Schlagwort-Archiv: Ahrensburg

Bischöfin Fehrs: Orgel wichtiger als Evangelium

Heute mal wieder ein polemischer Blog-Eintrag. Das Thema: Kirche. Genauer: Evangelisch-Lutherische Kirche. Und noch genauer: Evangelisch-Lutherische Kirche in Großhansdorf und Ahrensburg.

Bildschirmfoto 2013-11-07 um 10.35.55Die Stormarn-Beilage informiert uns darüber, dass nicht nur Ballett-Star John Neumeier die Schirmherrschaft über die neue Orgel in der Großhansdorter Auferstehungskirche in Schmalenbeck übernommen hat, sondern auch Bischöfin Kirsten Fehrs. Und wir lesen im Blatt:

“Das Weihnachtsoratorium von Bach ist für mich eine Quelle von Energie, Tiefgang, Leidenschaft, Zärtlichkeit und Geborgenheit im Glauben”, sagte die Geistliche. Die Kraft des Tanzes in der Choreografie Neumeiers potenziere diese Musik durch alle Sinne. Fehrs: “Der Dialog von Kultur und Religion wird dadurch eindrucksvoll bereichert.” Und diesen Dialog werden Fehrs und Neumeier in Großhansdorf führen.“

Das ist wundersam in meinen Augen. Ich muss erkennen: Die Bischöfin kommt nicht in die Sankt Johanneskirche nach Ahrensburg, übernimmt nicht die Schirmherrschaft für das Gotteshaus und spricht: “Das Evangelium ist für mich eine Quelle von Energie, Tiefgang, Leidenschaft, Zärtlichkeit und Geborgenheit im Glauben“ und “Der Dialog zwischen Kirche und Gemeinde wird dadurch eindrucksvoll bereichert“, sondern sie mag offenbar Johann Sebastian Bach lieber als Sankt Johannes.

Martin Luther hat gesagt: “Die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht.” Und die Musik in der Sankt Johanneskirche ist verstummt, weil der Probst das Kirchentor zugeschlossen hat.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 7. November 2013

Stormarn-Beilage: neue Mutmaßungen von mutmaßlichen Praktikanten

Bildschirmfoto 2013-11-06 um 08.49.56Heute durften die Praktikanten der Stormarn-Beilage mal wieder frei auf der Titelseite des Abendblatt-Supplement fabulieren. Damit wollen  sie ein unglaubliches Wissen dokumentieren, nämlich mehr als die Polizei erlaubt.

Da ist zunächst einmal ein Mord an einem Russen in Barsbüttel. Schlagzeile der Stormarn-Beilage: “Barsbütteler ersticht 38-Jährigen”. Diese Aussage zeigt von Mehrwissen der beiden Schreiber, denn für die Polizei gibt es lediglich einen Tatverdächtigen, wie man im nachfolgenden Text erfährt; und weitere Personen sind wegen der Tat vorläufig festgenommen worden. Aber die Stormarn-Beilage weiß schon, dass der Mörder ein Barsbütteler ist. Auch hat die Polizei nicht, wie die Stormarn-Beilage schreibt, ein Zelt am Tatort aufgestellt, sondern es ist ein Baldachin, wie man auf dem Foto deutlich sichtbar erkennt.

Zweiter Aufmacher der Titelseite: “Wer zieht ins Lokal am Rondeel?” Richtig ist: Bis jetzt ist dort noch gar kein Lokal im Sinne von Gastronomie, sondern ein potentielles Geschäftslokal. Hier wird zur Zeit umgebaut, und die Redaktion der Stormarn-Beilage hat bei der Baufirma geschnüffelt, um zu erfahren, was denn dort wohl entsteht. Und von ihrem ergebnislosen Ergebnis informieren die Schreiber sogar ihre Leser – donni, donni aber auch! Und die in der Überschrift gestellte Frage der Stormarn-Beilage wird in dem Beitrag gar nicht beantwortet. Nur eine Mutmaßung, für die die Redaktion keine Bestätigung bekommen hat.

Und so mutmaße ich mal, dass die Damen und Herren so verzweifelt nach Themen aus Ahrensburg suchen, dass sie sich diese quasi aus den Fingern saugen und Mutmaßungen statt Tatsachen drucken müssen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. November 2013

Ahrensburg: Radfahrer im Dunkel der Nacht

Ich weiß nicht, ob Sie Radfahrer sind. Damit meine ich, ob Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind in Ahrensburg. Ich fahre zwischendurch gern in die Stadt auf meinem Fahrrad, zumal ich dann an jeder Ecke einen Parkplatz finde. Heute Abend jedoch empfand ich das Fahrradfahren als ziemlich anstrengend.

Radweg-201100281918Der Grund ist die Dunkelheit. Und die Lampe des Fahrrades leuchtet ja kaum den Weg aus, sondern die Lampen von Fahrrädern dienen mehr dazu, von entgegenkommenden Fahrzeugen wahrgenommen zu werden. Und dabei habe ich heute am eigenen Leibe erfahren, wie besch…eiden doch die Straßenlaternen von Ahrensburg sind.

Während Kreuzungen gut ausgeleuchtet sind, sind es die Fahrradwege in der laufenden Straße nicht. Die Laternen sind Funzeln, deren Licht kaum auf die Wege und Straßen fällt. Dazu kommt, dass es Autos gibt, die zwischen Bürgersteig und Fahrradweg parken, und zwar so, dass der Spiegel in den Radweg ragt. Das ist für den Radfahrer in der Dunkelheit echt gefährlich.

Okay, es mag Leute geben, die bessere Augen haben als ich, und die im Dunkeln noch den Fahrradweg und die Bordsteinkante deutlich erkennen. Aber das ändert meiner Meinung nach nichts am schwachen Licht der Straßenlaternen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. November 2013

Und immer noch liegen Wackersteine auf der Fahrbahn!

2013-11-05 13.10.11Vor Tagen habe ich bereits darauf hingewiesen, dass in der Schimmelmannstraße auf der Fahrbahn ein Hindernis liegt, das umrandet ist mit Wackersteinen – siehe Corpus Delicti!

Dieser Hinweis wurde von der Stadtverwaltung auf Szene Ahrensburg zur Kenntnis genommen. Und sowohl der Laubsaugerwagen der Stadt ist darum herum gefahren wie auch der 2013-11-05 13.10.02Kehrwagen der Stadtreinigung. Niemand interessiert dieses Hindernis offensichtlich. Und wenn hier etwas passiert im Straßenverkehr, dann hat natürlich niemand etwas gewusst von den Pflastersteinen auf der Fahrbahn, die vermutlich ein geistig umnachteter Mensch dort hingeschafft hat.

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. November 2013

Ahrensburger Löcher: Kinderspiel? Beamtenbeschäftigung?

Wenn man über den Rathausplatz von Ahrensburg geht, dann geht man über graue Verbundsteine. Und wenn der Blick nach unten fällt, dann erkennt der Spaziergänger, dass dort in der Pflasterung viele Löcher sind. Und wer genauer hinschaut, der erkennt außerdem: An den Löchern hat jemand mit roter und grüner Farbe Tupfer angebracht. Die sind offenbar schon etwas länger dort, weil der Regen sie bereits etwas verblassen ließ.

Und was fragen wir Bürger uns da? Der Bürger Dzubilla hat – wie immer – eine Reihe von Fragen zu diesen Farbtupfern. 1. Waren es Kinder, die hier das Spiel gespielt haben: “Fang mich doch, Du Eierloch!”? 2. War es der Beamte Dorow aus dem Ahrensburger Rathaus, der zuständig ist für den Wochenmarkt, und der diese Markierungen eigenhändig angebracht hat, damit kein Marktbesucher ins Loch tritt? 3. Oder waren es Frau Wahl und Frau Werner vom Verein Bürger für Ahrensburg, die mit dieser Aktion darauf hinweisen wollen, dass die Stolpersteine beseitigt werden sollen…?

Oder weiß jemand von Ihnen vielleicht eine Antwort?

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Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. November 2013

Weißt Du, wieviel Sternlein stehen…?

Zum Thema “Weihnachtssterne in Ahrensburg” schrieb ich an dieser Stelle einen Kommentar, und zwar am 31. Oktober 2013 um 17:55 Uhr. Und mein Kommentar lautete: “Dann will ich meinen Stern aber zurück haben und werde ihn vor meiner eigenen Haustür selber anbringen!”

Bildschirmfoto 2013-11-02 um 09.53.55Heute bringt die Stormarn-Beilage in einem riesengroßen Bericht, in dem im Grunde nur steht, dass der Bürger Heinz Gérard seinen Weihnachtsstern zurückhaben möchte, um ihn in seinem Garten aufzuhängen. Und die Stormarn-Beilage schreibt wider besseres Wissens, dass damit der erste Spender seinen Stern zurückfordert, obwohl der Spender im Kleingedruckten deutlich erklärt, dass er das so ganz ernst nicht meint.

Und ich zitiere mich noch einmal. Bereits am 30. Oktober 2013 habe ich an dieser Stelle geschrieben: “Ich war bei beiden Veranstaltungen unter dem Motto: “Ein Stern, der Deinen Namen trägt” zugegen. Auch ich habe einen Stern gekauft und gespendet. Weil ich den Initiatoren geglaubt hatte, nämlich Götz Westphal und Michael Sarach, unter deren Namen die Sterne-Aktion gelaufen ist. Wenn die es jetzt nicht noch in letzter Minute fertigbringen, eine Lösung zu bringen und die Sterne an die Masten, dann haben sie damit der Stadt einen Schaden zugefügt, der in Euro nicht zu messen ist.”

Diesen Hinweis auf “die letzte Minute” scheint man sowohl im Rathaus als auch im Stadtforum ernstgenommen zu haben, denn die Stormarn-Beilage berichtet heute am Rande (!) über das Wichtigste zu diesem Thema, dass nämlich beide Parteien sich noch einmal zusammengesetzt haben, um die Sache zu bereinigen. Und ich gehe davon aus, dass die Sterne über Ahrensburg leuchten werden. Der von Heinz Gérhard genauso wie meiner und die übrigen 158. 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. November 2013

Ahrensburg braucht einen neuen Ausschuss – dringend!

In Ahrensburg gibt es genau so viel Ausschuss wie Ausschüsse in der Politik. Da haben wir den Hauptausschuss, den Bau- und Planungsausschuss, den Sozialausschuss, den Werkausschuss, den Umweltausschuss und den Finanzausschuss. Warum, wieso und weshalb hat Ahrensburg eigentlich keinen Wirtschaftsausschuss…?

NachtDass das Thema “Parkplätze” in Ahrensburg vom Bau- und Planungsausschuss behandelt wird, ist genauso unpassend wie die Beleuchtung in der Weihnachtszeit, die vom Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss behandelt wird. Oder haben die Weihnachtssterne des Stadtforums etwas mit Bildung, Kultur und Sport zu tun…?

Solche Themen gehören in einen Wirtschaftsausschuss, wo alle Themen bezüglich der städtischen Wirtschaft behandelt werden. Parkplätze für einkaufende Kunden sind genauso ein wirtschaftliches Thema wie eine Dekoration der Stadt, die nicht nur die Herzen erfreut, sondern auch die Einkaufsstadt Ahrensburg sichtbar werden lässt.

In die nächste Tagung vom Wirtschaftsausschuss in dieser Woche könnte der Bürgermeister dann seinen Eilantrag einbringen, nämlich dass von Mitte November bis Ende Dezember 2013 alle Parkplätze in der Stadt gebührenfrei sind und mit einer Parkscheibe für zwei Stunden benutzt werden können.

Mehr noch: Gleichzeitig legt der Bürgermeister dem Wirtschaftsausschuss seinen Eilantrag vor, dass von Mitte November bis Ende Dezember 2013 der Stormarnplatz für freies Parken zur Verfügung steht und mit einer Parkscheibe für zwei Stunden lang kostenlos beparkt werden kann.

Und dann ist da noch was, nämlich mein beliebtes Thema “Plakate”. Bis heute weiß ich nicht, was die Stadt für die Reklameduldung an der Stadtbücherei pro Jahr einnimmt. Ebenso ist mir nicht bekannt, wie hoch der Betrag ist, mit dem  e.eon-Hanse als Partner vom badlantic an den Kosten für die Werbung Poster in den City-Light-Säulen zur Kasse gebeten wird. Auch der Marstall-Verein schaltet hier Werbung. Wo werden die Einnahmen der Stadt verbucht…? Und auf die CLP von den Stadtwerken habe ich ja schon hingewiesen. Dieses sind Themen, die von der Ahrensburger Politik nicht behandelt werden, weil es eben keinen Wirtschaftsausschuss gibt. Und der könnte entscheiden, dass die gesamten Werbeeinnahmen der Stadt dafür verwendet werden, die Weihnachtssterne in der Stadt anzubringen, die den Kunden den Weg zum Einkaufen in Ahrensburg erleuchten sollen.

Aber wir wissen ja: Mit der Erleuchtung in Ahrensburg ist das so eine Sache… 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 1. November 2013

Und hier, liebe Ahrensburger, steckt das Geld für unsere Weihnachtssterne!

In der Stadt Ahrensburg stehen diverse beleuchtete Werbesäulen, in denen sogenannte CLPs hängen. CLP steht für: City Light Poster. Diese Säulen gehören der französischen Firma JCDecaux. Und die Städte, in denen diese Säulen stehen, bekommen jeweils eine Seite davon für ihre eigenen Zwecke zur Verfügung gestellt.

2013-10-31 12.22.07Zur Zeit sehen wir dort Plakate der Stadtwerke. Diese Dienstleistungsunternehmen gehören zwar der Stadt, haben aber ihre eigene Buchführung, wie der Bürgermeister immer wieder gern betont. Was wiederum bedeutet: Die Stadtwerke müssen an die Stadt für diese Werbeflächen bezahlen, die bekanntlich nicht billig sind. Hierzu mein Vorschlag: Für dieses gezahlte Geld könnte die Stadt dann bei den Stadtwerken den An- und Abbau der Weihnachtssterne bezahlen! 🙂

Sollte es aber so sein, dass die Stadtwerke gar nicht die “städtische Seite” der Säule belegen, sondern dass sie die Werbefläche direkt beim Vermarkter JCDecaux bestellt und bezahlt haben, dann kann ich meinen Kopf gleich zweifach schütteln. Denn die Stadtwerke fordern mit ihren albernen Plakaten die eigenen Kunden (“Meine Stadtwerke”) dazu auf, ihre Verträge über Gaslieferung zu wechseln. Dazu der peinliche Satz: “Gastarife ganz nach Ihrem Geschmack”.

Wer so einen Blödsinn fabuliert, hat scheinbar zuviel eigene Gase im Darm. Und ich frage mich: Wer macht eigentlich die Reklame für die Stadtwerke? Eine Ahrensburger Werbeagentur? Und falls ja: welche? Und wie wurde die ausgewählt? Durch einen Pitsch, wie man in Fachkreisen die Wettbewerbe der Agenturen um einen Werbeetat nennt? Oder wurde hier mal wieder gekungelt wie in Sachen Rathaus-Journal, wo heute eine Hamburger Werbeagentur, die sich  klammheimlich aus Ahrensburg davongemacht hat, den lukrativen Auftrag eingesackt hat…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. Oktober 2013

Stormarn-Beilage und die halbe Wahrheit

Die Stormarn-Beilage hat im Archiv gegraben und macht heute auf mit einem Foto, das über zwei Jahre alt ist. Auf diesem Foto halten der Vorsitzende vom Stadtforum, Götz Westphal, und der in Ahrensburg wohnende Kabarettist Horst Schroth einen Stern in Händen. Und die Stormarn-Beilage schreibt dazu: 

“Vor dem Ärger: Götz Westphal vom Stadtforum und Kabarettist Horst Schroth halten den Weihnachtsstern von Bürgermeister Michael Sarach – siehe die Abbildung!”

Bildschirmfoto 2013-10-30 um 08.52.03Diese Angabe ist nur die halbe Wahrheit. Und eine halbe Wahrheit ist bekanntlich eine ganze Unwahrheit. Richtig ist: Götz Westphal vom Stadtforum und Kabarettist Horst Schroth halten auf dem Foto das Entwurfsexemplar eines Weihnachtssterns in Händen, das sie symbolisch mit dem Namen des Bürgermeisters versehen haben. Später bekam der Bürgermeister vom Stadtforum einen Stern, der seinen Namen trägt – geschenkt.

Ich war bei beiden Veranstaltungen unter dem Motto: “Ein Stern, der Deinen Namen trägt” zugegen. Auch ich habe einen Stern gekauft und gespendet. Weil ich den Initiatoren geglaubt hatte, nämlich Götz Westphal und Michael Sarach, unter deren Namen die Sterne-Aktion gelaufen ist. Wenn die es jetzt nicht noch in letzter Minute fertigbringen, eine Lösung zu bringen und die Sterne an die Masten, dann haben sie damit der Stadt einen Schaden zugefügt, der in Euro nicht zu messen ist.

Bild ohne Worte

Bild ohne Worte

Im letzten Jahr ist der Weihnachtsmarkt am Schloss, den der Bürgermeister großspurig versprochen hatte, in die Hose gegangen. Der kleine Advents- und Weihnachtsmarkt vom Bürgerverein konnte in diesem Jahr “gerettet” werden mit Hilfe der Politiker. Und:

Im kommenden Jahr will Ahrensburg den 700. Geburtstag der Stadt feiern. Mein Vorschlag an die Bürger: Wir sollten nicht hingehen zu diesem Geburtstag, der vermutlich mit Hamburgern bei McDonald’s gefeiert wird.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Oktober 2013

Schmierentheater im Marstall! Gespielt wurde das bekannte Stück: “Sterntaler fallen nicht vom Himmel”

27 Jahre ist es her, als Stephan Remmler gesungen hat: “Keine Sterne in Athen” Und heute bekam der Song eine Fortsetzung mit dem neuen Refrain: “Keine Sterne in Ahrensburg”. Was meint: Die Weihnachtsbeleuchtung wird es in der Schlossstadt in diesem Jahr nicht geben – es sei denn, das Stadtforum finanziert die An- und Abmontage der Sterne, die von Bürgern und Kaufleuten gestiftet wurden.

120px-DBP_1959_324_Wohlfahrt_SterntalerWieder mal stand unser Schweriner Gastarbeiter in der Kritik während der Stadtverordneten-Versammlung am heutigen Abend  im Marstall. Michael Sarach hat nach eigenem Bekunden mit dem Stadtforum vom Frühjahr an bis noch vor kurzem verhandelt und erklärte zu seiner eigenen Entschuldigung: “Was nützt es, wenn die eine Seite (gemeint: die Stadt) sich bewegt, aber die andere Seite (gemeint: das Stadtforum) statisch bleibt?” Wozu der Bürgermeister von Tobias Koch (CDU) gefragt wurde, ob er versehentlich seine Rede aus dem vergangenen Jahr noch einmal gehalten hat, und warum er denn nicht rechtzeitig den Mund aufgemacht hat sondern bis kurz vor Weihnachten gewartet hat.

Aus der Not heraus stellte Koch im Namen der CDU den Antrag, dass die Stadt in diesem Jahr erneut die Kosten für die Sterne übernehmen soll. Der Fraktionschef: “In Ahrensburg dürfen zu Weihnachten die Lichter nicht ausgehen!” Und Thomas Bellizzi (FDP) pflichtete dem Antrag für seine Fraktion bei: “Erbärmlich, wenn eine Stadt wie Ahrensburg das nicht hinbekommt!”  

Aber keine Chance bei den übrigen Fraktionen! Christian Schubbert (Grüne): “Die Weihnachtsbeleuchtung ist keine städtische Aufgabe.” Doris Unger (SPD): “Wir müssen für Vereine und Schulen um jeden Euro kämpfen!” Dazu ihr Parteigenosse Achim Reuber: “Die Wirtschaft hatte ein Jahr Zeit, das Thema zu klären. Wir dürfen keine Steuergelder verschwenden!” Und Hinrich Schmick von der WAB kritisierte den Bürgermeister (“Herr Sarach, warum haben Sie uns nicht rechtzeitig informiert?!”), und meinte, dass die Stadt nicht wegen der Kosten geradezustehen hätte.

Das Tragikomische bei diesem Stück lag nicht zuletzt auch darin, dass kein Mensch genau sagen konnte, wie hoch die Kosten denn nun wirklich sind. Im letzten Jahr waren es angeblich 16.000 Euro, die von der Stadt getragen wurden. In diesem Jahr sprach der Sprecher Zimmermann des Rathauses von 20.000 Euro. Und auf die heutige Frage an den Bürgermeister erklärte dieser: “30.000 Euro”. Seine Begründung: Die Steckkontakte passen nicht, die Masten haben Schäden durch Korrosion, und das Stadtforum hätte sich bei der Anschaffung der Sterne nicht um die technischen Voraussetzungen gekümmert.

Das Stadtforum selber glänzte mit den Sternen um die Wette, nämlich durch Abwesenheit ihres Geschäftsführers. (Oder war Götz Westphal “sternhagelvoll” unter seinen Stuhl gerutscht?) Das Abstimmungsergebnis über den Antrag von CDU-Koch, dass die Stadt die Kosten übernehmen soll: 11 x ja (CDU & FDP in seltener Koalition) und 16 x nein (Grüne, SPD und WAB).

Positive Ergebnisse am heutigen Abend: Die Einrichtung einer Oberstufe am Heimgarten: einstimmig ja. (Nun geht der Antrag samt Votum nach Kiel.) Zum Adventsmarkt vom Bürgerverein auf dem Rondeel: einstimmig ja. Zuschüsse für Theater-Vereine: einstimmig ja.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Oktober 2013