Gestern habe ich moniert, dass das Hamburger Abendblatt auf einer ganzen Seite, die zuvor für Stormarn vorgesehen war, nun als Rätselseite für Rentner Kinder gebracht hat. Und heute? Heute lässt die Redaktion die Hosen runter und die Katze aus dem Sack: Die
Stormarn-Seiten im Hamburger Abendblatt werden mit dem heutigen Tag genauso eingestellt wie die Seiten über Pinneberg, Noderstedt und den Kreis Segeberg – siehe die Abbildung!
Die Begründung ist eine Ausrede und lächerlich zugleich. Der Grund sind wirtschaftliche Interessen des Verlages, denn die Auflage ist geschrumpft und Anzeigen für den Regionalteil sind selten geworden.
Zur Erinnerung: Es gab Zeiten, da hatte das Abendblatt mit der „Ahrensburger Zeitung“ eine Lokalredaktion in Ahrensburg. Und sogar auch eine Geschäftsstelle im Pavillon auf dem Rathausplatz. Und während die Einwohnerzahl von Ahrensburg stieg und stieg, fiel und fiel die Auflage der Regionalausgabe Stormarn. Das liegt zum einen im Trend der Zeit, zum anderen daran, dass die früher mal professionelle Redaktionsmannschaft im Laufe der Zeit mehr und mehr ausgedünnt worden war und am Ende nur noch mit „Aushilfen“ besetzt gewesen ist.
Und damit ist ein Kapitel Pressegeschichte in Ahrensburg beendet, der größten Stadt im Kreis Stormarn, die auf den ehemaligen Stormarn-Seiten im Abendblatt immer seltener aufgetaucht war.
