Ein Tropfen Satire zum Ahrensburger Weinfest: Trink, trink, Bürgerlein trink! Lass doch die Sorgen zuhaus‘!

Heute Abend beginnt das sogenannte „Ahrensburger Weinfest“, das in Wahrheit eine viertägige Promotion für Winzer ist, die von der Hamburger Agentur Bergmannsgruppe durchgeführt wird. Und mein Blog vom 5. Mai 2026 habe ich diesbezüglich überschrieben: „Promotion deutscher Winzer in Ahrensburg: Die Stadt gibt bis zu 6.200 Euro als Trinkgeld!“

Warum trägt die Stadt Ahrensburg mit soviel Steuergeld dazu bei, dass dieses mehrtägige Trinkgelage in der Stadt stattfindet? Können die Veranstalter das nicht allein finanzieren mit Hilfe der Besucher?

Für meine eigene Begründung muss ich etwas zurückblenden, und zwar rund 200 Jahre. Und damit komme ich zu einem Zitat des österreichischen Dramatikers und Schauspielers Johann Nepomuk (1801–1862), der in einem satirischen Satz den Zynismus und die Arroganz der damaligen Oberschicht gegenüber der einfachen Bevölkerung kritisiert hat mit dem berühmten Wort: „Streut Kaviar unter das Volk – damit der Pöbel ausrutscht!“

Was das mit der Stadt Ahrensburg zur heutigen Zeit zu tun hat? Ich will es ebenfalls satirisch ausdrücken und behaupte: Verwaltung und Politik in Ahrensburg benehmen sich, als hätten sie alles Recht der Welt, das Geld der Bürger wie aus einem Füllhorn zu streuen. Geld, das die Stadt garnicht hat und deshalb als Schuldenlast aufnehmen muss. Und damit die Bürger von der Realität abgelenkt werden, da sollen sie sich besaufen und heute nicht an morgen denken.

Wozu man außerdem wissen muss: Die Winzer verkaufen den Ahrensburgern ihren Wein nicht nur an den vier Tagen vor Ort, sondern auch nach dem Weinfest im Direktversand ins Haus, worüber sich der örtliche Weinhandel natürlich sehr freut!

Und dann veröffentlichte die Stormarn-Redaktion vom Abendblatt gestern ein Foto mit Unterzeilen von der obligatorischen „Blindverkostung“ – siehe Abbildung links!  Früher konnte man die Trinker auf einem Foto alle erkennen, die auch namentlich erwähnt worden waren. Nachdem ich mich über die Damen und Herren auf Szene Ahrensburg lustig gemacht habe, erscheint die Trinkrunde nun so verschwommen im Bilde, als wäre der Fotograf besoffen gewesen, welcher übrigens nicht aus der Redaktion vom Abendblatt stammt, sondern das Foto kommt von der Agentur Bergmannsgruppe.

Ach ja und noch etwas: Bürgermeister Boege wird in diesem Jahr das Weinfest nicht eröffnen, weil er in Urlaub gefahren ist, um vermutlich zu verhindern, dass er beim Trinkgelage von Bürgern angesprochen wird, die ihm womöglich Fragen stellen würden. Und deshalb muss der 1. Stellv. Bürgermeister A. Klaus Korte (Jahrgang 1948) herhalten, um das Trinkgelage zu eröffnen.

Meine Empfehlung für einen Trinkspruch: „Im Wein liegt Wahrheit, in der Stadt siegt Narrheit!“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 9. Juli 2026

Ein Kommentar zu „Ein Tropfen Satire zum Ahrensburger Weinfest: Trink, trink, Bürgerlein trink! Lass doch die Sorgen zuhaus‘!

  1. Kassandra

    Ich denke mal, dass der Stellvertreter des Bürgermeisters seinen Wein nicht selber bezahlen muss, denn geht geht aufs Haus. Aufs Rat-Haus meine ich natürlich. 🙂

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