Haupt- und Nebenbemerkungen zur Versammlung unserer Stadtverordneten

Was gab es sonst noch zu erwähnen von der Versammlung der Stadtverordneten am gestrigen Abend im Marstall? Wichtigste Entscheidung, und zwar einstimmig: Angelika Andres bekommt 15.000 Euro, um nach Monaten in Wartestellung endlich damit zu beginnen, die Meinungen anderer Leute einzuholen, wie denn das Marketing der Stadt Ahrensburg passieren sollte. Vielleicht Monopoly nach dem Motto: Gehe mit 15.000 Euro über Los und kaufe Meinungen auf dem Rathausplatz…?

Angelika Andres zeigte Begeisterung darüber, dass sie nach über einem halben Jahr nun endlich arbeiten darf!

Angelika Andres zeigte Begeisterung darüber, dass sie nach über einem halben Jahr nun endlich arbeiten darf!

Bemerkenswert: Der Bürgermeister ist ja kein Stadtverordneter und muss auch keiner Partei angehören, da er überparteilich walten und gestalten soll. Aber wenn der Bürgermeister gestern etwas gesagt hat, dann trommelten die SPD-Stadtverordneten mit ihren Händen genossenschaftlich auf die Tische. Als einzige Fraktion. Was soll der Bürger davon halten…?

Bürgermeister Michael Sarach berichtete im TOP 7 „Berichte/Mitteilungen des Bürgermeisters“ darüber, dass gegen den Plakatkleber, über den ich am Sonntag berichtet habe, inzwischen Strafantrag von Seiten der Stadtverwaltung gestellt wurde. Na bitte, geht doch!

Ehrung für Detlef Levenhagen (CDU) für 10jährige Tätigkeit als Stadtverordneter. Während der Laudatio durch Bürgervorsteher Roland Wilde beschäftigte Bürgermeister Sarach sich für alle sichtbar mit seinen Akten.

Besucht haben die Stadtverordneten-Versammlung gestern Abend 12 (zwölf) Bürger. Der Parkplatz Veranstaltungsplatz vom Kulturzentrum Marstall stand aber ohnehin nur teilweise für Besucher zur Verfügung. Einerseits wegen der Dauerparker vom Parkhotel, andererseits wurde der Platz abgesperrt, weil er für heute gemietet wurde von der Firma Edding.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Juni 2015

13 Gedanken zu „Haupt- und Nebenbemerkungen zur Versammlung unserer Stadtverordneten

  1. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    diese 15.ooo Euro sollten doch in der Besoldung von Frau Anders integriert sein. Was macht Frau Anders dennn sonst noch den lieben langen Tag? Bleistifte anspitzen für5 100 Euro pro Tag? Wenn in Ahrensburg Palmen wachsen würden, würde ich draufklettern.
    Mit Kopf-aua- Grüßen
    Wolfgang König

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Lieber Herr König – Sie wiederholen das, was ich seit Monaten erzähle. Aber die Stadtverordneten glauben uns nicht, die glauben immer noch an den Jahrmarkt im Himmel. Nicht ein/e einzige/r Stadtverordnete/r ist gestern aufgestanden, ans Mikrophon gegangen mit der Frage: „Warum zusätzlich zum Gehalt von Frau Andres noch 15.000 Euro ausgeben?!“ Aber Beschwerden wurden laut, dass Herr Kienel seine Arbeit von freien Honorarkräften hat erledigen lassen, was die Abschlüsse betrifft. Fazit: Wenn Frau A. ihren Aufgaben nicht gewachsen ist, dann gehört sie nicht ins Rathaus. Mit Bauch-, Magen- und Kopfschmerzen – Harald Dzubilla

      1. Sabine Heinrich

        Aber – wo soll sie hin?
        Susanne Gaschke, die seinerzeit als Quereinsteigerin das Kieler Rathaus durcheinandergewirbelt und deutschlandweit für negative Schlagzeilen gesorgt hat, konnte wenigstens nach ihrem schnellen Scheitern als Oberbürgermeisterin zurück in ihren alten Beruf als Journalistin, wo sie m.E. recht gute Arbeit leistet.
        15.000€ extra – und das wird von allen abgenickt? Unglaublich!!!
        Ich finde, das bringt das Fass, die Geldverbrennung in Ahrensburg betreffend, endgültig zum Überlaufen!
        Meiner Ansicht nach sollte der Bund der Steuerzahler auf Ahrensburg aufmerksam gemacht werden! Leider habe ich nicht das Hintergrundwissen wie Sie, Herr Dzubilla, und andere – wie z.B. Herr Lange.
        So ein schlechtes Benehmen wie das von Herrn Sarach ist leider zunehmend zu beobachten – auch von anderen Leuten, von denen man es nicht erwartet.
        Schön, dass wenigstens gegen den Plakatkleber Strafanzeige erstattet wurde!
        Ich bin froh, in Großhansdorf zu wohnen und damit in geordneten politischen Verhältnissen – auch Geldverschwendung gibt es hier nicht.

      2. Observator

        Hallo Herr Dzubilla! Ich habe mich auch schon des Öfteren gefragt: Wenn die Mitarbeiter von Kienel fachlich nicht dazu in der Lage sind, die Abschlüsse selber zu erledigen und sich dafür externes Personal einkaufen – was, um alles in der Welt, machen diese Mitarbeiter dann an Stelle der Abschlüsse? Vielleicht einen Betriebsausflug…?

  2. Uwe Bartels

    Na nu gönnen Sie den Damen und Herren des Ahrensburger Rathauses doch ihren Betriebsausflug…bestimmt macht auch die Verwaltung der Waldgemeinde (und vom Supermarktbauvirus befallenen) Großhansdorf dann und wann einen Ausflug…nicht wahr liebe Frau Heinrich…

    1. Sabine Heinrich

      Hallo, Herr Bartels,
      meine Kritik richtet sich gegen Betriebsausflüge während der Arbeitszeit, die auch noch wie diese bezahlt werden. Ich kenne keine anderen Berufe (aber ich kann ja nicht alles wissen 😉 ) , in denen das heutzutage – anders als vor wenigen Jahrzehnten – noch so gehandhabt wird.
      Ich gönne den Ausflug fast allen Rathausmitarbeitern von Herzen, verstehe aber nicht, warum dieses Vergnügen nicht an einem Sonnabend stattfinden kann. Andere Arbeitnehmer machen am Wochenende sogar (oft anstrengende) Fortbildungen, die sie ganz oder teilweise aus ihrer eigenen Tasche zahlen müssen.
      Zu Ihrem Seitenhieb auf Großhansdorf: Selbst, wenn hier auch Betriebsausflüge während der Arbeitszeit stattfinden sollten – was sich meiner Kenntnis entzieht und was ich generell nicht gutheiße – würde sich kaum jemand darüber aufregen, weil hier im Rathaus sehr gute Arbeit geleistet wird, Transparenz kein Fremdwort ist, Bürgernähe praktiziert wird und es Kungeleien seit dem Amtsantritt von BM Voß nicht mehr gibt. Sein Vorgänger war übrigens nicht in der SPD! 😉

      Viele Grüße von der Insel der Seligen!
      Sabine Heinrich

  3. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    bei mir gegenüber ist wieder so ein quaderförmiges, zweigeschossiges Schuhkarton-Wohnhaus hochgezogen worden. Die Verwaltung (das Bauamt) ist einfach nur gefühllos. Die bringen unsere Wohnstrukturen durcheinander. Woanders greiben sie in die Eigentumsrechte ein (Erhaltungssatzung Villengebiete) uns hier zerstückeln die die alten Baustrukturen. Ich möchte nun auch eine Erhaltungssatzung für das Waldgut Hagen.
    Gestern hatte ich ein längeres Gespräch. Darin ist zum Ausdruck gekommen, dass unser Bürgermeister in Privataudienzen seine Gesprächspartner grob abbügelt, wenn er nicht mehr weiterweiß. Ich sollte ihn auf seine letzten Tagen mit einem Zeugen besuchen, um meine offenen Fragen beantworten zu lassen.
    Ich werde mich aktiv an der Wahl beteiligen und all meine Verwandten, Freunde und Bekannten für ein Bier- und Weinfest im September aufscheuchen.
    Mit wählerischen Grüßen
    Wolfgang König

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Lieber Wolfgang König – könnten Sie nicht schon mal vorab Ihre Kollegen von der WAB-Stadtverordneten-Fraktion aufscheuchen…? Mit hoffnungsvollen Grüßen – Harald Dzubilla

  4. Wolfgang König

    Wieso, die haben sich doch ganz richtig mit drei anderen Parteien für Herrn Conring entschieden! Und alle anderen Anhänger werden sich vermutlich auch für Herrn Conring entscheiden. Oder möchten Sie doch noch kandidieren?

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