Städtische Überwachungskräfte gewähren Sonderrechte

Dass die Verwaltung der Stadt Ahrensburg die Bürger mit zweierlei Maß misst, konnten Leser von Szene Ahrensburg schon häufiger erfahren. Und erkennbar ist das immer wieder beim Parken in der Stadt, was ja eines meiner Lieblingsthemen ist: Hier dürfen die einen Autofahrer kostenlos machen, was sie nicht dürfen, während andere dafür ein Bußgeld zahlen müssen.

Nehmen wir die öffentlichen Parkplätze der Stadt, auf denen die Kunden der Geschäfte parken genauso wie die Besucher von Arztpraxen und die Gäste von Restaurants. Dort stehen Ticketautomaten, wo die Autoparker zur Stadtkasse gebeten werden. Das gilt sogar, wenn die Bürger auf dem Rathausplatz parken, weil sie etwas im Rathaus zu erledigen haben. Was bedeutet: Wer einen neuen Personalausweis beantragt, muss nicht nur für das Dokument in die Stadtkasse zahlen, sondern auch für das Parken vor der Rathaustür. Oder neuerdings auch auf der Rückseite des Ahrensburger Denkmals.

Wobei ich nicht unerwähnt lassen kann: Nicht die Verwaltung hat die Parkplatzgebühren eingeführt, sondern das waren Politiker, die das mehrheitlich beschlossen haben. Und die selber kostenlos in der Tiefgarage des Rathauses parken dürfen.

Und: Wenn der gemeine Autofahrer kein Ticket zieht oder dieses abgelaufen ist, dann muss er damit rechnen, dass eine städtische Überwachungskraft kommt und ein Knöllchen unter den Scheibenwischer steckt, was noch teurer wird als ein Ticket zu ziehen.

Und dann hat die Stadt auch kostenlose Parkplätze für ihre Kunden, und zwar für die Besucher von Badlantic und Cottage-Sauna. Dort gibt es Hinweisschilder, die ausdrücklich darauf hinweisen, dass hier das Parken einzig und allein für die Gäste der städtischen Einrichtungen erlaubt ist.

Und nun schauen Sie mal auf die beiden Fotos, die ein Szene-Leser heute früh gemacht hat. Und er schreibt dazu, dass diese Fahrzeuge keine Einzelfälle sind, sondern dass dort weitere stehen. Und solche Dauerparker stehen dort regelmäßig, wie ich schon auf Szene Ahrensburg gezeigt habe.

Was wäre wohl, wenn diese Fahrzeuge wochenlang auf dem Rathausplatz abgestellt werden – ohne Ticket, versteht sich…?!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Dezember 2021

6 Gedanken zu „Städtische Überwachungskräfte gewähren Sonderrechte

  1. Mensch

    Die ganze Stadt ist ein riesiger Parkplatz. Auto Autos Auto. Auch Dzubilla ist ein Auto.
    Kein Platz für Menschen. Autos sind keine Menschen, sondern Unmenschen.
    Auch deren Insassen.
    Nur wer mit Fahrrad, zu Fuß oder Bus kommt und sein Auto zu Hause lässt, ist ein Mensch.

  2. Knud Bielefeld

    Ganz im Ernst: Hat überhaupt irgendjemand mal in Ahrensburg eine städtische Überwachungskraft gesehen, die Falschparker aufspürt und Knöllchen verteilt? Ich wohne seit 1995 in Ahrensburg, bin häufig in der Innenstadt und habe sowas noch nie gesehen. Autos, die im Parkverbot parken, sind dagegen reichlich zu beobachten.

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