Zum Thema Ahrensburg: Der Bürger möchte keinen Dialog

Am 25. Mai 2018 ist das neue Bundesdatenschutzgesetzt in Kraft getreten in Verbindung mit der europäischen General Data Protection Regulation (GDPR). Und deshalb gibt es auch auf Szene Ahrensburg eine diesbezügliche Datenschutzerklärung. Ansonsten hat sich bei Szene Ahrensburg in Sachen der redaktionellen Inhalte nichts verändert.

Halt! Etwas hat sich seit dem 25. Mai 2018 doch auf meinem Blog getan: Ein paar der mehr oder weniger regelmäßigen Kommentatoren ist seit Mai 2018 spurlos verschwunden. Warum? Vielleicht, weil sie an dieser Stelle kein Häkchen machen möchten – siehe Abbildung unten rechts!

Für eine Handvoll anonymer Kommentatoren mag das vielleicht zutreffen. Und andere, die mit ihrem Namen kommentiert haben und sich seit Mai zurückgezogen haben, die fürchten sich möglicherweise vor einer Überprüfung und Speicherung ihrer Daten in den USA. Eine Furcht, die natürlich grundlos ist, wie jeder weiß, der sich mit Datenschutz uns Akismet auskennt.

Dass Ahrensburger keinen Dialog wollen, zeigt auch die Online-Seite vom „Ahrensburger Dialog“, der von einem gleichnamigen Förderverein herausgegeben wird. Hier grüßt der Weihnachtsmann – siehe die Abbildung oben links! Und wer aktuelle Ausgaben herunterladen möchte, der findet nach mühevoller Suche die letzte Veröffentlichung: 10 Eintragungen. Und die stammen allesamt aus dem Monat Mai 2018, also passend zum Weihnachtsmann. Und die Inhalte? Mit dem Thema Ahrensburg & Dialog haben die so gut wie gar nichts zu tun, denn es findet gar kein Dialog statt. Genauso wenig wie dort echte Themen aus Ahrensburg behandelt werden.

Und deshalb verirrten sich wohl auch von Mai bis August gerade mal etwas mehr als 100 Leser auf die Online-Seite. (Zum Vergleich: Im Jahre 2010 wurden nach Angaben der Redaktion von der damaligen Print-Ausgabe noch 1000 Exemplare gedruckt und in der Stadt ausgelegt.)

Fazit: Traurig. Doch wenn ich ehrlich sein soll: Der “Ahrensburger Dialog” vom gleichnamigen Förderverein ist so mitreißend wie die Wasserstandsmeldungen aus dem Wonnemonat Mai im August.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. August 2018

5 Gedanken zu „Zum Thema Ahrensburg: Der Bürger möchte keinen Dialog

  1. Brigitte K.

    Man darf dabei aber nicht vergessen, dass hier Ehrenamtler tätig sind, das heißt, sie machen das in ihrer Freizeit und unentgeltlich. Da kann man eben nicht so viel erwarten. Und der Verein Bürger für Ahrensburg hat nicht so lange durchgehalten.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Wenn ich ein Ehrenamt übernehme, dann mache ich die Arbeit genauso als würde ich dafür bezahlt werden. Oder stellen Sie sich mal vor, die Ehrenamtlichen in der Stadtverordneten-Versammlung und die Ehrenamtlichen bei der Freiwilligen Feuerwehr würden genauso träge und teilnahmslos arbeiten wie der Förderverein vom Ahrensburger Dialog und das dann begründen mit ehrenamtlicher Tätigkeit!

      Nein, wenn ich ein Ehrenamt nicht voll und ganz ausfüllen kann, dann darf ich mich dafür nicht zur Verfügung stellen. Und wenn ich damit nur mein Ego ausleben und mich in der Stadt wichtig machen will, dann bin ich fehl am Platze.

  2. Hildebrandt

    Resignation trifft man aber auch bei zumindest einem Mitglied des Ahrensburger Bürgervereins an : Ich hatte ein nettes Gespräch mit diesem Mitglied. Darin wurde mir ungefragt das Mißfallen über die enorme Geschoßhöhe des Lindenhofobjektes vorgetragen. Auf meinen Einwand, dass die Mitglieder des Ahrensburger Bürgervereins für die Belange Ahrensburgs einstehen und doch etwas dagegen tun könnten, wurde ich auf die Sinnlosigkeit einer solchen Gegenrede hingewiesen. Interessant fand ich, dass der prognostizierte Schall durch die zukünftig durch Ahrensburg fahrenden Güterzüge nicht als Problem angesehen wird. Eine Schallschutzwand wäre daher weder nötig noch erwünscht. – Das wäre erstmal ein Standpunkt zu diesen Problemen der Stadt Ahrensburg. Wie sieht es insgesamt bei den anderen Mitgliedern des Ahrenburger Bürgervereins aus?

  3. L. Lorenz

    Von Mitte Mai bis Mitte August hatten wir in Ahrensburg einen Ausnahmezustand: Es war viel zu heiß!
    Das norddeutsche Gehirn konnte, wie ich vielfach feststellen mußte, dem nicht standhalten. Nun ist es wieder ein normaler Sommer, hoffen wir doch nun gemeinsam, daß sich auch alles andere normalisiert.

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