Archiv für den Monat: August 2018

Wie der NDR die Einwohner von Glinde veräppelt und die Stormarn-Redaktion darüber (nicht) berichtet

Mal ein Thema aus der Nachbarschaft: Die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt berichtet gestern und heute: „Glinde sichert sich bei Wettstreit freien Eintritt im Hansa-Park“, und zwar bei der „Sommertour“, was eine Werbeaktion von NDR 1 Welle Nord und Schleswig-Holstein Magazin ist, mit welcher der Sender mehr Hörer akquirieren will. Und wer die Überschrift liest, der denkt: Die gut 18.000 Einwohner von Glinde werden sich am 7. September 2018 auf den Weg an die Ostsee machen und dort den Hansa-Park bevölkern.

Der Witz, sofern man hier überhaupt von Witz sprechen kann: Der 7. September 2018 ist ein Freitag. Und dieser Freitag ist in Glinde weder ein Feiertag noch haben die Kinder schulfrei. Und so frage ich: Welche Bürger aus Glinde werden an diesem Tag in den Hansa-Park fahren – Rentner, Arbeitslose und Hausfrauen mit Kleinkindern? Oder bloß der Bürgermeister, der den freien Eintritt ermöglicht hat und deshalb den Schwur des Kärnan erleben darf…?

Als Leser vom Hamburger Abendblatt erwarte ich von der Redaktion, dass sie so eine Veralberung der Bürger hinterfragt und sich erkundigt: Warum sichert sich Glinde seinen freien Eintritt nicht an einem Samstag oder Sonntag…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. August 2018

Anschlag in der Rampengasse: „Mehr geht nicht.“

Es gibt wohl kaum einen Geschäftsinhaber in Ahrensburg, der es witzig finden würde, wenn jemand seine Schaufensterscheibe eingeschlagen hat. Anders ist das bei O2 in der Rampengasse: Hier findet man es offensichtlich werbewirksam, einen Einbruch in den Laden zu simulieren durch eine aufgeklebte Folie – siehe die Abbildung! Aber irgendwie passt es schon in die Rampengasse.

„Mehr geht nicht“, lesen wir dort und fragen uns: Will man damit symbolisieren, dass die Schaufensterscheibe ernsthaften Anschlägen standhält…?

Aus dem Kleingedruckten erfahren wir: „Der neue Tarif für unterwegs und zuhause.“ Und wir erkennen jetzt: Dieser Tarif ist offenbar so hoch – mehr geht einfach nicht.

Würde der Tarif hingegen günstig sein, dann stünde dort: „Noch weniger geht nicht.“

Ich bin Kunde bei O2. Und ich frage mich jetzt: Was ist mit meinem Tarif – ist der vielleicht zu niedrig gegenüber dem neuen Tarif für unterwegs und zuhause? Oder ist er gar zu hoch? Immer diese Ungewissheit!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. August 2018

Zum Thema Ahrensburg: Der Bürger möchte keinen Dialog

Am 25. Mai 2018 ist das neue Bundesdatenschutzgesetzt in Kraft getreten in Verbindung mit der europäischen General Data Protection Regulation (GDPR). Und deshalb gibt es auch auf Szene Ahrensburg eine diesbezügliche Datenschutzerklärung. Ansonsten hat sich bei Szene Ahrensburg in Sachen der redaktionellen Inhalte nichts verändert.

Halt! Etwas hat sich seit dem 25. Mai 2018 doch auf meinem Blog getan: Ein paar der mehr oder weniger regelmäßigen Kommentatoren ist seit Mai 2018 spurlos verschwunden. Warum? Vielleicht, weil sie an dieser Stelle kein Häkchen machen möchten – siehe Abbildung unten rechts!

Für eine Handvoll anonymer Kommentatoren mag das vielleicht zutreffen. Und andere, die mit ihrem Namen kommentiert haben und sich seit Mai zurückgezogen haben, die fürchten sich möglicherweise vor einer Überprüfung und Speicherung ihrer Daten in den USA. Eine Furcht, die natürlich grundlos ist, wie jeder weiß, der sich mit Datenschutz uns Akismet auskennt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. August 2018

Großhansdorf plant Rad-Parkhäuser? Das tut Ahrensburg schon lange!

Gestern hat das 3. Buch Abendblatt in freudiger Erregung berichtet: „Großhansdorf lernt aus dem Radwege-TÜV“. Und in Wort und Bild erfuhren die Leser aus dem Stormarn-Teil: „Gemeinde will nach Abendblatt-Test Bau von Rad-Parkhäusern an den U-Bahnhöfen schnell umsetzen und gefährliche Kreuzungen entschärfen.“

aus: Hamburger Abendblatt vom 24. August 2018

Das klingt gut. Jedenfalls für Großhansdorf und dessen tüchtigen Bürgermeister Janhinnerk Voß. Eines allerdings hat Reporterin Janina Dietrich übersehen, und zwar dass die Stadt Ahrensburg schon viel früher auf den Mangel an Rad-Parkplätzen am Bahnhof reagiert hat! Und hätte die Reporterin im eigenen Archiv nachgeschaut, dann hätte sie dort den Beitrag gefunden: „Ahrensburg plant Fahrradparkhaus“. Und darunter stand zu lesen: „Bis zu 2,3 Millionen Euro soll das Projekt am Bahnhof kosten. Ein Großteil könnte gefördert werden. Drei Varianten zur Wahl.“ – siehe die Abbildung unten!

Ja, da hat Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach schon mal die Nase vorn vor seinem Kollegen in Großhansdorf, und dann verschweigt es die Stormarn-Beilage im Hamburger Abendblatt. Und wer es genau wissen will: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. August 2018

Handgemacht & hausgemacht & nachgedacht & abgelacht

Meine lieben Mitbürger, achten Sie beim Einkauf von Lebensmitteln auch immer schön darauf, was Sie da in Supermarkt und Fachgeschäft einkaufen? Interessiert es Sie zum Beispiel, wie die Produkte, die Sie in Ihren Einkaufswagen legen, gemacht sind? Hierzu fand ich zwei Beispiele für ganz spezielle Macharten. Und einen Beitrag im dem TV.

Da ist zum Beispiel der Schinken von Stapff am Rondeel. Der ist von Basedahl, und zwar„handgemacht“. Und „saulecker“ soll er angeblich auch sein. Und wer schon mal an einer Sau geleckt hat, der weiß, wie lecker das ist.

Aber was bedeutet „handgemacht“? Ich vermute: Die Sau wurde von Hand gefüttert. Und von Hand erwürgt. Und der Schinken wurde mit der Hand herausgeschnitten und per Hand geräuchert. Und im Laden wurde er natürlich nicht mit einer Maschine in Scheiben geschnitten sondern per Hand zerlegt.

Und wie machen andere Schinken-Hersteller das – nicht mit der Hand? Sondern rein maschinell, also per Roboter und Elektroschock?  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. August 2018

Gesucht: Sklavenweib für Ahrensburger Haushalt

Um zu entdecken, was ich in Ahrensburg möglicherweise übersehen habe, gebe ich mitunter den Namen unserer schönen Stadt bei Google ein mit einem entsprechenden Stichwort. So wollte ich zum Beispiel erfahren, was sich in Ahrensburg tut in Sachen „Erotik“, um nicht zu schreiben „käuflichem Sex“. Vielleicht gibt es inzwischen wieder ein Etablissement, wie es dieses früher mal im Reeshoop gegeben hat? Dieses älteste Gewerbe interessiert die Ahrensburger bestimmt.

Corpus Delicti im Original: Entsamung und Zuneigung

Was ich bei meiner Online-Recherche fand, war eine Anzeige. Die wiederum fand ich so bemerkenswert, dass ich sie nicht unter den Tisch fallen lassen wollte, denn das Inserat richtet sich an Frauen, die einen besonderen Job suchen, und zwar:

Suche mein Sklavenweib 22-44 für dauerhafte Beziehung. Du chauffierst mich, putzt meine Wohnung, erledigt Aufgaben, stehst für regelmäßige Entsamung bereit, bist meine Begleitung und meine Freundin. Dafür bekommst du meine Liebe, Zuneigung und Ehrlichkeit.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. August 2018

Psychotherapie auf der Ahrensburg-Homepage: Werbung für eine angebliche Heilmethode, die weder medizinisch noch wissenschaftlich anerkannt ist

Auf der Homepage von Ahrensburg wird PEP angeboten. Wenn Sie wissen wollen, was PEP bedeutet: Es ist eine Droge, die man auch als Speed oder Amphetamin bezeichnet. PEP gehört zu den beliebtesten Drogen in der Szene. Und auf der Homepage der Stadt Ahrensburg erfahren wir zusätzlich: „PEP – Weit mehr als eine Klopftechnik“. Was will die Verwaltung uns Bürgern damit andeuten…?

Homepage Stadt Ahrensburg

Nun, wir kennen die gewöhnliche Klopftechnik. Zum Beispiel, wenn wir an eine Tür klopfen. Oder das Klopfen des Motors, wenn eine unkontrollierte Verbrennung stattfindet. Und auch beim Klopfen eines Schnitzels bedarf es einer besonderen Technik genauso wie beim Klopfen eines Teppichs. Und das sollen wir in einer Apotheke lernen zu verbessern…?

Nein, natürlich nicht. In der Klopftechnik aus der Flora Apotheke geht es weder um Drogen oder Türen und Verbrennungsmotoren noch um Schnitzel oder Teppiche, sondern um Psychotherapie. Genauer: Um den Vortrag einer „Heilpraktikerin für Psychotherapie“. Und auf diese Veranstaltung weist die Stadtverwaltung auf unserer Homepage ausdrücklich hin. Warum? Ich weiß es nicht. Aber vielleicht hat jemand im Rathaus ja diesbezügliche Probleme. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. August 2018

Das Geheimnis um die Finanzlage von Ahrensburg: „deutlich besser als erwartet“!?

Der Bürger, der heute das 3. Buch Abendblatt gelesen hat, erfährt: „Ahrensburgs Finanzlage ist deutlich besser als erwartet“. Das klingt gut. Wenn ich solche Botschaft lese, dann frage ich mich allerdings: Wer hat denn eigentlich eine deutlich schlechtere Finanzlage von Ahrensburg erwartet? Und warum? Vielleicht Zweckpessimismus…? Ich persönlich habe erwartet, dass Ahrensburg endlich schuldenfrei ist, und frage mich deshalb: Ist die Finanzlage von Ahrensburg tatsächlich besser als erwartet? 

aus: Hamburger Abendblatt, Fragezeichen: HDZ

In dem ganzen Artikel steht nicht ein Wort, geschweige denn eine Zahl darüber, wie die Finanzlage von Ahrensburg de facto ausschaut. Die Meldung ist lediglich, dass von den 21,4 Millionen, die derzeit auf dem Konto der Stadt lagern, bis Ende September d. J. „vermutlich nur 17 Millionen Euro übrig“ sind. Das im Groben zur Finanzlage der Schlossstadt nach Aussagen von Peter Egan (WAB), dem Vorsitzenden vom Finanzausschuss.

Der gemeine Bürger hat seit Jahren fest im Hinterkopf, dass seine Heimatstadt Ahrensburg auf einem Schuldenberg sitzt. Aber davon ist in dem Beitrag mit keinem Sterbenswörtchen die Rede. Da ist der Saldo auf dem städtischen Konto im Haben; und wäre dieses Konto zum Beispiel bei einer Sparkasse in der Stadt, dann würden dort Haben-Zinsen zu Lasten der Stadt anfallen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. August 2018

Die Geschichte Ahrensburgs zeigt: Es gab früher schon sehr viel Schlimmeres in unserer Stadt als heute

Tag für Tag, meine lieben Mitbürger, erzähle ich Geschichten auf Szene Ahrensburg, die sich in unserer Stadt zugetragen haben. Darunter ist auch die eine oder andere Geschichte, die unglaublich klingt. Wie zum Beispiel die Posse um den Muschelläufer auf dem Rondeel. Oder um die Tiefgarage unter dem Rathausplatz. Oder den Leerstand von Läden in der Innenstadt und parallel dazu das unheimliche Wachstum einer Krake namens AWO. Und der Bau der Rampengasse. Oder die Bebauung des Lindenhofs und die Planung für Kino und Alte Reitbahn. Und der Abbau von Parkplätzen. Und eine Galerie im Marstall, die einer biblischen Gestalt gewidmet ist, nämlich Onan. Und so weiter und so fort.

Aber alle diese Geschichten aus jüngster Ahrensburger Gegenwart sind gar nichts gegen die Geschichten aus der Vergangenheit. Wie zum Beispiel die Story über „De dulle Margreth“. Die fand ich in einem Geschichtsbuch von Ahrensburg, das im Jahre 1882 erschienen ist und rund 100 Jahre später als Neudruck von der Buchhandlung Jürgen Otte herausgekommen ist, die es früher einmal in der Manhagener Allee gegeben hat.

Und damit mir in Zukunft niemand mehr vorwerfen soll, dass ich auf Szene Ahrensburg so viele grausame Geschichten aus der Gegenwart erzähle, veröffentliche ich hier und heute einen Bericht aus der Vergangenheit, der zeigt, dass „de dulle Margreth“ alias Margaretha Rantzau alle Menschen, die heute Böses in Ahrensburg tun, weit in den Schatten stellt. Hier ist die Geschichte im Original-Wortlaut vom 1882: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. August 2018

Einen Tag verspätet aber immerhin: Stadt und Stadtforum haben auf Hinweise von Szene Ahrensburg reagiert

Es hat einen Tag länger gedauert als es hätte dauern müssen, aber immerhin hat man in dieser Zeit im Rathaus erkannt, dass der 4. September 2018 kein Sonntag ist. Und deshalb wurde der Eintrag über den einkaufsoffenen Sonntag berichtigt, nachdem man im Rathaus und Stadtforum die Hinweise auf Szene Ahrensburg gelesen hat.

Homepage Ahrensburg

Nun ist der einkaufsoffene Sonntag der 2. September 2018. Und der Tag ist nicht nur für Oldtimer gedacht, wie ursprünglich angezeigt worden war. Auch das Stadtforum hat dazu noch Informationen gegeben. Zum Beispiel, dass das Essen auf Rädern an den Food-Trucks tatsächlich „nach individuellen Rezepten und mit frischen Zutaten gekocht“ wird – also ganz anders als das scheinbar in den Ahrensburger Restaurants üblich ist, oder warum diese ausdrücklichen Hinweise…? 😉

Und ob man es glaubt oder nicht: Im Text wird nun sogar auf den Ahrensburger Einzelhandel hingewiesen mit seinen „inhabergeführten Geschäften“, wo „der Kunde noch König“ ist. 🙂 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. August 2018