Wie ein Bürger die Arbeit des Tiefbauamtsleiters erledigt

Darüber sollten Ahrensburger Bürger nachdenken, und zwar über das, was Eckehard Knoll macht, der das Prädikat „Kreisel-Papst“ trägt. Der pensionierte Hamburger Baudirektor war vor einiger Zeit noch Stadtverordneter in der CDU-Fraktion und Mitglied im Bau- und Planungsausschuss. Dann wurde er aus der eigenen Fraktion gemobbt. Warum? Weil ein aufrechter Bürger wie Eckehard Knoll sich keinem Fraktionszwang unterwerfen wollte, was meint: Der Mann wollte nicht mit Bauchschmerzen gegen seine eigene Überzeugung abstimmen.

Abb. frei nach Abendblatt

Statt sich nun geruhsam seinem Pensionsabend hinzugeben, lässt das Geschehen im Ahrensburger Verkehr dem Fachmann keine Ruhe. Eckehard Knoll denkt und plant. Und heute berichtet das 3. Buch Abendblatt, dass Knolls Vorschlag für einen Minikreisel in Ahrensfelde die Mitglieder im Bau- und Planungsausschuss überzeugt hat – siehe Abbildung!

Aus der städtischen Verwaltung kam Verteidigung und Widerspruch zugleich. Zitat Abendblatt: „Dass in der Beschlussvorlage der Verwaltung nichts Konkretes zu Kreisverkehren stand, begründete Tiefbauamtsleiter Stephan Schott mit dem Arbeitspensum. ‚Das erfordert viel personellen Aufwand, wir müssen dann andere Projekte zurückstellen.’ Außerdem sei ein Minikreisel, der in der Mitte nicht bepflanzt, sondern nur einige Zentimeter aufgepflastert ist, sehr laut, wenn Lastwagen, Busse und Trecker hinüberführen.“

Fazit: Die Stadt Ahrensburg beschäftigt nicht nur Mitarbeiter im Rathaus, sondern es werden darüber hinaus auch noch hohe Summen an Beraterfirmen gezahlt. Und dann kommt ein Bürger, der so etwas wie ein Großer Bellheim ist, und macht die Arbeit des Tiefbauamtsleiters der Stadt Ahrensburg. Kostenlos, versteht sich. Und dann entblödet sich der Tiefbauamtsleiter nicht, als notorischer Bedenkenträger mit Argumenten aufzutreten, die der Normalbürger nicht mehr nachvollziehen kann.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 18. September 2020

5 Gedanken zu „Wie ein Bürger die Arbeit des Tiefbauamtsleiters erledigt

  1. Andreas Hausmann

    Die Vorstellung in der Feuerwache war tatsächlich nicht nur Kabarettprogramm, sondern auch empörend.
    Abgesehen von der gruseligen „Verständnislosigkeit“, die sich durch mangelhafte technische Anlagen und geöffnete Fenster an der Ahrensburger „ Hauptkreuzung“ ergab, hat der Fachdienstleiter in seinen Ausführungen wiederholt zwar viele Worte gemacht, aber nichts gesagt.
    Die Planungen zu einer Verkehrsberuhigung im Süden Ahrensburgs, wie auch übertragen auf andere Stadtgebiete, waren so nichtssagend, pauschal und absurd, dass bei einem Zuhörer fast der Eindruck entstehen konnte, die Präsentation und die Ausführungen dazu wurden gerade auf dem Klo durchdacht.
    Leider habe ich mittlerweile das Gefühl, dass die Herr- und Damenschaften im Ahrensburger Tiefbau ihr Geld nicht gerade fürs Arbeiten bekommen, sondern bevorzugt daran denken, anstehende Arbeiten und Planungen weit von sich zu weisen, weil sie vielleicht echte Arbeit nach sich zögen.
    Zusammenfassung meines oben Gesagten für Schnellleser:
    Die Ahrensburger Verkehrspolitik ist ein Trauerspiel, leider in mehreren Akten.

  2. Andreas Hausmann

    …und noch einen:
    Gerade sehe ich im Abendblatt von Morgen den weiteren Beweis für die absolute Unfähigkeit unserer Verkehrsplaner: Die neuen, tollen Ampeln in der Manhagener Allee, die alle mitten im … äh…AUF dem RADweg stehen.
    Wer ruft jetzt mal bei NDR an? Extra3 ist auf lustige Geschichten aus dem Ahrensburger Bauamt doch mittlerweile abonniert..

  3. Cam Pai

    …. da fällt mir nur “erschütternd armselig”…in Bezug auf die Ahrensburger Verwaltung ein…
    Allerdings fängt der Fisch immer noch am Kopf an zu stinken…
    Welch ein Armutszeugnis für unser “an sich schönes Ahrensburg” , sich so einen Fischkopp zu leisten…

  4. Cam Pai

    Und hier noch die Begründung für meine obige Einschätzung:

    In der öffentlichen Vorlage (2019/133/1) des Bürgermeisters zur Verkehsberuhigung empfiehlt er, den in der Anlage erarbeiteten kleinen Kreisverkehr nicht umzusetzen, da so der dörfliche Charakter in Ahrensfelde verloren ginge.
    – Wer hätte dem BM so viel Einfühlungsvermögen zugetraut?

    Und wer hat dies erarbeitet?
    Das renommierte Ingenieurbüro SBI aus Hamburg.
    Und wer glaubt, dass die Ingenieure von selbst auf diese schwachsinnige Idee gekommen sind, den Kreisverkehr direkt auf dem Dorfplatz unter Sprengung des Denkmals und Fällung von 6 Eichen zu planen, der… lebt wohl auch im Rathaus…
    Der Auftraggeber für diese Planung heißt Ahrensburger Verwaltung. Was für eine Verschwendung von unseren Steuergeldern. Schämen sollten sich die verantwortlichen Auftraggeber und wenn das Fass übergelaufen ist, endlich abdanken!

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