Kleine Kinder und Herr Abel: Unterwegs in Sachen Holstein

Ich fand eine Anzeige der Sparkasse Holstein, in der die Made ist. In diesem Inserat ist ein kleines Mädchen zu sehen, das einen kleinen Jungen umarmt und küsst. Warum? Wir lesen: „Holstein mein Zuhause. Holstein meine Bank“ und denken: ach ja? Daneben steht: „Ein starker Partner an Ihrer Seite“ – siehe die Abbildung! Und das wirft Fragen auf.

Holstein ist der südliche Landesteil von Schleswig-Holstein, benannt nach dem Sachsenstamm der Holsten, der hier einst gehaust hat. Und diese Holsten waren Waldbewohner. Wieso Holstein „meine Bank“ sein soll, erklärt sich dem gemeinen Leser nicht, zumal es in Holstein viele Banken gibt und auch Sparkassen. Und wenn die Anzeige sich schon an Kinder richtet: Wieso, warum und weshalb werden die Lütten dann im Text gesiezt…?

Und am Rondeel steht weiterhin Jens Abel von der SIG Holstein, der Maklerfirma der Sparkasse Holstein. Ich habe schon einmal darauf hingewiesen, dass der Herr Abel am Rondeel nichts verloren hat, denn es ist in meinen Augen ein von der Stadt nicht genehmigter Anschlag auf die Bürger. 

Nun könnte besagter Herr Abel kommen und einwenden: „Die SIG einen Vertrag mit Rheinkultur, der Medien und Verlags GmbH, die wiederum einen Vertrag mit der Deutschen Telekom hat; und ich bezahle für meine Werbung an awksales Outdoor Media.“ Und zum Beweis verweist Makler Abel auf einen Aufkleber am unteren rechten Eck seines Plakates – siehe Abbildung rechts!

Das mag wohl alles richtig sein. Ich glaube aber nicht, dass die Deutsche Telekom einen Vertrag mit der Stadt Ahrensburg hat, wonach sie ihre Versorgungseinrichtungen in der Stadt als Werbeflächen offiziell vermarkten darf. Oder etwa doch…?

Und weil ich das nicht wissen kann, fordere ich die städtische Verwaltung zu einer Stellungnahme auf, denn ich werde so lange gegen diese Plakatierung vorgehen, bis der Fall  amtlich und öffentlich geklärt wird. Zum einen geht es hier um das Erscheinungsbild in unserer Stadt, zum anderen um Geld, von dem ich glaube, dass die Stadt Ahrensburg davon gar nichts abbekommt, weil der Känmerer hier möglicherweise beide Augen zudrückt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. April 2018

Ein Gedanke zu „Kleine Kinder und Herr Abel: Unterwegs in Sachen Holstein

  1. Stiller Beobachter

    Alle Plakate, die in Ahrensburg auf öffentlichem Grund und Boden angebracht werden, müssen von der Stadt einen Genehmigungsvermerk tragen, ausgenommen Wahlplakate. Der Kasten der Telekom steht auf öffentlichem Grund und Boden. Das Plakat, davon habe ich mich heute überzeugt, trägt keinen Genehmigungsvermerk der Stadt. Und deshalb sollte es umgehend von der Behörde entfernt werden auf Kosten des wilden Plakateurs.

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