Archiv für den Monat: März 2015

Warum müssen zwei Zwischenhändler am Grundstück der Ahrensburger Bürger verdienen?

Keiner weiß soviel wie alle. Auch der Blogger nicht. 😉 Aber ich habe noch aus meiner Schulzeit in Erinnerung, was mein Lehrer uns Kindern im Unterricht immer gesagt hat, und zwar: „Wenn Du etwas nicht weißt, dann kannst Du fragen!“ Und deshalb frage ich heute die Leser von Szene Ahrensburg.

Sinnbild des sprachlosen Bürgers von Ahrensburg (Bild: HDZ)

Sinnbild des sprachlosen Bürgers von Ahrensburg (Foto: Szene Ahrensburg)

Zur Einleitung: In der letzten Stadtverordneten-Versammlung gab es einen Punkt in der Tagesordnung, der nach Maßgabe der Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung nicht öffentlich beraten wurde, sondern geheim. Hierbei ging es um eine „Grundstücksangelegenheit“, so konnte der ahnungslose Bürger der Tagesordnung entnehmen, bevor er den Marstall verlassen musste.

Der Stormarn-Beilage konnte man gestern entnehmen: „Ahrensburgs Politik stimmt für Gewerbegebiets-Verkauf an WAS“. Und das war das Thema, das unter Ausschluss der Bürger behandelt und entschieden wurde. Und woher weiß der Wendler von der Stormarn-Redaktion von der Entscheidung im Geheimverfahren? Wendler berichtet, dass Bürgermeister Michael Sarach ihm das verraten hat. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. März 2015

Wie „Licht wirkt“: Die Kehrseite im Verkehr

Es vergeht keine Woche, in der wir nicht von Unfällen auf der Autobahn hören oder lesen. Da kippen Transporter um und Autofahrer überschlagen sich. Als Grund wird häufig Unachtsamkeit der Fahrer genannt. Doch warum sind Autofahrer, besonders wenn es Männer sind, in ihrer Aufmerksamkeit im Verkehr abgelenkt? Seit gestern weiß ich es.

image1Auf der Autobahn von Ahrensburg nach Hamburg sah ich den nackten Arsch einer Frau vor mir. Auf der Rückseite eines Fahrzeugs, wo für Toilettenpapier Licht, nämlich abalight, geworben wird – siehe die Abbildung!

Natürlich habe ich, obwohl ich auf der Überholspur war, nach rechts geguckt. Denn ich bin ein Mann. Und jeder normale Mann hätte seine Augen dorthin gerichtet. Und wenn man auf die Abbildung guckt, dann ist man mit seinen Augen nicht auf der Fahrbahn und mit seinen Gedanken ganz woanders, denkt möglicherweise an den Verkehr, der nicht auf der Straße passieren sollte.

Dass es sich hier auch um eine Diskriminierung der Frau handelt, ist eine Meinung, die besonders von Frauenrechtlerinnen vertreten wird. Ich schließe mich dieser Meinung nicht an, denn warum soll eine Frau, die einen hübschen Po hat, diesen nicht im besten Licht präsentieren? Aber bitte nicht auf der Werbefläche an einem Kraftfahrzeug. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. März 2015

Wer möchte sich eine „Tipp-Provision“ verdienen…?

Regelmäßig finde ich Briefe in meinem Kasten, die nicht an mich persönlich gerichtet sind, sondern an den Hauseigentümer, der in meinem Hause wohnt. Absender sind Makler, die gern mein Eigenheim kaufen wollen, bzw. vermakeln an einen Kunden ihrerseits. Der nachstehende Brief von Schnoor & Partner Immobilien aus Hamburg ist besonders bemerkenswert.

(Bild: HDZ)

(Bild: HDZ)

Vorab: Nein, ich will weder mein Haus verkaufen, noch möchte ich aus der Sklavenhändlerstraße wegziehen, obwohl Makler Schnoor mir schreibt: „Die Nachfrage nach EFH und DHH in guter Lage ist höher als das Angebot. Aus diesem Grund suchen wir dringend für unsere Kunden Häuser in Ahrensburg, vor allem im Bereich der Schimmelmannstraße und näherer Umgebung.“

Warum die Kunden so dringend in und um die Schimmelmannstraße ziehen wollen, verrät der Makler nicht. ich selber würde lieber in der Parkallee wohnen oder wenigstens in der Lohe und nicht ausgerechnet in der Schimmelmannstraße, auch wenn der Golfplatz gleich um die Ecke herum zu finden ist, was natürlich für Hamburger Golfer empfehlenswert ist. Und wenn Häuser hier doch so dringend gesucht werden: Vielleicht sollte ich tatsächlich verkaufen und mir dafür ein Haus im Sommerpark kaufen und von dem Rest des Erlöses eine Motoryacht und ein Rennpferd…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. März 2015

Grünes Licht für den Bürgermeisterkandidaten Jörg Hansen

"Hallo, Ahrensburg!" Bürgermeister-Kandidat Jörg Hansen (Grüne)

„Hallo Ahrensburg, ich komme!“ Grüner Bürgermeister-Kandidat Jörg Hansen 

Eigentlich fühle ich mich nicht dazu aufgerufen, Eulen nach Athen zu tragen. Darum trage ich Grünzeug nach Ahrensburg, wenn ich Ihnen sage, was Sie schon lange wissen, nämlich dass Jörg Hansen der Kandidat der Grünen ist für das Amt des Bürgermeisters von Ahrensburg.

Eine offizielle Pressemitteilung  vom Bündnis 90 der Grünen bekam ich heute per Mail und gebe Sie Ihnen hiermit weiter – wenn Sie bitte auf die nachstehende Abbildung klicken wollen! Und wenn die CDU nun auch noch eine Pressemitteilung schickt, dann steht das offizielle Kandidaten-Trio für die Wahl endgültig fest. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. März 2015

Stormarn-Redaktion Abendblatt: Nachrichten von vorgestern

Am Montag war Stadtverordneten-Versammlung im Marstall. Am selben Tage habe ich darüber berichtet, sodass die Leser von Szene Ahrensburg schon am Montag darüber informiert waren, dass das Oktoberfest weitergeht, wann der Alte Lokschuppen geschlossen wird und wie es mit der Haushaltslage der Stadt nach dem Ergebnis von 2011 aussieht. Auch erfuhren Sie, dass der Grüne Stadtverordnete Dirk Langbehn geehrt wurde für 15 Jahre Einsatz im ehrenamtlichen Dienst für unsere Stadt.

Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt: Heute online mit Teil-Nachrichten vom Montag (Bild: HDZ)

Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt: Heute online mit Teil-Nachrichten vom letzten Montag (Bild: HDZ)

Gestern konnten Sie in der Stormarn-Beilage nichts darüber lesen. Ja, die Drucktechnik ist eben etwas langsam. Aaaber: Auch online berichtete die Stormarn-Redaktion weder am Montag noch am Dienstag auch nur ein Sterbenswörtchen über die Stadtverordneten-Versammlung. Erst heute, also zwei Tage (!) danach, erscheint – zeitgleich mit der gedruckten Ausgabe – auch online der Bericht über das Oktoberfest. Und sogar mit einem Kommentar von Lutz Wendler, der gehört haben will, dass es eine „heftige Reaktion in der Stadt“ gegen eine Absage gegeben habe und „dass Gastronomen und Kaufleute der Stadt mit Hilfe des Oktoberfestes ein großes Geschäft machen“. (Um was für ein „großes Geschäft“ es sich bei den Gastronomen gehandelt, verrät der Wendler nicht. Ich vermute, dass viele Oktoberfest-Besucher die Toiletten der Restaurants für ihr großes Geschäft aufgesucht haben.)

Fazit: Am Mittwoch erfahren zahlende Online-Leser von der Stormarn-Redaktion, was am Montag passiert ist. Über die Ehrung eines verdienten Stadtverordneten und den Haushalt finden wir allerdings kein Sterbenswörtchen, weder im Blatt noch online.  Themen, die für den Wendler wohl nicht so wichtig sind, wie sie es für seine Leser gewesen wären.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. März 2015

Stormarn-Beilage: Viel Lärm um nichts!

Was für ein gewaltiger Aufmacher der heutigen Stormarn-Beilage: Großes Bild eines Polizisten mit Schusswaffe. Und die Überschrift lautet: „Amokalarm nach Abi-Streich“ – siehe die Abbildung! Und das Ganze soll passiert sein an einer Ahrensburg Schule, nämlich der Selma-Lagerlöf-Schule.

IMG_3594Richtig ist: Das Foto in der Zeitung stammt gar nicht aus Ahrensburg, sondern aus Bargteheide. Und der Fall in Ahrensburg entpuppte sich schnell als harmlos: Abiturienten hatten zu einer sogenannten Mottowoche aufgerufen, in der Schüler sich zu bestimmten Themen verkleidet hatten. Einer von ihnen trug einen Bundeswehranzug mit einer Spielzeugpistole. Wozu Mitschüler an anderer Stelle berichteten, dass es sich gar nicht um eine Spielzeugpistole gehandelt habe, sondern um eine – Kamera! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. März 2015

Drei kleine Ärgernisse, die sich häufig wiederholen

Es gibt im Leben große und kleine Ärgernisse. Heute berichte ich von drei kleinen, die mir aber häufig auf den Keks gehen. Vielleicht hat die eine oder der andere Leser/in ähnliche Erlebnisse und kann mir einen Rat zukommen lassen, wie man solchen Ärger vermeidet.

IMG_0943Da ist zum Beispiel die Frischhaltefolie, mit der man Lebensmittel einwickelt, um sie im Kühlschrank aufzubewahren. Das funktioniert auch prima. Aber dann passiert es mir häufig, dass ich die Folie einfach nicht mehr von der Rolle abziehen kann, weil sie permanent zerreißt. Die Folge: Ich werfe die Rolle weg, obwohl sie erst zur Hälfte verbraucht ist. Eigentlich müsste man sie doch in den Supermarkt zurückbringen und sein Geld zurückverlangen, oder was machen Sie bei solchem Vorkommnis…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. März 2015

Thema der Stadtverordneten: wildes Urinieren in der City

Gerade komme ich zurück von der städtischen „Chefetage“ im Marstall, wo die Stadtverordneten heute Abend eine Reihe von Punkten abgearbeitet haben. Am meisten diskutiertes  Thema von Politik und Verwaltung: Ahrensburger Oktoberfest. Frage: ja oder nein? Und wenn ja: wann und wie?

15 Jahre dabei: Jörg Langbehn (Grüne) wurde geehrt

15 Jahre dabei: Dirk Langbehn (Grüne) wurde geehrt durch Bürgervorsteher und Bürgermeister

Doch zunächst mal eine Ehrung durch Bürgervorsteher und Bürgermeister: Dirk Langbehn, heute Grüner, früher Schwarzer, wurde geehrt für seine 15jährige ehrenamtliche Tätigkeit für die Stadt Ahrensburg. Gleichzeitig verabschiedete sich Langbehn aus diversen Ausschüssen, die dadurch neu besetzt werden mussten.

Aber zum Oktoberfest: Große Diskussion, als ob Blasmusik & Weißwürste das Zentralthema der Stadt wären. (Immerhin: Rund 20.000 Besucher sollen sich zum letzten Oktoberfest in der Großen Straße eingefunden haben.) Mitglieder des Stadtforums wurden vorstellig in der Einwohnerfragestunde, um für den Fortbestand des Festes zu argumentieren. Bei den Politikern war die Feststimmung geteilt: CDU und FDP wollten die weiß-blauen Rauten in der Großen Straße, während SPD, Grüne und WAB weniger in Oktoberfestlaune waren. Am Ende einigte man sich auf einen Kompromiss, mit dem die WAB als Zünglein an der Wage für eine Mehrheit gesorgt hat: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. März 2015

Marstall-Galerie: Nachtrag bzw. Ausblick auf ein Würstchen

Gestern habe ich Ihnen von meinem Besuch der zur Zeit laufenden Kunst-Ausstellung im Marstall berichtet. bei der es sich vermutlich um einen Fake der Sparkasse Holstein handelt in Zusammenarbeit mit dem Kreis Stormarn. Und in meinem Bericht habe ich etwas vergessen, nämlich den Hinweis auf die kommende Ausstellung, die im nächsten Monat an diesem Ort beginnt und voraussichtlich wieder von Stiftungen und Kreis finanziert wird.

(Bild: HDZ)

(Bild: HDZ)

Nebenstehend sehen Sie, was nach Suse Wiegand kommt, nämlich Baldur Burwitz, der beweist, dass Nomen = Omen ist – wenn Sie sich bitte mal das nebenstehende Exempel anschauen wollen, das vermutlich Bestandteil der nächsten Ausstellung in der Galerie im Marstall sein wird!

Oder irre ich mich? Ist das Bild vielleicht nur ein Hinweis darauf, dass es in der Galerie im Marstall nun auch einen Imbiss gibt im Rahmen der Performance von Baldur Burwitz…? Dann könnten dazu vielleicht auch die Kinder eingeladen werden, die durch blaue Fähnchen auf der Schlosswiese symbolisiert werden, weil sie nicht ausreichend Nahrung bekommen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. März 2015

Werbung in der Stormarn-Beilage: Den Frühling genießen und dabei an den Tod denken

Der Frühling ist die Jahreszeit der Wiederauferstehung unserer Natur. Für die meisten Menschen ist das die schönste Jahreszeit überhaupt, zumal danach der Sommer kommt, der ja auch nicht unbeliebt ist, im Gegensatz zum Winter, den viele Menschen lieber überspringen würden – genauso wie ich.

(Bild: HDZ)

(Bild: HDZ)

Am vergangenen Wochenende las ich in der Stormarn-Beilage zwei Beiträge übereinander, die betitelt warten: „Den Frühling in der Stadt genießen“ und: „Nicht an den Tod zu denken macht nicht unsterblich“ – siehe die nebenstehende Abbildung! Hierbei handelt es sich um redaktionell gestaltete Werbung, die auf einer Anzeigenseite zu finden war. 

Das passt natürlich wunderbar zusammen, denn das Wichtigste am Leben ist der Tod – für einen Bestattungsunternehmer. Und so einer verbirgt sich auch in dieser Werbung. Daneben fehlt nur noch die Werbung einer Apotheke, wo uns gesagt wird: „Nicht zu früh über Gesundheit freuen, die nächste Krankheit kommt bestimmt!“

Thomas Bernhard: „Alles ist lächerlich, wenn man an den Tod denkt.“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. März 2015