Der „Dicke Shitstorm“ ist ein neuer und ideeller Preis, vergleichbar mit dem „Goldenen Windbeutel“ von der Verbraucherorganisation foodwatch. Der „Dicke Shitstorm“ wird von Szene Ahrensburg vergeben, und zwar
an Menschen oder Unternehmen, die mit ihrer Egozentrik andere Menschen behindern, belästigen oder gar schädigen. In diesem Monat bekommt die Ahrensburger Firma Kleinke den „Dicken Shitstorm“ mit folgender Begründung:
Die Rantzaustraße in Ahrensburg ist eine vielbefahrene Straße und auch ein Schulweg. Hier gibt es keine Radwege; und die Bürgersteige sind nur sehr beschränkt nutzbar, sodass dort auch kleinere Kinder schwerlich auf ihrem Fahrrad fahren können. Die Rantzaustraße wird nicht nur befahren von Autos und Fahrrädern, sondern es ist auch eine Straße, in der Busse verkehren. Und in dieser Straße
behindert die Firma Kleinke schon seit Monaten den Verkehr, indem sie dort täglich einen Firmenwagen parkt, und zwar voll auf der Fahrbahn an der Ecke Schimmelmannstraße, sodass auch Verkehrsteilnehmer, die aus dieser Straße in die Rantzaustraße abbiegen wollen, bei ihrer Sicht auf entgegenkommende Fahrzeuge behindert werden. Und nicht selten parkt auch noch ein Pkw hinter oder vor dem gelben Firmenwagen – siehe die Abbildungen!
Hierzu die Anmerkung des Bloggers: Auf Szene Ahrensburg wurde die Firma Kleinke schon mehrfach darauf hingewiesen, dass sie mit ihrem geparkten Firmenwagen andere Verkehrsteilnehmer erheblich behindert.
Offensichtlich haben sich all diese kritischen Beiträge nicht bis zu dieser Firma herumgesprochen. Auch das von einem hilfsbereiten Anlieger an der Windschutzscheibe des Fahrzeugs angebrachte Kärtchen – siehe Abbildung rechts! – wurde vom Fahrer nicht beachtet; seit Monaten parkt er dort weiterhin auf der Fahrbahn.
Postskriptum: Dass das Parken an der besagten Stelle nicht verboten ist, sei der Vollständigkeit halber festgehalten. Aber: Auch Ehebruch oder Untreue in einer Beziehung sind nicht strafbar. Was ich damit sagen will: Eine Handlung kann moralisch verwerflich, fies, egoistisch oder sozial schädlich sein – solange sie nicht explizit im Strafgesetzbuch (StGB) oder einem Nebengesetz unter Strafe gestellt ist, ist sie genauso erlaubt wie das egoistische Parken auf der Fahrbahn mit Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer.
Und: Auch der „Goldene Windbeutel“ wird an Firmen vergeben, deren Handlungsweise nicht strafbar, wohl aber verwerflich ist.

Ach – auch ein „Ichling“?
ICH darf das! (Ist ja nicht verboten!)
ICH darf auch über das Rondeel mit Roller und Rad rasen!
ICH darf meinen Hund unangeleint durch Wälder und an Teichen entlang laufen lassen, obwohl es dort sogar verboten ist.
ICH darf mit extrem lärmenden Gartengeräten die Nachbarschaft stundenlang terrorisieren – Hauptsache, ICH habe meinen Spaß!
ICH – ICH – ICH!
Glücklicherweise ist die weitaus größte Mehrheit der Menschen rücksichtsvoll, freundlich und hilfsbereit; aber diese paar ausgemachten Egoisten können einem manchmal schon das Leben – zumindest vorübergehend – vergällen.
Wenn ICH in den von mir genannten Fällen handeln könnte wie ich wollte, hätte ich wohl Justitia am Hals!
Was das Automobil der Firma Kleinke betrifft, hätte ich schon ein paar unkonventionelle Ideen – aber die verrate ich hier aus Gründen des Selbstschutzes nicht.