Schlagwort-Archiv: Ahrensburg

Plakat und Bild von heute und gestern

2013-08-25 15.01.05Die Jungsozialisten scheinen die Zeit aus den Augen verloren zu haben. Das dachte ich, als ich den Plakatständer der Jusos auf dem Rondeel erblickte, wo von einem „Familien-Flohmarkt“ am 4. August 2013 die Rede ist – siehe das Plakat!

Was unterscheidet eigentlich einen „Familien-Flohmarkt“ von einem „Pflanzen-Flohmarkt“…? Ich weiß nur: Auf einem Pflanzen-Flohmarkt werden Pflanzen verkauft.

Stehen geblieben ist die Zeit auch an einer anderen Stelle in der Stadt. Wenn man auf der Terrasse vom Dat Backhus frühstückt und auf die Häuser 2013-08-23 10.09.01gegenüber blickt, mit der Wäsche auf der Leine, den Sonnenblumen daneben und dem Jägerzaun davor, dann entstehen in unseren Köpfen die Bilder aus der Kindheit, wo es damals genauso ausgesehen hat wie heute. Wenn auch die „Wäschespinne“ erst nach der Wäscheleine gekommen ist.

Und was ist der Unterschied zwischen einem Frühstück auf dem Rondeel und bei Dat Backhaus? Am Backhus gucken wir in die Nostalgie, auf dem Rondeel auf den Blaumann.

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. August 2013

Rathausplatz: Ballermänner mit Kanonenschlag

Als wir heute zum Essen ins China-Restaurant am Rathausplatz wollten, da war nämlicher Platz für Autos gesperrt. Also haben wir anderswo geparkt, sind zum Essen gegangen und kamen dann wieder zurück, um zum Nachtisch ein Eis am Fuße der Treppe zu holen. Und dann sahen und hörten wir es:

AufmarschHeute muss etwas Ähnliches in Ahrensburg stattgefunden haben, was man früher mal „Schützenfest“ nannte. Früher, als die Straßen zu diesem Anlass noch festlich geschmückt waren, der  Umzug der Schützen durch die ganze Stadt ging, und wo das große Festzelt auf dem Sportplatz stand. Und der heutige Parkplatz an der Alten Reitbahn war damals ein romantischer Rummelplatz mit Kinder-Karussells, Auto-Scooter, Losbude und allerlei weiteren Ständen und Fahrgeschäften.

Heute zog ein Zug von verschiedenen Schützenvereinen auf den Rathausplatz, von der Bevölkerung nahezu unbeobachtet. Aber Bürgervorsteher und Bürgermeister waren vorhanden. Klar, immerhin hat die Ahrensburger Schützengilde eine starke Lobby in Politik und Verwaltung, mit deren Hilfe die Stadtkasse um fast eine Million Euro erleichtert wurde wegen Neubau der Schützenhalle. Geld, das heute an allen Ecken und Kanten fehlt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. August 2013

Ein Staatsmann zu Gast in Ahrensburg: Bundesminister der Finanzen Dr. Wolfgang Schäuble

Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble (CDU)

Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble (CDU)

Es gibt in Deutschland viele Politiker. Aber nur wenige davon haben den Nimbus eines Staatsmannes. Was meint, ihr Ruf und ihre Achtung gehen über Ländergrenzen hinaus. Der deutsche Bundesminister der Finanzen Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) ist ein Staatsmann. Oder wie  ihn eine große deutsche Boulevard-Zeitung bezeichnen würde: ein Polit-Titan. Heute war er zu Gast in Ahrensburg.

Der Saal im Park Hotel war besetzt bis auf den letzten Platz, eine Video-Übertragung ins Foyer sorgte dafür, dass noch mehr interessierte Bürger den hohen Gast aus Berlin live erleben konnten. Dr. Wolfgang Schäuble sprach zur „Lage der deutschen Nation“ im vereinten Europa. Und bestätigte, dass ein Schwabe die ideale Besetzung ist als Finanzminister. Denn Sparen ist oberstes Gebot – nicht aber bei Bildung und Forschung, denn das sind die „Rohstoffe“ unseres Landes, die laut Schäuble gefördert werden müssen. Da dürfen es auch gern 13 Milliarden mehr sein. „Ausbildung ist wichtig, wobei jeder Mensch nach seinen persönlichen Fähigkeiten gefördert werden soll“, betonte der Minister. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. August 2013

Goldschatz auch im Ahrensburger Schlosspark?

Bildschirmfoto 2013-08-16 um 07.24.27Hinter der heutigen Schlagzeile der Stormarn-Beilage steht kein Ausrufungszeichen. Sondern im Gegenteil: Ein Fragezeichen sehen wir dort. Und die Frage an uns Leser lautet: „Medikamente auch in der Aue?“ Das ist eine ähnliche Frage wie: „Goldschatz auch im Schlosspark?“, denn beide Fragen können wir nicht beantworten. Die erste Frage stammt von Laura Treskatis, vermutlich eine Praktikantin der Stormarn-Beilage. Die zweite Frage stellt der Praktikant von Szene Ahrensburg.

Wieso ich die Frage nach dem Goldschatz im Schlosspark stelle? Ganz einfach: Man hat in Deutschland schon viele vergrabene Schätze gefunden in der Nähe von Schlössern und Burgen. Warum nicht auch in Ahrensburg? Oder hat der reiche Sklaven- und Waffenhändler Schimmelmann sein Gold mit ins Grab genommen…?

Zum Thema der Stormarn-Beilage: In der Alster in Hamburg und ihren Nebenflüssen hat man Rückstände von Medikamenten gefunden. Weniger, weil die Menschen ihren Medizinschrank im Klo oder direkt im Fluss entleert haben, sondern weil Rückstände aus dem menschlichen Körper durch die Kanalisation in die Flüsse kommen. So ist schon seit Jahrzehnten bekannt, dass durch die Anti-Baby-Pille viele Rückstände im Wasser landen, über deren Auswirkungen man sich immer noch nicht im Klaren ist. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. August 2013

Ahrensburg: Werbung mit Superlativ

Wenn Sie in Ahrensburg ein Steak essen möchten – wo, meinen Sie, gibt es die besten Steaks der Stadt? Für mich persönlich ist das überhaupt keine Frage: Die besten Steaks gibt’s im Block House, und zwar vom Grill auf den Teller. Und im rohen Zustand gibt es eben diese Steaks bei famila.

2013-08-12 11.21.52 KopieAls ich gerade wieder bei famila zwei Rib-Eye Steaks gekauft habe, um sie in die häusliche Pfanne zu legen, da sah ich dort auf der Fleischtheke ein Schild, dem zu entnehmen ist: „Hier gibt es die besten Steaks der Stadt! Block House Steaks“ – siehe die Abbildung!

Dieses ist Werbung mit Superlativ, was gleichzeitig auch vergleichende Werbung ist. So etwas war früher in Deutschland nicht erlaubt, ist inzwischen aber schon seit einigen Jahren möglich. Vorausgesetzt, die Werbeangaben entsprechen den Tatsachen.

Wie aber kann man „beste Steaks der Stadt“ als Tatsache beweisen, was ja bedeutet: Alle anderen Steaks, die man in der Stadt bekommt, sind schlechter? Okay, wenn ein unabhängiges Test-Institut einen Geschmackstest gemacht hat, bei dem sich ergeben hat, dass die Testpersonen bei einer Blindverköstigung entschieden haben: Dieses Stück Fleisch hat am besten geschmeckt. Oder wenn Lebensmittel-Chemiker das Fleisch unter die Lupe genommen und es dann nach bestimmten Kriterien klassifiziert haben. Im einen wie im anderen Fall muss das als Quelle in der Werbung stehen.

Aber eine Werbeaussage nach eigenem Gusto wie die auf der Theke von famila könnte von einem Wettbewerber beanstandet werden. Wobei sich dann die Frage stellt: Wirbt hier Block House mit dem superlativen Argument? Oder wirbt hier famila mit dem Superlativ?

Egal. Sollte es Ärger geben, so bin ich gern bereit zu bestätigen: Die besten Steaks der Stadt gibt es im Block House. Und bei famila. Quelle: Szene Ahrensburg 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. August 2013

Mahnende Worte aus Kiel im Ahrensburger Rathaus

In Ahrensburg sieht man häufig dicke Backen, aus denen heiße Luft kommt. Nicht nur bei Politikern, sonder auch aus den Kreisen der Einwohner. Da wollen die einen das Rathaus abreißen und imposant neu bauen mit toller Architektur und viel Drumherum. Und die anderen wollen zudem einen tollen Rathausplatz, und auch sonst soll alles in der Stadt gut und schön werden.

Bildschirmfoto 2013-08-13 um 08.22.30Was die Menschen in Ahrensburg immer noch nicht begriffen haben und worauf ich seit langer Zeit hinweise: Ahrensburg ist eine Schuldenstadt, die auf wackeligen Fundamenten steht. Weil Ahrensburg über seine Verhältnisse gewirtschaftet hat. Statt die Einnahmen im Auge zu haben und das Stadtmarketing voranzutreiben, leistet man sich so verherende Ausgaben wie das Erlenhof-Projekt, wo man heute noch gar nicht abschätzen kann, was dort am Ende an Belastungen für die Stadtkasse herauskommt. Prestige ist alles, koste es, was es wolle!

Nun war Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner (SPD) in der Schlossstadt, wo er mahnend den Finger ob unserer Schulden gehoben hat. Ich war selber nicht dabei, aber ich vermute, dass die anwesenden Fraktionsvorsitzenden aller Parteien mit roten Köpfen auf den Boden geblickt haben. Besonders auch Verwaltungschef Michael Sarach, der laut Stormarn-Beilage „unliebsame Entscheidungen“ angekündigt hat. So, wie der Bürgermeister es bereits vor Monaten in einer Stadtverordneten-Versammlung angedeutet hat. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 13. August 2013

Ahrensburger Imbiss: Geiz ist ungeil!

Schüler suchen sich gern einen Job, mit dem sie ihr Taschengeld aufbessern können. Und wir Eltern schauen da nicht ungern zu, denn es ist schon wichtig, dass unsere Kids frühzeitig erkennen, dass das Geld nicht einfach so aus dem Automaten kommt, sondern dass es zuvor verdient werden muss.

Eine Schülerin vor dem Abi, 18 Jahre jung, hat sich bezüglich eines Jobs in einem Ahrensburger Imbiss beworben. Dort sollte sie Speisen und Getränke ausgeben, kassieren, reinigen und auch Geschirr spülen per Hand, denn der Imbiss hat keine Geschirrspülmaschine. Und: Die Arbeitsstunden sollten genau dann sein, wenn niemand gern arbeitet: Freitag, Sonnabend und Sonntag, und zwar am Abend.

So weit, so gut. Schlecht an der SacKöchinhe: Der Stundenlohn sollte 5 Euro betragen. (Zum Vergleich: Der große Bruder der Schülerin hat in demselben Imbiss vor 15 Jahren in seiner Schulzeit gearbeitet und 10 DM pro Stunde bekommen. Vor 15 Jahren, wohlgemerkt!)

Und dann kommt noch etwas hinzu: Die Schülerin musste drei Tage lang gratis arbeiten. Zur Probe. Erst danach sollte ein Vertrag über eine feste Arbeitszeit erstellt werden.

Die Schülerin hat dann drei Tage am Wochenende gearbeitet. Gratis. Danach hat sie die Arbeit beendet, weil der Ladeninhaber die Probezeit bei ihr nicht bestanden hat. Wegen Ausbeutung.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. August 2013

Die Fischwerker haben das CCA verlassen

Dem Fischhändler Hagenah habe ich im CCA von Anfang an keine Chance gegeben. Denn wenn Schloh es dort nicht geschafft hat, warum sollte es dann ein anderer schaffen, zumal Schloh zwei Straßen weiter wieder neu eröffnet hat?!

Abgefischt: Die Fischwerker von Hagenah haben das CCA bereits verlassen!

Abgefischt: Die Fischwerker von Hagenah haben das CCA bereits verlassen!

Nach rund drei Monaten hat Hagenah jetzt aufgegeben, sowohl mit Fischladen als auch Fischrestaurant. Und der Hinweis auf der Schaufensterscheibe  – „Jeden Tag aufs Neue frisch! – ist nicht mehr ganz frisch.

Hagenah ist ein Fischgroßhändler aus Hamburg. Das bedeutet: Er kann auch als Einzelhändler günstiger kalkulieren, als es ein Einzelhändler kann, der selber beim Großhandel einkauft. Und das Angebot von Hagenah war sicherlich auch nicht schlecht. Aber: Fisch-Schloh ist ein Ahrensburger Familienbetrieb. Und: Bei Schloh im Laden herrscht einfach eine gute, weil fröhliche Atmosphäre. Das mögen die Kunden. Und dass Schloh ein gutes Angebot hat, ist allgemein bekannt – warum hätten wir Ahrensburger den Laden wechseln und zu Hagenah gehen sollen?!

Für das CCA-Management ist guter Rat nun teuer. Denn an diese Stelle wird sich wohl kaum wieder ein Fischfeinkost-Geschäft trauen. Und die Einrichtung des Ladens gibt kaum eine andere Möglichkeit als eben Feinkost. – wobei sky in diesem Segment sicherlich Konkurrenzausschluss vereinbart hat.

Postskriptum: Dass Fisch-Schloh auf Szene Ahrensburg wirbt und Hagenah das nicht für nötig gehalten hat, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. August 2013

Neuer Schmiergeldvorfall im Bauamt…?

2013-08-09 07.57.38Beimoor in Ahrensburg: Neben dem Dänischen Bettenlager und dem Getränkemarkt sind die Bagger angerückt. Eine neue Großbaustelle in Ahrensburg. Und der interessierte Bürger schaut sich um, weil er wissen will wer denn hier was baut.

Aber haste gedacht: Kein Baustellenschild mit allen Angaben über die Baustelle. Nur eine Werbetafel, dass hier eine Waschstraße entstehen soll, wer auch immer der Betreiber sein wird – vermutlich keine Ahrensburger Firma.

Auch als dort vor einigen Monaten der Getränkemarkt errichtet wurde, gab es kein Baustellenschild, wie es behördlich vorgesehen ist. Und nun schon wieder. Ich denke, dass das alles nicht mehr wahr sein kann.

Schläft das Bauamt? Oder hat sich der unbekannte Bauherr genauso wie der unbekannte Bauunternehmer im Rathaus von Ahrensburg „freigekauft“ von besagten Pflichten…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. August 2013

Und dann braucht Ahrensburg noch eine Prinzessin!

Zu den drolligsten Beiträgen in der örtlichen Presse zählen Leserbriefe. Besonders solche, die zeigen, dass die Absender über die Situation von Ahrensburg soviel Einblick haben wie ein Eskimo in seinem Iglu am Nordpol.

ZeichnHeute hat wieder eine Leserin in der Stormarn-Beilage ihre Meinung kundgetan. Zum Thema Rathaus. Ingke J. schreibt: „Mein Vorschlag, abreißen und Neubau im Stile der umliegenden Häuser mit roten Backsteinen und neuen technologischen Standards. Dazu Integration einer Veranstaltungshalle, die im Zentrum der Stadt angemessen wäre, um auch das Zentrum abends zu beleben und nicht zu einer „Greisenstadt“ verkommen zu lassen.“

Ja, liebe Leserin, genau so sollte es sein. Denn eine Stadt, in der viele Greise leben, ist verkommen. Und ob Ahrensburg nun 41 Millonen oder 57 Millionen Schulden hat, ist doch auch kein großer Unterschied. Zwar haben wir bereits ein Kulturzentrum mit Veranstaltungshalle, welches uns Jahr für Jahr unheimliches Geld kostet, aber wir haben es ja. Und deshalb sollte auch in das Ahrensburger Schloss endlich ein König einziehen und eine Königin, die uns alsbald eine wunderschöne Prinzessin schenken, gelle!? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 7. August 2013