Thema von der Galerie: Warum soll Ahrensburg der Sparkassen-Kulturstiftung gegenüber verpflichtet sein?

Ich kann mich selber schwer beurteilen, was meinen eigenen Verstand betrifft. Aber ich gehe mal davon aus, dass ich einen durchschnittlichen Menschenverstand habe. Und dass dieser Menschenverstand auch ein gesunder ist. Und trotzdem zweifle ich immer wieder an meinem eigenen Verstand, wenn ich Vorgänge in Ahrensburg sehe, von denen ich annehmen muss, dass ich der einzige Bürger in der Stadt bin, der die Dinge so sieht wie ich.

Ein Beispiel für das eingangs Gesagte ist meine Meinung zum Marstall. Genauer: Die Galerie im Marstall, die dort in der ehemaligen Stallhalle untergebracht ist. Diese historische Halle ist Eigentum der Stadt Ahrensburg und vermietet an die Sparkassen-Kulturstiftung, die dort Ausstellungen macht. Die Galerie im Marstall ist geöffnet am Mittwoch, Samstag und Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr. Und die Regie darüber führt Dr. Katharina Schlüter, die dort genauso eigenmächtig wie -sinnig ihre Ausstellungen veranstaltet, die vom gemeinen Bürger so zahlreich besucht werden wie das ehemalige Luxus-Klo vor dem Rathaus. Allerdings nicht ganz so häufig.

Wenn Sie auf die Homepage unserer Stadt gehen, dann finden Sie dort die Halle im Bilde, über die ich hier berichte. „Willkommen in Ahrensburg“, steht darüber geschrieben, und ich frage mich: Wer wird hier eigentlich wirklich willkommen geheißen? Außer die Kuratorin vielleicht noch Schubiduu…uh, das Schlossgespenst von gegenüber, das hier im leeren Raum herumgeistert und von den Bildern und Exponaten erschreckt wird…?

Tatsache und Ursache dieses Beitrages: Die Stadt Ahrensburg benötigt dringend eine Halle für eigene Belange. Und so eine Halle soll bald für viel Geld des Steuerzahlers gebaut werden. Dabei wäre es so einfach, den Mietvertrag mit der Sparkasse zu kündigen und die städtische Halle für städtische Belange zu verwenden.

Um auf meinen durchschnittlichen Menschenverstand zurückzukommen: Zweifeln Sie daran? Falls ja, dann verraten Sie mir doch bitte per Kommentar, warum ich mit meiner Vorstellung danebenliege!

POSTSKRIPTUM: Dass hier, im sogenannten „Kulturzentrum“, auch die Stadtbücherei untergebracht werden könnte, habe ich ja schon mehrfach erwähnt.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Oktober 2020

3 Gedanken zu „Thema von der Galerie: Warum soll Ahrensburg der Sparkassen-Kulturstiftung gegenüber verpflichtet sein?

  1. D. Pacholski

    Nein, Herr Dzubilla, Sie werden zu Ihrer Meinung keinen Kommentar mit Gegenmeinung bekommen. Weil niemand bessere Argumente hat als Sie. Und was auch noch gruselig ist: Die Stadt hat viel Geld für die Sanierung dieser Halle aufgebracht.

  2. Narrenhof

    Ganz falsch Herr Dzubilla,
    denn die Tatsache, dass die insgesamt sogar zwei Verträge
    inzwischen mit kurzer Frist gekündigt werden können,
    dies aber nicht erfolgt,
    kann doch nur bedeuten,
    dass die Politik und die Verwaltung
    ganz entscheidende Gründe GEGEN die Kündigungen festgestellt haben.
    Die Frage muss also lauten:
    WARUM wird nicht gekündigt ?

    Gehen Sie mal davon aus, dass einige hauptamtliche und einige ehrenamtliche Interessen, einige bilanztechnische Sparkassen-Interessen (“auf ewig angelegte” Stiftungen müssten umgeschrieben werden) – sowie auch private Foto-Hobbyisten usw. durch eine Kündigung ihren Wirkungsraum verlieren würden.
    Diese Gruppeninteressen müssen Sie doch verstehen.

    Und vergessen Sie nicht:
    Besitz anzeigende Schilder müssten abgeschraubt werden.
    Die Räumlichkeiten müssten häufiger gefegt werden, weil mehr Besucher da herum trampeln.

    Sie wollen doch nicht etwa einen Wettbewerb unter Kulturschaffenden ?
    Wettbewerb ist in derartigen Kulturkreisen ga nich vorgesehen.

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