Schon wieder werden Abendblatt-Leser, die im Kreis Stormarn wohnen, von der Redaktion der Zeitung auf den Arm genommen und übers Ohr gehauen. Denn: Aus den ohnehin nur verbliebenen zwei Seiten der ehemaligen
Stormarn-Beilage gibt es heute nur noch eine Seite, gefüllt mit Tierleid-Fotos im Rathaus von Ahrensburg und Schulpendler in Reinbek. Und auf der zweiten Seite: Kinderrätsel.
Ich wiederhole: Kinderrätsel! Und genau deshalb haben wir kindischen Leser im Kreis Stormarn das Hamburger Abendblatt ja auch abonniert – oder Sie etwa nicht?
Wäre das Blatt aus dem Funke-Verlag ein Lebensmittel, dann würde ich es vorschlagen für den „Goldenen Windbeutel“ von foodwatch.
Und dann ist dort die Maklerfirma Engel & Völkers. Die hat eine Annonce im MARKT geschaltet und zeigt damit an: „Immobilien erfolgreich verkaufen. Ihr Team für Ahrensburg, Großhansdorf & Umgebung“. Und was will dieses
Team erfolgreich verkaufen? Sie sehen es im Inserat: Verkaufen wollen Engel & Völkers das große weiße Herrenhaus am Eingang zur Innenstadt, das wir auch als Ahrensburger Schloss bezeichnen.
Sie denken, dass ich mich irre? Dann verraten Sie mir doch bitte schön, warum die Damen und Herren sich ausgerechnet vor dieser Immobilie zur Schau stellen und nicht vor ein anderes Gebäude, das die Firma im Angebot hat!
Wenn Sie durch Ahrensburgs Vorzeigestraße gehen, also durch die Rampengasse, dann finden Sie dort im Boden die Wappen unserer Partnerstädte, auf denen die Bürger mit ihren Füßen herumtrampeln. Eines dieser Wappen ist mir
schon in Vergangenheit aufgefallen, nämlich das von Feldkirchen – siehe die Abbildung!
Wenn Sie sich dieses Wappen anschauen, dann erkennen Sie, wie brüchig unsere Partnerschaft zu Feldkirchen ist. Dass man so ein Wappen auch pflegen und bei Bedarf reparieren muss, das weiß man in unserem Denkmal am Rathausplatz natürlich nicht. Und unser Bürgermeister macht ja auch lieber Urlaub in Kanada statt im schönen Kärnten. 😉

Sicherlich ist es notwendig auf Tierleid hinzuweisen – aber man sollte auch zeigen, wie es besser geht um nicht ganze Berufsstände in Verruf zu bringen.
@Bauer aus Ahrensfelde:
Leider konnte ich den Artikel nicht lesen – zu klein gedruckt.
Diese Ausstellung werde ich mir wohl nicht ansehen, weil ich mich im Laufe der Jahrzehnte als Tierliebhaberin sehr mit dem Thema beschäftigt habe.
Was mich interessiert ist: Werden die Bauern als die Bösen hingestellt, die aus reiner Profitgier Tieren Unsägliches zumuten?
Wurden sie nicht auch durch wirtschaftliche Zwänge dazu gezwungen – um überhaupt überleben zu können – Tiere nicht artgerecht zu halten?
Übrigens:
Ich würde mir – der Ausgeglichenheit halber – einen genauso großen Artikel über das Leid von Haustieren wünschen, die von ihren Besitzern alles andere als artgerecht gehalten und behandelt werden; die als mit im Bett schlafenden Kindersatz herhalten müssen, die so massiv überfüttert werden, dass kaum noch die Beine zu sehen sind, wenn sie ihren verfetteten Körper mühselig beim Gassigehen vorwärts bewegen.
Oder die schon für uns Menschen schwer erträglichen Lärmquellen ausgesetzt werden.
Oder die als Seelentröster kurzfristig herhalten müssen – und dann im Tierheim abgegeben werden, weil sie in ihrer Funktion nicht mehr gebraucht werden.
Das war während und nach den Lockdowns sehr oft der Fall!
Ich wünsche mir eine entsprechende Ausstellung im Rathaus!
Ob wohl der Mut dafür vorhanden ist?
Das würde mich – und andere verantwortungsbewusste Tierhalter und -freunde sehr freuen!
Lieber Herr Dzubilla, sie haben übersehen, daẞ auch die Partnerschaft mit Ludwigslust „zerbrochen“ ist und das sogar mehrfach.
Eine Reparatur derselben dürfte ähnlich wie bei Feldkirchen auf sich warten lassen, unser Bürgermeister hat Wichtigeres zu tun.
Wer ist eigentlich auf die hirnrissige Idee gekommen, die Wappen der Partnerstädte als Fußabtreter zu installieren?
Sind denn in Ahrensburg nur noch – an höheren Stellen – Idi – Denkschwache am Werk?