Archiv für den Monat: Dezember 2016

Fährt der Bürgermeister von Ahrensburg einen Manta?

Manta-Fahrer, so wissen wir aus heiterer Erinnerung, wollten ihren kultigen Opel gern tieferlegen. Was das mit Ahrensburg zu tun hat, wollen Sie wissen? Ganz einfach: Auch der Ahrensburger Bürgermeister möchte tieferlegen, und zwar den Ahrensburger Regionalbahnhof samt seinen Gleisen. Das soll nach Meinung von Michael Sarach passieren, wenn die S4 kommt und die Fernzüge durch unsere Stadt rasen. Tieferlegen an Stelle von Lärmschutzwänden.

Filmplakat

Klar, am besten wäre es, wenn die S-Bahn als U-Bahn gebaut  und tief in den Untergrund verlegt wird genauso wie die Güterzüge! Dann könnten die Lokführer wie auch die Reisenden aus den Fenstern gucken und die „Galerie der Hände“ bewundern, die bis dahin vermutlich komplett sein wird.

Nachdem der Bürgermeister diesen Unfug schon vor längerer Zeit geäußert hat, scheut Michael Sarach sich nicht, die Tieferlegung noch einmal anzupreisen. Heute im 3. Buch Abendblatt. Und kein Reporter fragt ihn, wie er sich das denn de facto und in Kosten vorstellt. Aber über Kosten denkt unser Bürgermeister ja lieber hinterher nach – siehe Moorwegbrücke! Oder glaubt er allen Ernstes, die Bahn würde diese Kosten übernehmen? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Dezember 2016

Der Einfachheit halber: Aldi-Weihnacht für Atheisten

Ursprünglich war Weihnachten allein das Fest der Christenheit, die den Geburtstag von Jesus Christus, ihres Herrn feierten. Heute feiern alle mit, sogar die Atheisten. Warum, weiß eigentlich so recht niemand, aber man soll bekanntlich die Feste feiern, wie sie fallen. Und arbeitsfreie Tage sind immer willkommen. Genauso, wie auch der Handel das Weihnachtsfest gern sieht. Weniger aus christlichen als vielmehr aus kommerziellen Gründen. Merry X-mas statt Halleluja.

Reklame von Aldi

Aldi bringt es in seiner Werbung auf den Punkt. Der Discounter wünscht nicht traditionsgemäß  „Frohe Weihnachten!“, sondern: „Frohe Einfachten!“ Das dient der Einfachheit halber allen Leuten, die nicht die Heilige Nacht und Christi Geburt feiern, sondern die Weihnachtsgans aus der Ofenröhre und den Weihnachtsmann von Coca-Cola,, der die Geschenke unterm Tannenbaum abgeladen hat. Und sie besingen ihren geschmückten Nadelbaum, der angeblich „grüne Blätter“ haben soll.

Also: Wer keine Kirchensteuern zahlt, der kann mit dem gesparten Geld zu Aldi gehen und mit dem Discounter „Frohe Einfachten!“ feiern. Und allen Lesern, die wirklich Weihnachten feiern, wünsche ich nach alter Tradition: „Fröhliche Weihnachten!“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Dezember 2016

Ahrensburg: Warten auf den Weihnachtsmann. Und auf den Bund der Steuerzahler und das ZDF

Ich bin verwundert, und zwar zutiefst. Verwundert deshalb, weil wir zwar 31 (einunddreißig) Stadtverordnete aus fünf Fraktionen haben, aber nicht ein einziger von ihnen kommt seiner Verpflichtung nach, Schaden von der Stadt und seinen Bürgern abzuwenden. Das Thema, um das es hier geht, ist für Ahrensburg ein utopisches, nämlich: Stadtmarketing.

Eine Stadt, die kein Marketing betreibt, ist wie ein Kaufhaus, das seine Schaufenster leer stehen lässt. Eine Erkenntnis, der sich sowohl unsere Verwaltung als auch die Politiker durchaus bewusst sind. Und deshalb wurde für Ahrensburg vor rund zwei Jahren eine Abteilung im Rathaus installiert, die für das städtische Marketing zuständig ist. Der Name der Abteilung lautet: „Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung“. Die Leitung hat die Architektin Angelika Andres, die zuvor das Bauamt geleitet hat und von dort vom Bürgermeister wegbefördert worden ist.

Man muss nicht Betriebswirtschaft studiert haben, um abzuschätzen, was diese Stabsstelle uns Bürger kostet. Ich schätze: In zwei Jahren sind das rund 250.000 Euro. Und ich frage Sie: Was hat diese Abteilung bis heute für unsere Stadt geleistet…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Dezember 2016

3. Buch Abendblatt: Ein Leserbrief, der Bände spricht

Dass die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt ihre Leser in aller Regel ziemlich vordergründig  informiert, ohne dabei die Hintergründe aufzudecken, habe ich schon mehrfach dokumentiert, und weshalb ich zur Ergänzung bekanntlich Szene Ahrensburg gegründet habe. Die Folge solcher lückenhaften Berichterstattung im 3. Buch Abendblatt: Die Leser der Zeitung haben Lücken. Und einer dieser Leser dokumentiert das heute in einem Lückenbrief an das Blatt.

Leserbrief aus dem Hamburger Abendblatt, Stormarn-Teil vom 20. Dezember 2016

Ich habe selten so einen albernen Kommentar gelesen, weshalb ich mich gezwungen sehe, den Witz, den der Leser erzählt, als Corpus Delicti in Gänze zu zitieren (siehe Abbildung!), damit Sie sich Ihr eigenes Bild machen können und nicht etwa denken, ich würde den Leser aus dem Zusammenhang heraus zitieren – siehe die Abbildung!

Der Brief betrifft die Ahrensburger Baumschutzsatzung, die CDU und FDP abschaffen möchten, weil sie erwiesenermaßen Unfug ist. Und Leser Küpers beweist, dass er überhaupt nicht begriffen hat, um was es geht. Er fragt, wen die Baumschutzsatzung stört und gibt vor: „Die Bürger? Das Kapital? Die Investoren?“ Damit zeigt der Mann, dass er nicht weiß, was Sache ist. Natürlich sind es die Bürger, die von der Baumschutzsatzung betroffen sind. „Das Kapital“ sägt Bäume ungefragt ab und bezahlt das Bußgeld. Und die Investoren? Die Investoren gehören zu den 70 % der Antragsteller, die von der Stadt anstandslos eine Fällgenehmigung bekommen.

Ist es nicht vielsagend, dass die Redaktion der Zeitung diesen Stuss abdruckt und oben drüber auch noch manipulativ – weil ohne Anführungszeichen – behauptet: „Baum-Satzung stört niemanden“?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Dezember 2016

Moorwanderweg: Eine Brücke über den Einfall zur Einfalt

Wenn Sie das Geschehen in unserer Stadt verfolgen, das uns Bürgern durch Verwaltung und Politik beschert wird, und wenn Sie dazu auch noch Szene Ahrensburg lesen, dann wissen Sie, dass die Stadt Ahrensburg und ihre Verordneten sehr großzügig sind. Und zwar mit dem Geld der Bürger. Denn sie lassen den Bürgermeister schalten und walten, und zwar nach Gutsherrenart.

A. Paul Weber: Auf der Brücke (Das Bild zeigt Ahrensburger Rathaus-Mitarbeiter mit einem Berater auf dem Rücken!)

Ein Dauer-Beispiel ist die Moorwegbrücke. Die muss saniert bzw. erneuert werden. Das ist seit Jahren bekannt. Und genauso lange kommen aus dem Rathaus immer wieder Vorschläge von Beratern, wie man die Brücke reparieren oder neu erstellen kann. Die Umsetzung der Vorschläge würde sehr viel Geld kosten, zumal in einem Fall sogar tropisches Holz nach Ahrensburg geholt werden sollte, um es für den Brückenbau zu verwenden. Ja, und was die Gutachten bis heute gekostet haben, ohne dass für die Brücke auch nur ein praktischer Handschlag erfolgt ist, das weiß der Geier. Und der verrät es uns Bürgern natürlich nicht. 😉

Aber in einer Stadt, wo der Kämmerer mit Wissen des Bürgermeisters und der Stadtverordneten öffentliche Gelder veruntreut, da wundert den Blogger gar nichts mehr. Der Bürgermeister und seine Helfershelfer haben anscheinend Narrenfreiheit, die sie immer wieder auskosten. Bis zum Erbrechen, und zwar der Bürger.

Und kurz vor Weihnachten sind schon wieder falsche Propheten aus dem Abendlande aufgetaucht, die, so konnte man vernehmen, null praktische Erfahrung mit Brückenbau haben.  Dennoch haben sie eine neue Brückenversion vorgestellt. Mit Schwimmkörpern. Der Clou: Über die Kosten gibt es nicht mal die entferntesten Vorstellung; trotzdem aber wurde der Plan der Öffentlichkeit bereits vorgestellt. Warum, zum Teufel?! Am Ende der Präsentation fehlte eigentlich nur noch der Hinweis der Verwaltung, dass auch im Himmel der berühmte Jahrmarkt stattfindet. 🙁 Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Dezember 2016

Ahrensburger Stadtverordnete: Bäumchen, wechsle Dich!

Zum Thema „Bäume in Ahrensburg“ gab es bereits viel Aufbäumen in diesem Blog, wo ich mitbetroffen bin, denn ich würde liebend gern eine alte Kiefer in meinem Garten fällen lassen und dafür auch zwei neue Bäume pflanzen und nicht nur einen Buchsbaum als Ersatz. Geht aber nicht. Wegen der Ahrensburger Baumschutzsatzung.

aus: Hamburger Abendblatt

Schon seit längerer Zeit hat die CDU angekündigt, die Axt anzulegen an die hölzerne Satzung. Und das ist auch der Aufmacher vom heutigen 3. Buch Abendblatt, wo das Thema beschrieben und diskutiert wird. Der Leser erfährt: auch aus Kreisen von SPD und WAB gibt es verhaltene Zustimmung für eine zumindest gelockerte Form der alten Vorschrift.

70% der Fällanträge werden heute schon genehmigt, sagt ein Sprecher der Stadt. Womit er wohl hauptsächlich die Bäume meint, die mal an der Großen Straße standen und heute noch am Lindenhof stehen. Meine Kiefer im Garten gehört auf jeden Fall zu den übrigen 30 Prozent – jedenfalls noch. 😉

POSTSKRIPTUM: In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an einen Kommentar, den unsere Mitbürgerin Anne Frey vor einigen Wochen auf Szene Ahrensburg geschrieben hat. Es war ein offener Brief an Peter Egan (WAB)  und also lautend: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Dezember 2016

Kreissparkasse Stormarn schmückt sich mit fremden Federn

Die Sparkasse Holstein hat eine Anzeige geschaltet. Auf dem Werbeportal ahrensburg24, und zwar redaktionell gestaltet. Überschrieben ist das Inserat mit der Schlagzeile: „’Hilfe für die Helfer’: Sparkasse Holstein unterstützt DLRG Ahrensburg“. Und das ist durchaus positiv, denn die DLRG kann man gar nicht genug unterstützen.

Anzeige der Sparkasse Holstein

Was mir dabei persönlich stinkt, das ist die Tatsache, dass die Sparkasse Holstein daraus ihre Eigenwerbung macht. Ich sage Ihnen auch, warum mir das missfällt: In Wahrheit nämich unterstützt die Sparkasse Holstein die DLRG überhaupt nicht. Sie reicht nur das Geld weiter, das Kunden der Sparkasse für gemeinnützige Zwecke eingezahlt haben.

Immerhin ist das Geldinstitut wenigstens so ehrlich und zeigt im Kleingedruckten seiner Annonce an, woher das gespendete Geld stammt: „Den Förderbetrag für die Aktion stellte die Sparkasse Holstein aus dem Sonderfonds des Los-Sparens zur Verfügung. Dabei setzen die Teilnehmer monatlich fünf Euro für ein Los ein. Vier Euro des Einsatzes werden für den Losinhaber gespart und zu Weihnachten an ihn ausgezahlt. Der verbleibende Euro geht zum Großteil in den Verlosungstopf, füllt aber auch einen Sonderfonds, mit dem die Sparkasse Holstein in jedem Jahr verschiedene gemeinnützige Zwecke in der Region fördert.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Dezember 2016

Lärmschutzwände könnten genauso wegfallen wie die S4

Wie dermaleinst eine Mauer die deutsche Hauptstadt geteilt hat, ähnlich soll auch Ahrensburg geteilt werden, und zwar durch eine Lärmschutzwand. Laut Vorstellungen der Bahn soll die in lindgrüner Farbe gestaltet sein, doch es ist zu erwarten, dass die Sprayer-Gang kommt, sodass unsere Stadt bald darauf in bunten Farben erstrahlen wird.

Beriner Mauer (Foto: Wikipedia)

In der simulierten Darstellung sieht die Lärmschutzwand aus, als hätten die Leute, die sich das ausgedacht haben, ein Porzellan-Defizit, sprich: nicht alle Tassen im Schrank. Ich persönlich bin ja nach wie vor der Meinung, dass Ahrensburg gar keine S4 benötigt, denn mit zwei U-Bahnhöfen und zwei Regionalbahnhöfen ist die Stadt bestens versorgt. Ich liebe „unsere“ Regionalbahn, besonders die bis zum Hauptbahnhof durchfahrenden Züge. Lediglich an der Pünktlichkeit müsste die Bahn noch arbeiten.

Mit dieser meiner Meinung gehöre ich offensichtlich zur Minderheit von Bürgern, die ebenso denken. Auch die Graffiti-Fans werden meine Meinung  nicht teilen, da bin ich mir ganz sicher. 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 19. Dezember 2016

Peter-Rantzau-Haus: AWO will Zugang zu einer sozialen Dienstleistung verhindern!

Eigentlich kann ich es nicht glauben, aber der Stadtverordnete Christian Schmidt (Grüne) hat es in einem Kommentar wie folgt geschrieben: „Der Betreiber des Peter-Rantzau-Hauses hat seit Mai 2016 festgestellt, dass verstärkt Menschen nur ins Peter-Ranzau-Haus kommen, um dort das barrierefreie WC zu benutzen. Er war damit nicht einverstanden. Somit ist die angedachte Kompensation für das barrierefreie WC am Rathaus fraglich.“

Stadtverordneten-Versammlung: Jürgen Eckert, Vorsitzender der AWO Ahrensburg und Stadtverordneter (SPD), und sein Genosse Achim Reuber stimmen hier pro AWO (Kita) ab!

Hierzu halte ich zuerst einmal fest: Obwohl das barrierefreie Klo der Firma JCDecaux noch verfügbar ist, gehen die Menschen lieber ins Peter-Rantzau-Haus. Warum…?

Des weiteren dokumentiere ich: Der Träger des Peter-Rantzau-Hauses im Auftrag der Stadt Ahrensburg ist die AWO,  Arbeiterwohlfahrt Ahrensburg e. V. Die Geschäftsführung hat der Stadtverordnete Jürgen Eckert (SPD). Und diese gemeinnützige Organisation hat mit der Bewirtschaftung des Hauses den folgenden Auftrag übernommen:

„Das Peter-Rantzau-Haus ist eine zentrale Anlaufstelle für alle Bürger und Bürgerinnen. Es dient der Begegnung und der Integration und bietet deshalb offene und leicht zugängliche Angebote. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Altersgruppe ab 50 Jahren aufwärts. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. Dezember 2016

Der Totenkopf von Ahrensburg und sein Fundort

Am 1. Dezember 2016 hatte ich einen Totenschädel abgebildet und gefragt, wo dieser denn wohl in Ahrensburg zu finden ist. Und am 6. Dezember 2016 hatte ich noch einmal nachgefragt, ob denn kein Bedarf nach einem Tagesspruch-Kalender unter den Lesern von Szene Ahrensburg ist, denn so einen gab es zu gewinnen Auf beide Einträge bekam ich (leider!) nur 8 Lösungskommentare, die (fast) alle richtig sind.

Inzwischen habe ich die Kommentare freigeschaltet. Richtig ist. Der Totenkopf hängt an der Wand in der Schlosskirche – siehe Abbildung!

Der Einfachheit halber bekommen alle Leser, die eine richtige Lösung genannt haben, einen Kalender, der bis zum 31. Dezember 2016 bei den Gewinnern sein wird. Vielen Dank, dass Sie bei dem kleinen Spiel mitgemacht haben!

Und ich frage mich: War die Rätselfrage zu schwer? Oder war der Kalender nicht genug Anreiz, um bei dem Preisausschreiben mitzumachen? Oder: Brauchen Sie keinen Kalender, weil Sie das Datum auf Ihrem Smartphone ablesen und für geistreiche Sprüche keinen Sinn mehr übrig haben? Oder wie? Oder was…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. Dezember 2016