Wie der Stadtverordnete Peter Egan das Geschehen in der Stadt Ahrensburg schönreden will und dabei die Probleme in der Innenstadt einfach beiseiteschiebt

Der Stadtverordnete Peter Egan von der WAB hat mal wieder die Werbekolumne für Parteien im Anzeigenblatt MARKT gefüllt. Eigentlich müsste ich den Inhalt nicht kommentieren, denn der Schreiber kommentiert sich wie so häufig selber. Dieses Mal: Phrasen, Floskeln und Schönwetterparolen. Und wenn Egan von „robusten Steuereinnahmen“ träumt und über „solides Haushalten“ der Stadt Ahrensburg phantasiert, dann kann ich mir ein paar Bemerkungen dazu nicht verkneifen.

Früher, meine lieben Mitbürger, da hatte die Stadt Ahrensburg mal sehr robuste Einnahmen, und zwar durch Gebühren von den Parklätzen Alte Meierei, Lindenhof und Alte Reitbahn. Alle drei städtischen Parkplätze wurden jedoch im Laufe der Jahre ohne Not und Zwang verscherbelt, sodass dort seither alle Gebühreneinnahmen für die Stadtkasse fortfallen. (Meine offizielle Anfrage beim Bürgermeister, was die Stadt seither bei Lindenhof und Alter Reitbahn verlustig gegangen ist, wird von der Verwaltung seit Monaten nicht beantwortet.)

Dann hat die Stadt ihre robusten Steuereinnahmen erhöht, indem sie die Grundsteuern für uns Bürger erhöht hat. Und sogar die Hundesteuer wurde angehoben, wobei der erste Hund nun 120 statt zuvor 80 Euro kostet, was mal eben eine Steuererhöhung von 50% ergibt und bei einigen Hundehaltern für ein Knurren gesorgt hat. 🐶

Und wenn’s obendrauf noch ein Klacks aus Satire sein darf:  Beim Schulzentrum Am Heimgarten, das gerade im Bau ist, dort hat die WAB den Gerüchten nach für solides Haushalten gesorgt, indem sie robust verhindert hat, dass im zukünftigen Gebäude die Wasserhähne auf den Toiletten vergoldet werden genauso wie auch nicht die Türklinken für alle Räume. Und es soll für den Bau kein Ebenholz oder Bruyère genommen werden und auch kein skandinavisches Holz wie bei den importierten Parklets zum Stückpreis von 15.000 Euro, sondern man wird auf einheimisches Gehölz zurückgreifen. Und Böden aus italienischem Carrara-Marmor soll es auch nicht geben, man einigte sich auf herkömmliche Bodenfliesen aus deutscher Produktion. Auf diese Weise konnten die Baukosten dann genauso robust wie solide gesenkt werden auf schlappe 115.000.000 Euro – Halleluja, der  Herr [Egan] sei mit Euch! 😇

Aber Scherz beiseite, denn dazu ist die Sachlage in Ahrensburg viel zu ernst. Und darum erkläre ich auch an dieser Stelle noch einmal, was Ahrensburg vorrangig fehlt, und das ist

Stadtmarketing!

Davon jedoch schreibt Peter Egan keine einzige Silbe, weil er vermutlich garnicht weiß, was Stadtmarketing überhaupt ist und wozu das für Ahrensburg gut sein soll, zumal er es ja nicht bei Edeka in den Einkaufswagen legen kann. Und darum beende ich meinen vorliegenden Blog mit Hinweisen auf Stadtmarketing für Ahrensburg und habe dafür die wichtigsten Kriterien zusammengetragen als dieses sind:

Stadtmarketing ist für eine Kleinstadt von hoher Bedeutung, da es als zentraler Motor für die Belebung des Zentrums, die Bindung von Kaufkraft und die Stärkung des lokalen Images dient. Warum Stadtmarketing in Ahrensburg wichtig ist:

  • Rettung und Belebung der Innenstadt: Kleine Zentren leiden oft unter Leerstand und starker Konkurrenz durch den Online-Handel oder größere Nachbarstädte. Gezielte Konzepte schaffen in der Innenstadt einen Mix aus Handel, Gastronomie und Aufenthaltsqualität.

  • Kaufkraftbindung vor Ort: Durch digitale Plattformen, Kundenbindungsprogramme und lokale Initiativen bleibt das Geld der Bürger eher in der Stadt, statt abzuwandern. Dazu gehören auch ausreichend Parkmöglichkeiten in der City; sind diese nicht vorhanden, dann geben potentielle Kunden Gas und fahren einfach weiter und dort hin, wo sie bequem in Laden- und Restaurantnähe parken können.

  • Stärkung der Identität: Ein aktives Marketing fördert den Stolz und das Engagement der eigenen Einwohner für ihren Heimatort („Wir-Gefühl“). 

  • Standort- und Nachwuchsgewinnung: Kleinstädte konkurrieren im demografischen Wandel um Fachkräfte, Familien und neue Betriebe. Ein klares Profil macht die Stadt als Wohn-, Arbeits- und Lebensort sichtbar. 

  • Tourismus und Wirtschaftsförderung: Auch kleine Orte profitieren spürbar, wenn sie kulturelle Highlights, Märkte oder Naherholung gezielt nach außen vermarkten.

Besondere Herausforderungen in Kleinstädten: Anders als in Metropolen sind die finanziellen und personellen Ressourcen im kleinstädtischen Stadtmarketing meist sehr begrenzt. Umso wichtiger ist es, dass Verwaltung, Politik, Einzelhändler, Gastronomen und Vereine eng zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen anstatt gegeneinander zu wirken.

Und ausgangs noch ein ganz wichtiges Zitat aus dem Beitrag von Peter Egan, und zwar zu dem, worüber er zusammen mit dem ADFC ganz besonders  glücklich  ist,  nämlich:

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 12. Oktober 2026

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