Einkaufen in der City: Von Pforzheim nach Ahrensburg im Hinblick auf Geesthacht

Heute blicke ich mal nach Pforzheim. Aus dieser Stadt berichtet die Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“, und zwar über ein dortiges Modehaus in der Innenstadt. Der Inhaber betreibt sein Geschäft in Pforzheim auf 6.000 qm; und die Immobilie gehört der Stadt und wurde bislang vermietet an die Modekette C&A, die dort ausgezogen ist.

Als C&A weg war, da bekamen die Stadtvertreter einen gewaltigen Schreck, dass hier ein Leerstand entstehen würde, der für die Innenstadt ziemlich schädlich gewesen wäre. Also war man heilfroh über den neuen Mieter, das Modehaus Zinser; und die Stadt kam dem Inhaber hilfreich entgegen, indem man die Miete erheblich herabgesetzt hat. Mehr noch: Die Stadt hat das Haus sogar komplett umgebaut und saniert, damit der neue Mieter sich dort auch wohlfühlen und bleiben soll und je länger je lieber.

Was bedeutet: Die Stadt Pforzheim subventioniert einen Unternehmer, bloß damit der seinen Laden mit 6.000 qm in der City eröffnet.

Nessler im „Rundblick“ der Kamera

Damit komme ich nach Ahrensburg. Hier bietet das Kaufhaus Nessler seine Waren an auf 16.000 qm, und zwar im firmeneigenen Gebäude in der Innenstadt. Und jeder in der Stadt weiß: Wenn Nessler aus Ahrensburg wegzöge, dann wäre es vorbei mit einer lebendigen City. Also was, liebe Ahrensburger, tut unsere Stadt, damit Inhaber Matthias Timm bei guter Laune (und in Ahrensburg) bleibt? Wird er auch aus der Stadtkasse subventioniert?

Nein, natürlich wird er das nicht. Im Gegenteil: Der Steuerzahler Nessler wird von der Stadtverwaltung und Teilen der Politik behindert, wo immer das möglich ist. So wollte der Unternehmer die Alte Reitbahn erwerben, hat sogar sehr viel mehr dafür angeboten als der auswärtige Investor bezahlt hat, kam aber nicht zum Zuge. Weil Matthias Timm der Stadt kein Kino versprochen hatte wie der Investor aus Bremen. 🤥

Bewusste Provokation der Stadt: Parklet statt Parkplatz

Und Matthias Timm wollte am Rande vom Stormarnplatz ein öffentliches Parkhaus bauen, wo nicht nur Kunden seines Kaufhauses, sondern auch Kunden von anderen Läden in der City kostenlos hätten parken können – aber nein, das wollte man in Stadtverwaltung und Politik nicht, denn Timm ist doch Ahrensburger Bürger und damit kein auswärtiger Investor.

Stattdessen will man Kunden von außerhalb in der City verhindern, indem man dort Parkplätze streicht und ernsthaft glaubt, dass die Menschen trotzdem in die Innenstadt auf einem Lastenrad kommen und das bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit mit Kind und Kegel. 🥴

Und ich erinnere daran, dass der Inhaber von Nessler sein Kaufhaus aufstocken wollte, um auf dem Dach etwas Spektakuläres zu errichten, nämlich eine Oase in der Innenstadt. Diesen Vorschlag hat Timm der Stadtverwaltung gemacht, ist dort aber auf taube Ohren gestoßen.

Was unterscheidet den Bürgermeister von Geesthacht von dem Bürgermeister von Ahrensburg? Wenn Sie auf diese Frage klicken, finden Sie die Antwort auf Szene Ahrensburg.

Kurz zusammengefasst: Der Ahrensburger Steuerzahler Matthias Timm hat die Stadt nicht um Subventionen aus der Stadtkasse gebeten, sondern der Kaufmann möchte nur, dass die Standortbedingungen in einem für Warenhäuser schwierigen Markt nicht vorsätzlich verschlechtert werden. Teile der Politik und der Verwaltung versuchen aber gezielt die Vertreibung von Nessler, ohne über die finanziellen Mittel für eine anschließende Nachnutzung der Immobilie zu verfügen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 11. Juli 2026

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Optionally add an image (JPEG only)