Auch in diesem Jahr wird es in unserer Stadt ein sogenanntes „Ahrensburger Weinfest“ geben, was eine Promotion ist von einer Hamburger Agentur und diversen Winzern. Eine „Ahrensburger Musiknacht“ hingegen wird es nicht mehr geben. Womit ich nach Elmshorn blicke, wo es an diesem Wochenende ein Wein- und Schlemmerfest gab und gibt und auch eine Musiknacht – siehe Abbildung aus dem Hamburger Abendblatt mit ergänztem Veranstaltungsplakat!
Was unterscheidet Elmshorn von Ahrensburg, mal abgesehen davon, dass Elmshorn rund 53.000 Einwohner hat, während bei uns in Ahrensburg rund 35.000 Menschen leben? Kurz gesagt: Das Weinfest in Elmshorn wird vom dortigen Verkehrs- und Bürgerverein (VBV) veranstaltet, während es in Ahrensburg von einer Hamburger Event-Agentur durchgeführt wird. Außerdem: In Elmshorn wird alljährlich eine Weinkönigin gewählt, wie sich das bei einem richtigen Weinfest auch gehört und wie es früher einmal ebenfalls in Ahrensburg passiert ist. 👸
Und während die Elmshorner Musiknacht in diesem Jahr ihr 10jähriges Bestehen feiert, wurde die Ahrensburger Musiknacht seit vergangenem Jahr beendet. Warum? Wenn Sie mich fragen: Die Ahrensburger Musiknacht wurde beendet, weil die Veranstalterin zu raffgierig gewesen ist und es darum viel zu viele Spielstätten gegeben hat, die niemand alle wahrnehmen konnte, so dass in einigen Ladenlokalen leere Hose gewesen ist, wofür die Inhaber zahlen mussten. Und für die angeblichen Verluste der letzten Ahrensburger Musiknacht wurde die Stadtkasse von der privaten Veranstalterin in Anspruch genommen, was in meinen Augen eine ziemlich dubiose Angelegenheit gewesen ist.
POSTSKRIPTUM: Heute ist übrigens verkaufsoffener Sonntag in Ahrensburg. Dort können Sie auch alte Autos bewundern, die in diesem Jahr noch ein Jahr älter geworden sind als im letzten Jahr.

„Weinkönigin“? Das ist sexistisch, wenn nicht gleichzeitig auch ein Weinkönig gewählt wird und eine Dragqueen.