Großhansdorf plant Rad-Parkhäuser? Das tut Ahrensburg schon lange!

Gestern hat das 3. Buch Abendblatt in freudiger Erregung berichtet: “Großhansdorf lernt aus dem Radwege-TÜV”. Und in Wort und Bild erfuhren die Leser aus dem Stormarn-Teil: “Gemeinde will nach Abendblatt-Test Bau von Rad-Parkhäusern an den U-Bahnhöfen schnell umsetzen und gefährliche Kreuzungen entschärfen.”

aus: Hamburger Abendblatt vom 24. August 2018

Das klingt gut. Jedenfalls für Großhansdorf und dessen tüchtigen Bürgermeister Janhinnerk Voß. Eines allerdings hat Reporterin Janina Dietrich übersehen, und zwar dass die Stadt Ahrensburg schon viel früher auf den Mangel an Rad-Parkplätzen am Bahnhof reagiert hat! Und hätte die Reporterin im eigenen Archiv nachgeschaut, dann hätte sie dort den Beitrag gefunden: “Ahrensburg plant Fahrradparkhaus”. Und darunter stand zu lesen: “Bis zu 2,3 Millionen Euro soll das Projekt am Bahnhof kosten. Ein Großteil könnte gefördert werden. Drei Varianten zur Wahl.” – siehe die Abbildung unten!

Ja, da hat Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach schon mal die Nase vorn vor seinem Kollegen in Großhansdorf, und dann verschweigt es die Stormarn-Beilage im Hamburger Abendblatt. Und wer es genau wissen will:

Bereits am 6. Oktober 2015 hat der Bericht “Ahrensburg plant Fahrradparkhaus” im 3. Buch Abendblatt als Aufmacher des Tages gestanden.

aus: Hamburger Abendblatt vom 6. Oktober 2015

Wenn Sie meine Meinung wissen wollen: Die Stadt Ahrensburg möchte verhindern, dass die Einwohner mit der Bahn nach Hamburg und in die Gegenrichtung fahren, sondern sie sollen das mit dem eigenen Pkw tun. Aus diesem Grunde hat man die Parkplätze nicht nur für Fahrräder sondern auch für Autos reduziert.

Wenn ich zum Beispiel um 9 Uhr mit der Bahn nach Hamburg fahren möchte, finde ich weder am U-Bahnhof West noch am Regionalbahnhof einen Parkplatz. Es sei denn, ich wäre genauso frech wie viele Autofahrer, die sich auf die Parkplätze von Aldi und Lidl oder McDonald’s stellen. Oder mitten auf die Fahrbahn, wie es in Ahrensburg so üblich ist. Und die Radfahrer ketten ihren Drahtesel am Brückengeländer beim U-Bahnhof West an.

Und der Parkplatz hinter dem Rathaus steht die meiste Zeit leer, weil auf dem Stormarnplatz nur Autos von Zirkusleuten parken dürfen. Warum, wissen der Geier und der Bürgermeister.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. August 2018

2 Gedanken zu „Großhansdorf plant Rad-Parkhäuser? Das tut Ahrensburg schon lange!

  1. Kaspar

    Ich hab immer n Parkplatz für mein Fahrrad. Ich hab nämlich n Klappfahrrad. Und das parke ich im Kofferraum. Und mein Auto parke ich gegenüber dem Badlantic und fahre dann mit dem Fahrrad zur Bahn. Dort klappe ich mein Fahrrad wieder zusammen und nehme es als Handgepäck mit in den Zug.

    PS: Ist natürlich nur n Joke. Genauso wie die Planung für ein Fahrradparkhaus am Regionalbahnhof von Ahrensburg. 😉

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