Dass Greta und die Grünen darauf noch nicht gekommen sind………..

  5. H.J. Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    in Hamburg wurde soeben folgende Ausstellung geschlossen:
    „DIE NEUE HEIMAT … eine sozialdemokratische Utopie und ihre Bauten“.
    Lesenswert ist aber der weiter erhältliche Katalog.
    Letzter Satz des Vorwortes / Zitat:
    “ … um die aktuelle Relevanz der Neuen Heimat einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und damit die laufende Debatte um den Wohnungsnotstand in Deutschland mit einigen Argumenten aus der Geschichte anzureichen.“
    Die Herren Landrat und Bürgermeister mögen sich entsprechend anreichern lassen.
    HJL

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