Wohnungsbau in Ahrensburg: Wenig Platz ist in der Breite, aber sehr viel in der Höhe!

Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht über das Wohnen in Ahrensburg. Wir wissen ja: Wohnraum in der Stadt ist knapp und knapper geworden, obwohl die Innenstadt mehr und mehr verdichtet wird. Und wenn dann mal ein innerstädtisches Grundstück an Investoren verscherbelt wird, dann entsteht darauf mehr oder weniger Unfug – siehe zuletzt das Lindenhof-Gelände! 

Wohnen im Grünen: Hotel Maritim in Timmendorf

Wohnturm: Hotel Maritim in Timmendorfer Strand

Meine Gedanken über tollen Wohnraum in der Ahrensburger Innenstadt beginnen in Reinbek. Dort hatte ich dermaleinst meine erste Wohnung. Und unweit von dieser Wohnung stand und steht auch heute noch das „Hochhaus am Sachsenwald“. Es wurde 1967 erbaut mit 20 Etagen. Das Gebäude war sehr gepflegt, und es gab und gibt dort ausreichend Garagenstellplätze und Außenparkmöglichkeiten. Und ich träumte zu jener Zeit davon, dort in einem der oberen Stockwerke eine Wohnung zu haben, die ich mir aber nicht leisten konnte. Trotzdem habe ich mir damals Musterwohnungen in diesem Haus angeschaut und war begeistert.

Warum ich Ihnen das erzähle? Nun, stellen Sie sich mal vor, in Ahrensburg würde es ein neues Hochhaus geben, höher noch als das im Sachsenwald. Vielleicht sogar das höchste Hochhaus in ganz Schleswig-Holstein. Wo das stehen könnte? Ganz einfach: Auf dem Grundstück an der Alten Reitbahn, wo heute ein Parkplatz ist!

 Blick durchs Fenster in die Natur

Blick durchs Fenster in die freie Landschaft

Würde an dieser Stelle ein Wohnhaus mit 20 oder mehr Etagen gebaut, dann wäre das eine Attraktion. Bauherr ist die Stadt Ahrensburg, die auch die Vermarktung dieser Wohnungen übernehmen könnte, wobei die Preise sich von Stockwerk zu Stockwerk nach oben bewegen würden. Und ganz oben, im 20. Stockwerk oder höher wäre ein – nein: kein Kino! – sondern ein Restaurant & Café mit Bar & Disco, wo die Gäste einen traumhaften Ausblick hätten. Vergleichbar mit dem nebenstehenden Bild, das ich gestern vom Aussichtsturm in Sierksdorf geschossen habe – siehe Abbildung!

Mit Hilfe eines guten Architekten – nein: nicht Griesenberg! – entstünde ein sehr attraktives Bauwerk im Rahmen des Ahrensburger Stadt-Marketings. Und der „Stormarner Wolkenkratzer“ würde auch das städtische Erscheinungsbild unserer Stadt nicht stören, sondern eindrucksvoll ergänzen und neben dem Schloss ein weiterer, und zwar moderner „Leuchtturm“ in Ahrensburg sein.

So, spätestens an dieser Stelle höre ich sie förmlich, die Bedenkenträger, die erklären, dass das gar nicht ginge, weil Dieses und Jenes zu bedenken wäre, und das Eine und Andere so gar nicht möglich ist, und der Dzubilla sollte mal lieber weiter Hörspiele für Kinder schreiben statt utopische Geschichten über Wohnungsbau in Ahrensburg! Aber vielleicht gibt es ja auch Fachleute in der Stadt, die erklären, wie so ein Projekt oder so ein Projekt gehen könnte, wenn man es denn wollte. Auf der Alten Reitbahn oder an anderer Stelle.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. Mai 2015

13 Gedanken zu „Wohnungsbau in Ahrensburg: Wenig Platz ist in der Breite, aber sehr viel in der Höhe!

  1. Lonny

    Guten Morgen Herr Dzubilla!

    Ihre Idee ist prima. Wolkenkratzer in Ahrensburg…super! Ich ziehe dort sofort ein…ganz oben mit Fernblick!
    Von dort muss ich die Wohn-Schuhkartons, die in Ahrensburg wie Pilze aus der Erde schießen, nicht mehr sehen. (Augenkrebsgefahr)

    Herzliche Grüße Lonny

  2. Hermann Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    Ihr Standortvorschlag ist neu, interessante Idee.
    Die Hochhausidee an sich ist dagegen nicht neu.
    Die konnte ich bereits während der “Zukunftswerkstatt” 2008 vorstellen:
    Grundidee: Städtebauliche Ausformung eines “Stadteingangs West”.
    Raten Sie mal, wo meine entsprechend umfangreiche Studie vom 08.11.2012 verstaubt.

    Das brachliegende Gebiet am U-Bahnhof-West und weiter östlich davon – quasi über alle Bahn- und Straßenführungen hinweg – bis auf das Gebiet des dortigen Baustoffhändlers ist aus städtebaulicher Sicht geradezu optimal zur baulichen Erfüllung aller nur erdenklichen Wünsche. Sie haben in Ihrem Artikel einige aufgezählt, einschließlich der Möglichkeit, dort “bezahlbaren Wohnraum” in Hülle und Fülle errichten zu können. *)

    Dazu meine Graphik – siehe Abbildung!

    Einer bewohnbaren Stadtmauer gleich stehen dort die unterschiedlich hohen Baukörper auf der Grenze zwischen bereits bebauter Stadt und den großenflächigen südlichen Grünflächen. Mit direktem U-Bahnanschluss und jeder Menge Parkplätze im Kern einer Mantelbebauung.
    (Die damals auch von mir vorgeschlagene Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn – halb unterhalb der Neubebauung, wurde nicht aufgegriffen).

    Die vorgeschlagene Gruppe beliebig hoher Gebäude markiert ein städtebauliches Stadttor und ist zugleich Träger neuer Identifikation der Bürger: Das ist unser Stadteingang !

    *) Für das anschließende Gebiet bis einschließlich “Rohrbogenwerk” wurde in der “Zukunftswerkstatt” die Idee einer halbhohen Massiv-Bebauung entwickelt, um diese etwa für kulturelle und studentische Funktionen zu nutzen – fußläufig wäre U- und S-Bahn zu erreichen.

    Das bekannte Hamburger “Achsenkonzept” verlangt eine deutliche Verdichtung beiderseits, bzw. entlang der Infrastruktur (ehem. B 75 und DB) sowie die zusätzliche bauliche Konzentration an U-und S-Bahn-Stationen.

    HJL

  3. Dirk Langbehn

    Moin,
    Ich finde die Idee auch klasse, aber ich höre schon die Klagen der nächsten Nachbarn, die nur noch Schatten haben.
    So wie in der Hansdorfer Str. die Nachbarn die Neubauten zu groß und massiv fanden, wie auch die Nachbarn der ehemaligen Klinik, so wie…
    Solche Ideen sind immer klasse, bis die Person selber betroffen ist (zB auch Flüchtlingshäuser in Ahrensburg)
    Oder hätten Sie, Herr Dzubilla, gerne einen Wolkenkratzer auf Ihrem Nachbargrundstück?
    Mit freundlichen Grüße, Dirk Langbehn

  4. Ein Fan

    Hochhaus ja, Standort nein. Denn dort nimmt ein Wolkenkratzer tatsächlich sehr vielen Menschen Licht und Sonne. Aber der Blick soll doch grün sein, von daher kann der Wolkenkratzer gerne am Stadtrand entstehen, von wo Sie dann einen schönen GRÜNEN Blick haben. Den gönne ich Ihnen!

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Ja, lieber Fan, aber ich möchte aus dem Haus gehen und schon in der Stadt sein und nicht erst zu meinem Auto gehen müssen, um in die Stadt zu fahren und dort einen Parkplatz suchen! Und das mit dem Schatten ist so: Die Erde dreht sich um die Sonne, sodass diejenigen, die am Morgen im Schatten sind, am Nachmittag und Abend in der Sonne sitzen – wenn sie denn überhaupt scheint. 😉

  5. HJLange

    Lieber „Fan“,
    wenn Sie ein wenig nach oben scrollen mögen, sehen Sie genau das, was Sie suchen:

    Mehrere Standorte am Rande der Stadt (schwarze Flächen, unten ist Norden), mit Blick ins Grüne, hinter sich kaum bis nicht bewohnbare Flächen (= zum Schutz vor Lärm mit überdeckelten Bahnschienen) bebaubar mit beliebig hohen Gebäuden, geeignet für eine Misch-Nutzung jeder Art, selbstverständlich auch für die sehnsüchtig erhofften „bezahlbaren Wohnungen“ in Hülle und Fülle – sogar mit U-Bahnanschluss und beliebig vielen Parkplätzen: Für die Stadt zum Nulltarif – und ganz oben zieht unser Blogvater ein.
    HJL

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