Warum wird „Der Bringer“ nicht gebracht, Herr Kienel…?

Die Stadtwerke Ahrensburg, ein Betrieb der Stadt Ahrensburg, bringt ein „Magazin“ heraus. Dieses „Magazin“ trägt den Titel „Der Bringer“ und hat 8 (acht) Seiten. Die Bezeichnung „Magazin“ ist also ein Witz. Und das Blättchen ist nicht auf Zeitschriftenpapier gedruckt, sondern auf leichtem Karton. Womit man vermutlich allein durch Haptik mehr suggerieren möchte als die spärlichen 8 Seiten tatsächlich hergeben. Und gedruckt wird das Blättchen weder in Ahrensburg noch im Kreis Stormarn oder wenigstens in Schleswig-Holstein, sondern – Sie werden staunen: in Berlin.

„Der Bringer“ – ein „Magazin“ mit 8 (acht) Seiten

Die „Redaktion“ von „Der Bringer“ erbringt die „Abteilung Öffentlichkeitsarbeit“ der Stadtwerke. Layout, Bildbearbeitung, Litho und Herstellung besorgt die Ahrensburger Agentur CvH Design. Außerdem ist im Impressum vermerkt: „Konzeption & Text: Doris Ehrhardt / www.textett.com“. Und diese Dame wiederum findet man in Hamburg.

Verantwortlich für den Inhalt von „Der Bringer“ ist Horst Kienel, Kämmerer der Stadt Ahrensburg im Ruhestand und bis heute immer noch Geschäftsführer der Stadtwerke. Deshalb wird sein Porträtfoto auch in „Der Bringer“ gebracht. Was vermutlich der Grund ist für das Erscheinen dieses „Magazins“, denn was drinsteht, muss man nicht mit derart gewaltigem Kostenaufwand produzieren und verbreiten, denn wozu haben die Stadtwerke schließlich ihren Online-Newsletter, der häufiger erscheint als „Der Bringer“ und alles bringt, was gebracht werden muss und noch etwas mehr.

Ich wollte wissen, ob Textett vielleicht etwas mit Daniela N. Barth zu tun hat, mit deren „Ahrensburg Magazin“ der Geschäftsführer der Stadtwerke vor Jahren mal etliche zigtausend Euro aus dem Etat der Stadt veruntreut hat – was Sie auf Szene Ahrensburg unwidersprochen nachlesen können, wenn Sie dort die Stichworte in die Suchmaske eingeben. Also habe ich www.textett.com gegoogelt und eine Baustelle gefunden. Aber immerhin war dort ein Impressum – wenn Sie bitte mal nach rechts schauen wollen!

Und weil das Impressum von Textett nicht den gesetzlichen Vorschriften entspricht – was natürlich viel über die Qualitäten der Inhaberin aussagt, die dort ein Postfach angibt statt einer Adresse – bin ich so freundlich, einen gegoogelten Hinweis darunter zu stellen, bevor die Agenturinhaberin möglicherweise von irgendwoher eine Abmahnung bekommt.

Last but not least: „Der Bringer“ ist soeben in seiner zweiten Ausgabe erschienen. Und angeblich soll das Blättchen in jedem Ahrensburger Briefkasten stecken. Ich selber habe zwei Briefkästen in Ahrensburg – einen fürs Büro und einen für Privatpost – doch in keinem dieser Briefkästen habe ich ein Exemplar von „Der Bringer“ gefunden. Weder im Juni noch im November.

Ob man meine gesamte Straße aus der Verteilung genommen hat oder nur meine beiden Briefkästen, weiß ich natürlich nicht. Und wenn Letzteres der Fall ist, dann muss ich mal intensiv darüber nachdenken, was Horst Kienel sich eigentlich dabei gedacht hat. Obwohl: Vernünftiges Denken war schon in Vergangenheit nicht gerade die Stärke dieses Mannes.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. November 2018

2 Gedanken zu „Warum wird „Der Bringer“ nicht gebracht, Herr Kienel…?

  1. Knipsi

    Erhöhen die Stadtwerke nicht gerade ihre Gebühren? Vielleicht weil Der Bringer zuviel Kosten gebracht hat, die jetzt weiterberechnet werden?

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