Schlagwort-Archiv: Ahrensburg

Tragisch, wenn ein Golfer vom Ball am Kopf getroffen wird

Am Ende meiner Wohnstraße in Ahrensburg liegt der Golf Club Hamburg-Ahrensburg e.V. Dort bin ich kein Mitglied. Zum einen, weil ich nicht Golf spielen kann, zum anderen, weil ich keine Geschäftskontakte knüpfen muss – oder vielleicht besser in umgekehrter Reihenfolge. Und von dem Mitgliedsbeitrag in einem Golf-Club kann ich auch zum Golf von Mexiko fliegen und das ganz ohne Handicap.

Gestern habe ich eine E-Mail bekommen vom Golfclub Hamburg Gut Waldhof. Geschäftsführer Chris Brayshaw schreibt mir: „Einer unserer Geschäftspartner von Golfclub Hamburg Gut Waldhof hat uns Ihren Namen als Empfehlung bezüglich einer neuen Partnerschaft mit der Golfanlage überreicht. Wir möchten Ihnen eine exklusive Partnerschaft anbieten.“

Wenn Sie auf die Abbildung klicken, dann können Sie nachlesen, was der Golfer von mir möchte – kurz gesagt: mein Geld.

Der Geschäftsführer meint also, dass sich meine Firma „in der Nähe vom Golfclub Hamburg Gut Waldhof befindet“. Und weil Golfer bekanntlich zu Fuß von Loch zu Loch gehen, würde ich vom Golf Club Hamburg-Ahrensburg zum Golfclub Hamburg Gut Waldhof rund 5 Stunden gehen. Da kann ich ja auch gleich zum Golf in den Iran reisen, also zum Persischen Golf. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Juli 2019

Sommerloch: Stadtforum macht Reklame für die Fußmatte

Der englische Politiker und Richter Edward Coke (1552– 1634) prägte den Satz: „My home is my castle“, womit er zum Ausdruck bringen wollte: „Mein Haus ist meine Burg.“ Und weil man „Castle“ auch mit „Schloss“ übersetzen kann und weil Ahrensburg ein Schloss hat, will das Stadtforum jetzt den heutigen Allerweltsspruch „My home is my castle“ zu einem Slogan für Ahrensburg machen – donni, donni aber auch.

Fußmatte für Ahrensburg

Natürlich kann man sich so ein Allgemeinwort nicht rechtlich schützen lassen. Aber in Verbindung mit einer Bild-Marke ist es möglich, weshalb sich das Stadtforum den Spruch mit der Abbildung des Schlosses hat schützen lassen, und zwar als Logo, das die besagte Wort-Bild-Marke ergeben soll. Und das gestalterische Resultat ist provinziell und zeugt von einem grafischen Amateur – siehe unten links!

Wer von Marketing und Werbung etwas versteht, der weiß: Ein Slogan, den man auch als Claim bezeichnet, muss eine einprägsame und  sehr leicht zu merkende Aussage sein, die in der Werbung eines Unternehmens die Botschaft für Marken und Dienstleistungen an die Zielpersonen bringt. Darum muss ein Slogan einzigartig sein. Und es müssen dabei verschiedene Punkte beachtet werden wie zum Beispiel dass die Vorteile eines Produktes, eines Ladens bzw. einer Dienstleistung erkennbar kommuniziert werden. Ein Slogan bekommt seine Verkehrsgeltung auch im Rahmen einer Story in der werblichen Kommunikation wie beispielsweise: „Dann geh’ doch zu Netto!“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 10. Juli 2019

Ahrensburger Sommermärchen: Muschelläufer zieht um!

Am 17. März 2008 haben die Ahrensburger Stadtverordneten mit den Stimmen von CDU und WAB beschlossen: Der Muschelläufer zieht um! Und die damalige Ahrensburger Zeitung schrieb: „10.000 Euro gibt Ahrensburg dafür aus, das umstrittene Kunstwerk vom Rondeel zu entfernen“. Und nun – rund 11 Jahre danach – ist es endlich soweit: Der Blaumann zieht um, und zwar vom Rondeel in Ahrensburg auf das Heiligengeistfeld nach Hamburg! Und das Allerbeste: Die Stadt Ahrensburg hat dafür nicht 10.000 Euro löhnen müssen, sondern der Stadtkämmerer hat dafür 10.000 Euro in die Stadtkasse bekommen!

Wie ist es dazu gekommen? Nicht schuldlos daran war Szene Ahrensburg. Auf dieses Blog hatte der Besitzer einer Geisterbahn gegoogelt und gelesen, dass es in Ahrensburg ein Horrormonster im öffentlichen Raum gibt, an dem sich sogar die Geister scheiden. Was also gibt es bessere Vorraussetzungen dafür, als dass diese Schockfigur die Besucher einer Geisterbahn anlockt?! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Juli 2019

Dies und das und jenes: Vier Bilder vom Wochenende

Die Gemeinde Großhansdorf ist der Stadt Ahrensburg schon um einiges voraus, denn sie hat eine Autobahnausfahrt. Aber die trägt ja den Namen Ahrensburg und gehört auch zu Siek. Und wenn wir Ahrensburger von der Autobahn über die Sieker Landstraße heimfahren, dann können wir auch sehen, wie grüne Lärmschutzwände aussehen, die dort stehen – siehe in der Abbildung oben links! Und wenn Ahrensburg weiter so vor sich hintrödelt, dann werden solche Wände in sechs Meter Höhe eines unschönen Tages auch in unserer Innenstadt stehen. Und die Sprayer frohlocken bereits.

Ausstellung vom 31.03. bis 12.05 in der Galerie am Marstall, so steht es an der Stadtbücherei. Das betreffende Jahr ist nicht angegeben. Wäre es 2019, dann wäre es ausgesprochen albern, denn wir schreiben heute bereits den 08.07.2019, also zwei Monate nach Ende der Ausstellung. Und wäre es 2020, denn wäre es nicht weniger albern, denn bis dahin sind es noch rund 8 Monate.

Wenn ich mir die beiden Plakate anschaue, die so plakativ sind wie ein Kuddelmuddel in der Waschmaschine, dann frage ich mich: Welchen Trottel hat man das machen lassen? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 8. Juli 2019

Redaktion ratlos: Leser, was sollen wir schreiben…?

Weil die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt nicht weiß, welche Themen ihre Leser interessieren und welche nicht, gibt man eben drei mögliche Themen vor und fragt: „Welche Reportage wollen Sie am kommenden Wochenende lesen?!“

Aus: Hamburger Abendblatt

An diesem Wochenende war das natürlich der Bericht über den Jakobsweg in Stormarn, was ich ja schon vorhergesagt hatte.

Fürs kommende Wochenende stehen zur Auswahl: * Ein luftiges Vergnügen: Klettern im Hochseilgarten Lütjensee * Glinder Marktgeflüster: Was die Stormarner wirklich beschäftigt * Ein Besuch in der Hundepension Arche Nowak in Steinburg.

Und damit steht der Sieger auch schon fest, nämlich die Hundepension. Es sei denn, ganz Lütjensee und/oder Glinde stimmt eigennützig ab, was das Resultat natürlich beeinflussen könnte.

Und wer nicht bis zum nächsten Wochenende warten möchte, der kann über die Hundepension Nowak schon mal hier und auch hier nachlesen, was die Redaktion bereits in Vergangenheit über Nicole Nowak und ihre Hundepension geschrieben hat. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 7. Juli 2019

Werbung für E-Scooter. Werbetexter: René Soukup. Werbefotograf: Ralph Klingel-Domdey

Heute bringt das 3. Buch Abendblatt eine großformatige Werbung für den Ahrensburger Fahrradhändler rad-werk, der jetzt auch E-Scooter im Angebot hat. Der Protagonist im Werbebild ist gleichzeitig der Inhaber der Firma, mit deren Logo er seine rote Jacke werblich gekennzeichnet hat.

Frei nach Abendblatt

Die Werbung für rad-werk ist redaktionell gestaltet, ohne dass der Beitrag als Anzeige gekennzeichnet ist. Woraus zu schließen ist: Der abgebildete Bernd Zingelmann ist der einzige Händler im gesamten Kreis Stormarn, bei dem es jetzt E-Scooter zu kaufen gibt. Denn das würde den Bericht als Redaktion rechtfertigen.

Dass dem scheinbar so ist, beschreibt der Werbetexter damit, indem er in seinem Beitrag darauf hinweist, dass zwar auch BMW die neuen E-Scooter verkauft, aber eben nicht in Stormarn, sondern nur in Hamburg. Dazu erfolgt auch noch ein Hinweis auf den Ahrensburger Fahrradhändler Beckmann, der keine E-Scooter verkauft, weil der Inhaber die Fahrsicherheit der Dinger genauso anzweifelt wie deren Nachhaltigkeit. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Juli 2019

Zur endgültigen Lösung aller Parkplatzprobleme: Meine Empfehlung ist beim Bürgermeister angekommen

Heute ist ein bemerkenswerter Tag für den Blogger. Ein Tag der Genugtuung. Denn heute bringt das 3. Buch Abendblatt ein großes und durchaus lesenswertes Interview mit Bürgermeister Michael Sarach. Darinnen fordert der Verwaltungschef mich als Bürger einerseits zum Widerspruch heraus, andererseits aber auch zum Zuspruch. Also so, wie es eigentlich ganz normal ist.

Symbolbild: A. Paul Weber

Zum Thema Parkplätze in der Ahrensburger Innenstadt: Dass der Stormarnplatz nun als Parkplatz zur Verfügung stehen wird, resultiert bekanntlich aus meiner Forderung auf Szene Ahrensburg, die ich schon vor Jahren erhoben und gebetsmühlenartig wiederholt habe. Und die inzwischen von den Stadtverordneten gutgeheißen und verabschiedet wurde. Und am 3. April 2014 schrieb ich auf Szene Ahrensburg: „Der Zukunftsweg von Ahrensburg ist unterirdisch“ und erläuterte das wie folgt:  „Unter dem Stormarnplatz sollte eine riesige Tiefgarage mit mehreren Ein- und Ausfahrten entstehen, wobei auch der Untergrund der Sportplätze einbezogen werden könnte.“ Diese Anregung habe ich am 8. Dezember.2017 noch einmal wiederholt.

Heute sagt Bürgermeister im Interview: „Wir konzipieren eine Tiefgarage nicht für 120 oder 200 Autos, sondern unter dem gesamten Stormarnplatz. Das ginge. Solche Garagen lassen sich mit Lichthöfen so gestalten, dass sie gut nutzbar sind. Man würde das leidige Parkplatzthema in Ahrensburg vermutlich ein für alle Mal beenden, wenn wir dort 600 Plätze schaffen.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 6. Juli 2019

Schau an, schau an, lieber Leser: Ein kritischer Kommentar im 3. Buch Abendblatt!

Nachdem ich auf Szene Ahrensburg seit Ewigkeiten reklamiere, dass die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt sehr viel berichtet aber wenig kommentiert, sehe ich nun einen Funken Hoffnung in Batt: „Ansichtssache“ heißt eine neue Kolumne. Und heute äußert sich darin „Abendblatt-Autor“ Lutz Kastendieck („Foto: Ralph-Andre Klingel-Domdey“) mit der Überschrift: „Bargteheide und die Gefahren einer Überdosis Grün“. So weit, so gut.

Frei nach Abendblatt

Nun schreibt Autor Kastendieck zwar, was  er in Bargteheide mit den Grünen erlebt hat, aber er schreibt dabei sehr pauschal. Sprich: Er nennte keine Namen. Nur den Parteivorstand der Grünen, nämlich Robert Habeck und Annalena Baerbock werden namentlich erwähnt. Die aber sitzen in keinem Bargteheider Ausschuss.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen dabei geht, liebe Leser, aber wenn ich höre, dass Politiker sich danebenbenommen haben, dann will ich nicht nur wissen, aus welcher Partei diese Volksvertreter stammen, sondern ich möchte auch erfahren, wie sie heißen. Denn bei einer Kommunalwahl werden ja die Kandidaten gewählt, auch wenn damit nicht zuletzt deren Parteizugehörigkeit dazu den Ausschlag gibt.

Ansonsten ist eine pauschale Kritik unfair, weil sie auf alle Parteimitglieder zurückfällt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Juli 2019

Donnerzüge im Transitverkehr durch Ahrensburg: Die Bahn möchte den Lärm im Laborversuch beseitigen

Schau an, die Bahn scheint nervös zu werden in Sachen Ahrensburg! Das 3. Buch Abendblatt berichtet heute: „Lärmschutz: Ahrensburger können probehören“. Diese Beitrag müssen Sie aber nicht unbedingt lesen, denn es geht dort um einen Laborversuch über Lärmstärke von Zügen, die heute noch gar nicht durch Ahrensburg donnern: Fast kilometerlange, mit Eisenerzen beladene Transitgüterzüge bei Tag und Nacht. Mit ihrem Tun, bei dem die Bahn das Augenmerk immer auf die S-Bahn lenkt, will man uns Bürger nur ruhigstellen und einlullen, damit wir das, was später kommen soll, erst wahrnehmen sollen, wenn es denn gekommen ist. Und dann ist es natürlich zu spät.

Frei nach Abendblatt

Der Lärm wird runtergespielt vom Sprecher der Bahn. Und immer wieder nur auf die S-Bahn bezogen, um die es in der Lärmsache aber gar nicht geht. Und deshalb sollten Sie doch mal einen Absatz aus dem Bericht von Harald Klix lesen, der da wie folgt lautet:

„300 Wohnungen bräuchten zusätzlich Schallschutzfenster Mit Lärmschutzwänden – in der Innenstadt sechs Meter hoch und im Bereich Brauner Hirsch drei Meter – können die Lärmwerte in 85 Prozent der Fälle eingehalten werden. Bei 300 Wohnungen müssten zusätzlich Schallschutzfenster und spezielle Lüftungen eingebaut werden.“

 Was bedeuten 300 Wohnungen mit zusätzlichen Schallschutzfenstern und spezieller Lüftung? Es bedeutet, dass rund 900 Menschen in Ahrensburg nicht mehr frei atmen können. Es bedeutet, dass Fenster geschlossen sein müssen, um in der Nacht die nötige Ruhe zu finden und am Tage ungestört zu sein. Kurzum: Es bedeutet einen gewaltigen Einschnitt in die Lebensweise von Menschen, die bei geöffnetem Fenster nicht mehr die Vöglein singen hören sondern das Donnern der Transitgüterzüge. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Juli 2019

Bauernhof? Pannendienst? Oder Jakobsweg?

Am 20.10.2016 hat die Stormarn-Redaktion vom Hamburger Abendblatt ihren sogenannten „Leserbeirat“ vorgestellt. Das sind Damen und Herren aus dem Stormarner Leserkreis der Zeitung, die von der Redaktion ausgewählt wurden, damit sie „fungieren als Kritiker, Tippgeber und Korrektiv“, so das Blatt in seiner Erklärung. Und ich vermute: Rat und Tat sind völlig honorarfrei.

Aus: Google

Knapp drei Jahre später interessieren sich Hinnerk Blombach und die Seinen offenbar nicht mehr dafür, was ihr Leserbeirat über die Redaktion denkt und von ihr will. Deshalb befragt man den Leserbeirat nicht mehr sondern richtet sich nun ganz direkt an alle Leser und fragt: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 2. Juli 2019