Szene Ahrensburg: Heute vor 7 Jahren hat es begonnen

Szene Ahrensburg vom 28. Februar 2009

Szene Ahrensburg vom 28. 02. 2009

In einer Ehe spricht man vom „verflixten 7. Jahr“, in dem angeblich die meisten Paare scheitern. Für mich ist das 7. Jahr heute glücklich zu Ende gegangen, nämlich das 7. Jahr meines Blogs Szene Ahrensburg, das am 28. Februar 2009 gestartet ist – siehe Ausschnitt des damaligen Beitrages! Und nie hätte ich gedacht, dass Szene Ahrensburg mal sooo einen großen Zuspruch finden würde, der mich schon „moralisch“ dazu nötigt, weiterzumachen wie bisher. 😉

Zufällig bekam ich genau heute einen Kommentar von Dipl.-Ing. Hermann-Jochen Lange, den Sie aus vielen seiner Kommentare kennen. Und Leser Lange schreibt:

Lieber urlaubender Blogger Dzubilla, bitte erklären Sie Ihrer Gemeinde, was Sie als Blogger antreibt: Ist es Spaß an der Freud und das auch im Urlaub ? Oder versuchen Sie vorrangig eine „Bürgerpflicht“ zu erfüllen ? Treibt Sie die „Bürgerpflicht“, sollten Sie Ihrer Gemeinde erklären, was das ist und warum das Ihrer Meinung nach erforderlich ist. Denn nach meiner Wahrnehmung werden die anderen Ahrensburger Medien nicht von eben dieser „Bürgerpflicht“ zur unparteiischen Information und Aufklärung getrieben, sondern schreiben, weil sie etwas leicht Bekömmliches verkaufen wollen – auf das man eigentlich komplett verzichten kann – zumindest im Urlaub. HJL

aus: "GQ - das Männermagazin für Style und Anspruch"

aus: „GQ – das Männermagazin für Style und Anspruch“


Lieber Herr Lange – in meiner Schulzeit war ich mal Klassensprecher; und während meiner Ausbildung im Verlag Axel Springer war ich Jugendvertreter. Das wird man nicht allein aus eigener Entscheidung, sondern das wird man durch eine Wahl. Oder man wird benannt, so, wie ich vor einigen Jahren mal vom Magazin GQ dazu benannt wurde, „aufgrund meines Lebens- und Karrierewegs prädestiniert“ zu sein, „die 50 Köpfe zu benennen, die in Deutschland Gedanken vorgeben und somit die Meinungen bilden“ – wenn Sie bitte mal auf die nebenstehende Veröffentlichung klicken und erkennen wollen, welch illustrer Kreis hier benannt worden war! Woraus Sie entnehmen, dass meine persönliche Meinung über Menschen und deren Tun nicht nur in Ahrensburg gefragt ist. 😉

Wie gesagt, ich wurde gewählt, weil man Vertrauen in mich und meine Meinung gesetzt hat. Meine eigene Wahl dagegen war dieses Blog mit dem Namen Szene Ahrensburg. Und der Zuspruch meiner Leser zeigt mir, dass viele Bürger in der Stadt Ihr Vertrauen in mich und meine Blog-Einträge setzen und dabei erkannt haben, dass ich schon so einiges in Ahrensburg „bewegt“ habe. 🙂

Was mich zu meinem Blog angetrieben hat und auch heute noch antreibt, sodass ich mein MacBook-Air sogar in den Urlaub mitnehme, ist nicht nur die Achtung, die ich vor meinen Lesern habe, sondern auch das, was Sie „Bürgerpflicht“ nennen. Denn: Es gibt in Ahrensburg zwar fünf politische Fraktionen in der Stadtverordneten-Versammlung, die selten einer Meinung sind, aber es gibt in Ahrensburg keine mediale Opposition, was Sie schon richtig erkannt und beschrieben haben. Da ist die Lokalbeilage einer großen Tageszeitung, deren eigenständige Redaktion in Ahrensburg offenbar vor kurzem aufgelöst wurde, denn die Namen der verantwortlichen Redakteure sind mit dem Impressum verschwunden. Und es gibt ein Online-Werbeportal, bei dem die Stadt Ahrensburg über die Stadtwerke zahlender Partner ist, der dieses Portal von Beginn an finanziert hat, ohne dass ein Stadtverordneter bis heute darüber gestolpert ist. Und es gibt ein altbekanntes Anzeigenblatt, das von Werbung lebt und sich vermutlich schon deshalb mit niemandem in Ahrensburg anlegen möchte.

So, und nun kommt’s, Herr Lange: Man kann bei allem, was in Ahrensburg passiert, einfach wegschauen. Das tun die meisten der Bürger – solange sie keinen Ärger vor ihrer eigenen Haustür haben. 😉 Oder man kann bei Ärger die Fäuste ballen – in den Hosentaschen. Letzteres kann ich nicht. Wenn ich Wut im Bauch habe, dann muss die raus. Und da ich weiß, dass meine Meinung via Szene Ahrensburg in der Stadt „vernommen“ wird, denke ich, dass ich auf dem richtigen Wege bin. Und nicht zu vergessen: Bei Szene Ahrensburg können Bürger ihre Meinung sagen, was z. B. in der Stormarn-Beilage nur äußerst beschränkt möglich ist, zum Beispiel dann, wenn die Leser-Meinung der Redaktion nicht behagt – siehe beispielsweise hier!

Ich versuche oft auch mal, etwas witzig zu sein. Allerdings ist es mir unmöglich, witzig zu sein ohne ein bisschen Bosheit in meinen Witz zu legen. 😉 Und ich versuche auch immer wieder, etwas Positives in unserer Stadt zu finden und schreibe gern darüber.

Was mich sehr nachdenklich macht: Viele Politiker begreifen bis heute nicht, was Social Community bedeutet. Ein Beispiel von Szene Ahrensburg: Der Grüne Politiker Konstantin von Notz (nach eigener Darstellung ein „Netzpolitiker“!)  hält es nicht für nötig, auf meinen offenen Brief zu antworten, den ich ihm natürlich auch direkt gemailt habe. Und so können die Ahrensburger Grünen denn auch nicht erwarten, dass ich deren Pressemitteilungen in Zukunft beachten werde.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Rest-Sonntag, wobei Sie bitte erkennen wollen, dass ich die Sonne von den Kanaren nach Ahrensburg mitgebracht habe! 🙂

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Februar 2016

9 Gedanken zu „Szene Ahrensburg: Heute vor 7 Jahren hat es begonnen

  1. Frau Behnemann

    Glückwunsch zum 7jährigen Bestehen, lieber Hr. Dzubilla! Meine erste Ehe ist im verflixten 7. Jahr in die Binsen gegangen, ich hoffe, dass Szene Ahrensburg noch „Silberhochzeit“ mit uns Lesern feiern wird! 😉

  2. Kassandra

    Herr v. Notz antwortet Ihnen nicht, weil Herr v. Notz nur antworten könnte: „Nein, ich habe nichts zu Szene Ahrensburg gesagt, und die Stormarnredaktion hat mich auch gar nicht zu Szene Ahrensburg befragt, sondern mein Statement wurde aus einem anderen Zusammenhang gerissen und auf die „Blockwarte“-Seite hinein manipuliert, um dem Leser zu suggerieren, ich würde Szene Ahrensburg meinen.“ Doch wenn Herr v. Notz so antworten würde, dann müsste er befürchten, dass Klüngel-Clownbach nie wieder ein gutes Wort über ihn veröffentlichen werden. Und deshalb kuscht der Herr Doktor v. Notz lieber, statt selbstbewusst Stellung zu beziehen. Und genau darum ist es gut, dass es Szene Ahrensburg gibt, denn „Pressefreiheit nützt nur, wenn es unbequeme Journalisten gibt.“ (Dr. rer. Pol Gerhard Kocher) Machen Sie also weiter so, Harald Dzubilla, und seien Sie bedankt für Ihr Wirken! Man sollte Sie für den Bürgerpreis vorschlagen, und das meine ich durchaus ernst!!

  3. Gernleser

    Danke sehr für sieben Jahren Szene Ahrensburg! Machen Sie so weiter, Ahrensburg braucht Ihre starke Stimme, die nicht unerhört bleibt! Dank auch an die Kommentatoren, ich vermute, dass unter den Decknamen auch der eine oder andere Politiker und Rathausmitarbeiter postet. 😉

  4. Anne Frey

    Lieber Herr Dzubilla,
    Liebe Leser von Szene-Ahrensburg,
    Herzlichen Glückwunsch zum 7. Geburtstag von Szene-Ahrensburg. Mit Szene-Ahrensburg ist ein Medium entstanden, in dem Bürger offen über das Geschehen in der Stadt diskutieren und die Teilhabe am politischen Geschehen anmahnen können. Dieses neue Medium versetzt Bürger in die Lage, gegenüber der Politik nicht nur als Fragende aufzutreten, sondern aktiv an der politischen Willensbildung teilzunehmen und politische Entscheidungen zu hinterfragen. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Politik, die Verwaltung und die etablierte Presse mit diesem Medium Schwierigkeiten haben, weil sie auf einmal ungeahnten Widerspruch ernten und ihnen damit ein Teil der Kontrolle und der Deutungshoheit über das politische Geschehen entzogen wird.

    Wie hält es denn die Stormarnbeilage mit der Bürgerbeteiligung? Die Stormarnbeilage behauptet für Ahrensburg eine Bürgerbeteiligung , die gar nicht existiert. Mehrfach war in der Stormarnbeilage zu lesen: „Ahrensburg plant Kino.“ Das ist aber nicht richtig. Tatsächlich wurden die Planungen zwischen den Investoren und der Verwaltung im Rathaus abgestimmt, dann wurden die Planungen den Stadtverordneten vorgelegt und den Bürgern über die Presse bekannt gemacht. Eine Bürgerbeteiligung bei den Planungen hat es aber zu keinem Zeitpunkt gegeben. So wird behauptet, dass wir Bürger etwas wollen, obwohl wir gar nicht gefragt wurden. Dieses Verfahren kommt in Ahrensburg immer wieder zur Anwendung: Wir wurden nicht gefragt, ob wir ein CCA wollen. Wir wurden auch nicht gefragt, ob wir die Bebauung des Lindenhofparkplatzes wollen , und wir wurden auch nicht gefragt, ob wir die Bebauung der alten Reitbahn wollen. Diese Liste ließe sich jederzeit fortsetzen.

    Dass politische Entscheidungsprozesse auch gänzlich anders ablaufen können, zeigt das Beispiel Bargteheide. Dort werden die Bürger von der Verwaltung eingeladen, die Planung für das zukünftige Bahnhofsviertel aktiv mitzugestalten. Dabei geht es nicht um unverbindliche Diskussionen darüber, wie später einmal Planungsdetails umgesetzt werden sollen. Nein, es geht darum, die Interessen und die Bedürfnisse der Bürger kennenzulernen, bevor überhaupt mit einem B-Plan begonnen wird. Ich zitiere aus dem Artikel vom vergangen Samstag: „Planungsalternativen vorstellen und diskutieren mit dem Ziel, ein fundiertes Stimmungsbild für Politik und Verwaltung zu gewinnen. So beschreibt Bürgermeister Henning Görtz die Idee, die hinter dem Stadtdialog steht.“ Als ich am Samstag von diesem Vorgehen las, dachte ich: „Genau so kann Bürgerbeteiligung funktionieren, und genau so können Bürger motiviert werden, ihre Stadt aktiv mitzugestalten.“ Es ist nicht verwunderlich, dass der Bürgermeister der Stadt Bargteheide, der für eine derartige Politik der Bügerbeteiligung und des Konsenses steht, mit überwältigender Mehrheit und parteiübergreifend zum neuen Landrat gewählt wurde.

    Interessanterweise war diese Form der Bürgerbeteiligung der Stormarnbeilage keinen Kommentar wert. Wie gut, dass dies auf Szene-Ahrensburg nachgeholt werden kann.

    Anne Frey

  5. Thomas H.

    In diesem Blog wird immer wieder die Frage gestellt, warum in Ahrensburg so wenige Bürger zu den Sitzungen der Stadtverordneten und der Ausschüsse kommen. Mit dem Kommentar von Frau Frey haben wir eine ziemlich plausible Antwort bekommen.
    Beste Grüße
    Thomas H.

  6. Britta S.

    Und Bargteheide ist weiterhin schuldenfrei, während sich im Ahrensburger Haushalt immer neue Finanzlöcher auftun.
    Britta

  7. Martina Meckelein

    szene ahrensburg ist immer lesenswert – auch für NichtahrensburgerInnen.
    Verspätet, aber nicht minder herzlich: Alles Gute zum 7. Geburtstag 😉
    Meckelein aus Oststeinbek

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