Nun soll die Zukunft in Ahrensburg gespeichert werden: Der neue Verein “Zukunftsspeicher” will uns zeigen, was aus dem Alten Speicher am Marstall werden soll

“Vereine fördern die Bestrebungen ihrer Mitglieder und stören die der anderen.” Dieses Wort stammt nicht von mir sondern von Robert Musil (1880-1942), der seine Erkenntnis schon vor meiner Geburt geäußert hat. Und ich gebe ihm Recht, dem österreichischen  Schriftsteller, wenn ich auf den neuen Verein blicke, der sich gerade in Ahrensburg gegründet hat: Verein “Zukunftsspeicher” – siehe die Abbildung aus dem 3. Buch Abendblatt! 

Zum Alten Speicher, den die Stadt Ahrensburg im Dezember 2015 vom Park Hotel für 600.000 Euro erworben hat, habe ich ich mich vielfach auf Szene Ahrensburg geäußert. Und wenn Sie das alles nachlesen, dann werden Sie mir bestätigen: Es ist ein klassisches Kapitel Realsatire aus dem Tun und Treiben im Schilda des Nordens.

Und nun hat sich besagter Verein gegründet, der angeblich den Alten Speicher “retten” will? Fragen: Retten? Vor wem retten? Vielleicht vor einem Investor, der kommen könnte, der Stadt das modernde Gebäude abkauft und abreißt, um dort Luxuswohnungen zu bauen?

Studenten der Innenarchitektur von der Hochschule Hannover haben Anfang 2020 diverse Vorschläge für die Neugestaltung und Nutzung vom Alten Speicher gemacht. Sollte das Gebäude aber dem Denkmalschutz unterliegen, dann wären einige dieser Vorschläge nur für die Mappen der Studenten.

Natürlich wäre es gut, wenn sich jemand nach 6 ½ Jahren mal ernsthafte Gedanken über das Schicksal der Ruine macht. Aber die Damen und Herren des neu gegründeten Vereins leben offenbar in der Vergangenheit und sehen nicht das Welt- und Wirtschaftsgeschehen in Gegenwart und Zukunft. Und da hat auch die Stadt Ahrensburg ganz andere Prioritäten bekommen als den Alten Speicher für Millionen Euronen zu sanieren und herzurichten. Oder will der Verein “Zukunftsspeicher” das vielleicht aus seiner Vereinskasse finanzieren…?

Wenn Sie mich fragen: Wenn der Alte Speicher nicht unter Denkmalschutz steht, dann sollte die Stadt Ahrensburg das Grundstück an einen Verein verkaufen, damit dort sozialer Wohnraum entsteht.

Ausgangs noch eine Feststellung: Wenn die Stadt Ahrensburg in der Person des Bürgermeisters einen Vorschlag in der Stadtverordneten-Versammlung zwecks  Beschluss über die Zukunft vom Alten Speicher vorlegt, dann dürfen drei Mitglieder vom Verein “Zukunftsspeicher” gar nicht mit abstimmen, und zwar die Stadtverordneten Rolf Griesenberg (SPD), Matthias Stern (CDU) und Detlef Steuer (WAB).

Apropos Matthias Stern: Im Dezember 2015 hat seine Fraktion geschlossen abgestimmt, dass der Alte Speicher dem Park Hotel nicht von der Stadt Ahrensburg abgekauft werden soll.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Juni 2022

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