Bürgermeister Eckart Boege: Reden ist Silber, Schweigen ist Blech

Heute vor genau einem Monat hat sie stattgefunden, die “Dialogveranstaltung Gütertrasse” der Stadt Ahrensburg im Schulzentrum Am Heimgarten. Wie gesagt: vor einem Monat. Und? Was ist daraufhin passiert? Haben Sie schon etwas gehört oder gelesen, welche Schlussfolgerungen der Bürgermeister daraus gezogen hat? Oder wissen Sie vielleicht, welche Maßnahmen Eckart Boege ergreifen will oder gar schon ergriffen hat, um Schaden von der Stadt Ahrensburg und ihren Bürgern abzuwenden . . . ?

Ebensowenig habe ich ein Sterbenswörtchen vernommen aus den Lagern der politischen Fraktionen. Wo sind die Stimmen von den Parteien? Oder meinen alle Politiker (m/w/d), mit der Dialogveranstaltung wäre der Fall erledigt und man könne nun wieder zur Tagesordnung übergehen bis die S-Bahn durchs Tunneltal rollt und die Transgüterzüge bei Tag und Nacht durch die Innenstadt donnern?

Der Blogger fragt sich: Welchen Sinn hatte die Dialogveranstaltung mit aufwendigem Streaming, wenn danach das drohende Unheil von städtischer Seite nicht ernstgenommen wird?! Ich hatte ohnehin das Gefühl, dass es weniger eine Dialog- als vielmehr Monologveranstaltung gewesen ist.

Ausgangs eine Metapher: Der schwerkranke Patient liegt auf seinem Bett im Krankenhaus. Um ihn herum hat sich eine Abordnung von Ärzten, Apothekern, Kurpfuschern und Quacksalbern versammelt und stellen ihre Diagnosen. Sie raten zu Therapien, die so different sind wie Feuer und Wasser. Und nachdem der Patient dann von einem herbeigerufenen Vertreter der Pharmaindustrie eine Schüssel mit Tranquilizern erhalten hat, gehen alle Herumstehenden ihrer Wege, und der Patient bleibt allein und kann nur noch für sich beten.

Der Herr sei mit Euch, meine lieben Mitbürger, aber nicht im Geiste des Bürgermeisters!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. November 2022

2 Gedanken zu „Bürgermeister Eckart Boege: Reden ist Silber, Schweigen ist Blech

  1. Michael Kukulenz

    Danke Herr Dzubilla, dass Sie das Thema nicht in Vergessenheit geraten lassen. Ich hoffe immer noch, dass es gelingen kann, mehr und auch einflussreiche Ahrensburgerinnen und Ahrensburger davon zu überzeugen, dass die alternativen Pläne kein wirtschaftliches Hindernis sind und die Anbindung an Hamburg schneller und angenehmer macht, auch wenn u.U. 1x in Rahlstedt umgestiegen werden muss.
    Herr Huber (DB) hat doch gerade gesagt, dass die Verspätungen in 2022 völlig inakzeptabel waren, was vor allem an dem überalterten Streckennetz liegt. Hier muss Geld ausgegeben werden. Wenn ich einen Kleingarten habe und die Wege alle mit “Unkraut” überwuchert sind, dann lege ich doch nicht einfach neue Wege an, um das Problem zu lösen. Das würde doch Gartenland und damit Ertrag kosten. Oder sehe das falsch?
    Wenn man sieht, was in HH alles abgerissen wird, so komme ich immer wieder zu der Ansicht, dass es sich hier um ein städtebaulichen Verbrechen handelt, welches der Bevölkerung nicht dient. Und SH hat überhaupt nichts von den Baumaßnahmen auf SH-Gebiet.
    Warum bloß findet die Natur und Archäologie des Ahrensburger Tunneltales so wenig Freundinnen und Freunde, die nicht der Meinung sind, dass man nichts mehr ändern kann?
    Man kann sehr wohl mit unbeugsamen Widerstand der verfehlten Politik etwas entgegensetzen.
    Ich habe keine Familie mehr und kämpfe. Wo sind die Familien, die etwas für Ihre Kinder tun?

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