Ahrensburger Dungeon: Der neue Slogan, Plakate und die Linde, die unter der Kettensäge ausgerauscht hat

Heute präsentiert der City-Manager Christian Behrendt vor dem Hauptausschuss seine Vorstellungen für das Stadtmarketing von Ahrensburg. Und ich sage es Ihnen schon mal vorab: “Grausam.Gruselig.Grottenmäßig.” Will meinen: Was Christian Behrendt heute Abend dem Hauptausschuss vorstellen wird, ist meiner Meinung nach nicht mehr zu unterbieten. Seine Ideen für Werbung stammen aus der Zeit als “Asbach” noch jung war. Vielleicht auch noch davor.

Zuerst einmal die Marke und der Slogan – siehe die Abbildung oben links! Nein, das ist kein Gag: Der Slogan für Ahrensburg soll tatsächlich lauten:  “Zusammen.Lebenswert.Lebendig.” Das ist kein Slogan, das sind drei Vokabeln, die auf jede Stadt und jedes Dort zutreffen – siehe z. B. Region Gießener Land, wo allerdings statt dem banalen “Zusammen” das Adjektiv “Liebenswert” steht – Abbildung rechts!

Über diese drei aneinandergereihten Phrasen-Wörter für Ahrensburg muss man nicht diskutieren, so etwas schmeißt man in die Tonne. Und schämt sich, dass man dafür bereits Geld ausgegeben hat.

Und genauso irre sind die Werbeplakate, die der City-Manager heute präsentiert. Ich habe aus Platzgründen an dieser Stelle nur zwei davon abgebildet, aus denen erkennbar wird: Dieses sind hinterhältige Anschläge auf unsere Stadt und uns Bürger!

So hat man Reklame gemacht um die Jahrhundertwende, allerdings um das Jahr 1900. Würde heute eine Werbeagentur mit solchen Entwürfen zu einem Auftraggeber kommen, ich garantiere Ihnen: Die Agenturmitarbeiter fliegen beim Kunden raus, und zwar achtkantig und ohne die Möglichkeit einer Rückkehr.

Ich merke beim Schreiben, wie die Wut in mir hochkommt! Ein halbes Jahr lang hat dieser sogenannte City-Manager gewerkelt, um dann Müll auszukippen. Der Mann hat weder von Stadtmarketing einen blassen Schimmer noch von moderner Werbung. Dieser “Medienfluglehrer”, wie er sich selber bezeichnet, ist in meinen Augen ein Hochstapler. Der soll den Rathausplatz fegen oder die Toilette am Bahnhof reinigen, aber nicht im Rathaus sitzen und von Steuergeldern bezahlt werden!

Ausgangs noch ein Witz, über den ich allerdings nicht lachen kann. Lesen Sie mal, was der Mann über die Linde aussagt, die in der alten Volksweise “Am Brunnen vor dem Tore” steht – siehe Abbildung rechts!

Ahrensburger Bürger wissen: Die Linde ist der Baum, der in der Großen Straße genauso abgeholzt wurde wie am Lindenhof. Und zuletzt in der Hamburger Straße, wo zwar  Bäume nachgepflanzt werden sollen – aber eben keine Linden!

Ich empfehle zur Nachpflanzung: Affenbrotbäume, denn die passen zu den Vorstellungen des City-Managers, wie er sich heute Abend im Hauptausschuss vorstellt.

Und last but not least die Kostenrechnung (ohne die Personal- und Bürokosten für den Medienfluglehrer Christian Behrendt):

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. Mai 2021

15 Gedanken zu „Ahrensburger Dungeon: Der neue Slogan, Plakate und die Linde, die unter der Kettensäge ausgerauscht hat

  1. j

    Was wollen Sie von einer Stadt erwarten wo der Bürgermeister Zeit hat aus dem Fenster zu sehen, wie sich die Bürger um einen Parkplatz streiten: Michael Sarach – Christian Behrendt : wie der Herr so das Geschirr.

  2. Yvonne K.

    Ich weiß nicht, was das soll. Aber ich weiß: Wenn diese Plakate kleben, dann ziehe ich weg aus Ahrensburg.

  3. Konstantin Weber

    Wäre Ahrensburg ein Quadrat, dann hätte man auch schreiben können “Quadratisch.Praktisch.Gut.” Und lecker. Eben wie Ritter-Schokolade 😉

  4. Die Kraehe vom Rathausplatz

    Fuer die gezeigten Plakate und fuer die genannten Maßnahmen benötigen wir keinen Fluglehrer, dass kann jeder Realschüler besser, aber das wäre wohl eine Unterforderung eines Realschülers

  5. j

    Noch eine Frage: Position 9 – Weihnachtsmann – 500€, ist das eine Gratifikation für den Herrn Bürgermeister?

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Ich vermute, der soll als Weihnachtsmann durch die Innenstadt gehen und Schokoladiges an die Kinder verteilen. Aber mal im Ernst: Als Erich Lawrenz noch Manager vom CCA gewesen ist, da hat er sich selber als Weihnachtsmann kostümiert und ist durchs EZ begeben, um kleine Geschenke an die Kinder zu verteilen. Ich glaube nicht, dass das 500 Euro gekostet hat.

  6. Stiller Beobachter

    Nachdem dieser Mann eingestanden hat, dass er sein “Fachwissen” aus einem Fachbuch abgeschrieben und auf der Ahrensburg-Website veröffentlicht hat, konnte man schon ahnen, welch Geistes Kind dieser “Citymanager” ist. Angesichts der Tatsache, dass viele Menschen durch die Coronakrise erheblich zu Schaden gekommen sind, sind die Gelder, die hier jetzt schon aus dem Fenster geworfen wurden (Inkl. der Parklets) ein Schlag ins Gesicht der Ahrensburger Bevölkerung. Wo ist der Politiker, der hier mal öffentlich Tacheles redet?!!!

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