61.000 € städtisches Geld für private Tiefgaragen…?

Morgen, meine lieben Mitbürger, wird im Umweltausschuss über einen Beschlussvorschlag des Bürgermeisters abgestimmt, der da lautet: „Die Klaus-Groth-Straße wird gemäß Entwurf (Anlage 1) begrünt und möbliert. Die Gesamtmaßnahme wird im Herbst 2019 mit Gesamtkosten in Höhe von 61.000 € realisiert.“

Anage 1 (Quelle: Rathaus Ahrensburg)

Richtig ist: Es handelt sich nicht um die Klaus-Groth-Straße als solche, sondern nur um den abgeschnittenen Teil vor dem CCA, den ich als Rampengasse bezeichne. Denn eine Straße ist es nicht, weil der Autoverkehr dort nur unterirdisch durch die Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage erfolgen kann.

Die Rampen gehören zu privaten Tiefgaragen, die für die Bürger nur eingeschränkt kostenlos genutzt werden können. Die Rampen sind also Teil der mehr oder weniger  kommerziell betriebenen Tiefgaragen, an denen die Stadt Ahrensburg keinen Anteil hat. Weshalb man den Investoren dafür quasi einen Straßenteil geschenkt hat, der nun mit öffentlichem Geld begrünt werden soll, entzieht sich meiner Kenntnis.

Warum die Bürger von Ahrensburg 61.000 Euro zahlen sollen, damit diese Rampen eine Hecke bekommen und der Platz vor dem CCA mit Pflanzenkübeln versehen wird, kann ich nicht nachvollziehen. Sie vielleicht…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Juni 2019

8 Gedanken zu „61.000 € städtisches Geld für private Tiefgaragen…?

    1. Fritz Lucke

      und wer trägt die Kosten für die erforderliche Pflege und Neugestaltung, die bestimmt durch Vandalismus
      erforderlich ist ?? Klar, der Ahrensburger Bürger !!! Für 61.000 Euro hätte die Verwaltung lieber die Fahrradwege sanieren können. Sie sind stellenweise so schlecht, daß man, wenn man nicht verunfallen will, auf den Fußweg ausweichen muß.

      1. Harald Dzubilla Artikelautor

        Als Gerne-Radfahrer stimme ich Ihnen voll zu. Und ich denke, Ihren Hinweis werden die Grünen morgen auch äußern, denn speziell sie wollen uns doch auf die Fahrräder setzen. 😉

  1. Torsten Schmidt

    In diesem Zusammenhang sollte sich Szene Ahrensburg mal dem geplanten Radschnellweg nach Hamburg widmen. Ein Großteil der vorgestellten Streckenvarianten führen unmittelbar neben Straßen her. Dies ist abzulehnen. Radfahrer brauchen eine eigene Straße/Fahrbahn Richtung Hamburg ohne Beeinträchtigung von Autoabgasen. Hier sollte der ADFC mit ins Boot geholt werden. In London gibt solche, ausschließlich für den Fahrradverkehr reservierten Strecken, schon längst. Wann werden die unebenen Fahrradspuren aus Bitumen in Ahrensburg endlich mal plangefräst, sodass man diese anständig befahren kann ?

  2. Observator

    Ein Investor baut seine Betonrampen mitten auf die Fahrbahn einer öffentlichen Straße. Und weil das Kacke aussieht, sollen wir Einwohner für die Dekoration zahlen? Nee, nich…!?!

    1. Torsten Schmidt

      Warum bekommen solche Schandmale wie die Betonbrüstungen der Rampen eine Baugenehmigung, wenn man sie später auf Kosten der Steuerzahler hinter Hecken versteckt ? Pflanzt die Stadt Ahrensburg demnächst an der NW-Seite des Lindenhofobjektes Efeuranken um die dort zu besichtigende und in Ahrensburg einmalige Brutaloarchitektur abzumildern ? Als nächstes lässt man den braunen Bunker beim Strohhause/An der Doppeleiche hinter Efeu verschwinden ………… auf Kosten des Steuerzahlers natürlich 😉 – Mit der Gestaltung der Betonbrüstungen könnte man einen Künstler beauftragen der schöne Mosaike aus Keramik oder dergleichen anbringt. Bezahlen muss das freilich der Eigentümer der Betonbrüstungen und das sind die Betreiber des CCA. Die können das problemlos steuermindernd unter „Aufwendungen für Einkaufszentrum“ geltend machen. Warum hier die verschuldete Stadt finanzieren soll, kann sowieso niemandem vermittelt werden und ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sogar eine unerlaubte Subvention.

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