Dies und das und jenes: Nachrichten und Notizen von einem Stadtrundgang

Was würde der Blogger wohl tun, wenn er in seinem Telefon (sprich: Handy) keine Kamera hätte?! Klar, er müsste ständig seine Spiegelreflexkamera mit sich tragen, wenn er die Ereignisse, über die er berichten will, auch bildlich dokumentieren möchte. Was ich per iPhone immer dann mache, wenn ich durch die Stadt spaziere und dort nicht nur nach dem Rechten sehe, sondern auch nach dem Linken. 😉

Blickpunkt Rondeel: Nachdem ich die Verwaltung darauf hingewiesen habe, dass die Baustelle auf dem historischen Platz in der Innenstadt einen recht verwahrlosten Eindruck macht und es außerdem keiner Absperrung dort bedarf, weil doch gar nichts gebaut wird, da ist man im Rathaus inzwischen zur Einsicht gekommen. Allerdings nur halbherzig: Die Absperrung wurde nicht beseitigt, sondern nur verkleinert – siehe die Abbildung! Warum die Sperrgitter nicht vollständig entfernt werden, weiß ich nicht. Kann vielleicht jemand von Ihnen dazu etwas sagen, liebe Mitbürger?

Wenn ich durch die Rathausstraße gehe, dann muss ich häufig schmunzeln. Wegen der Autos die dort parken, und zwar auf dem Streifen, der ursprünglich dafür angelegt worden ist, damit gehbehinderte Mitbürger ihn benutzen können. Kosten: rund 30.000 Euro. Dass ausgerechnet die Fahrlehrer der sogenannten “Academy” ihre Autos auf diesem Streifen parken, dokumentiert, dass sie sich in Sachen Verkehrszeichen nicht so richtig auskennen. Und wenn sie das ihren Schülern auch nicht korrekt vermitteln, dann parken die morgen ebenfalls dort, zumal es in der Rathausstraße keinen Ticketautomaten gibt.

Geht man von der Rathausstraße zur Rampengasse durch den Lehmannstieg, dann fallen die Augen auf die Hauswände, die dort mit Graffiti beschmiert sind. Das ist nicht neu, und ich habe auch schon vor Wochen darauf hingewiesen. Und ich denke bei mir: Die Eigentümer dieser Häuser, die aus der Vermietung ihrer Immobilien allmonatlich eine bestimmt nicht geringe  Miete kassieren, die könnten doch mal so freundlich sein und ein paar Euro springen lassen, um einen Eimer Farbe und einen dicken Pinsel zu kaufen. Und es würde gar nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, um die Wände wieder in Normalzustand zu versetzen. Oder ist der derzeitige Zustand heutzutage der normale…?

Das Gesagte gilt auch für das Rathaus. Dort ist an der Wand schon wieder eine neue Schmiererei entstanden. Früher war diese Fläche noch mehr verunziert als es momentan der Fall ist. Seitdem die Verwaltung tätig geworden ist, hat sich der Zustand verbessert. Die Ausnahme, die jetzt dort zu sehen ist, bestätigt die Regel: Wenn man solchen Schmierereien gleich beseitigt, verlieren die Verursacher schneller die Lust, neuen Unfug zu machen.

Farbe kann der Bürger auch erwarten an den Rampen in der Rampengasse. Seit Jahren sehen die Betonwände grau und grausam aus. Und nachdem die Stadt den Eignern des CCA schon für 40.000 Euro nicht nur Pflanzenkübel sondern auch edle Holzbänke auf Kosten der Steuerzahler spendiert hat, könnte die Immobilienfirma in München wenigstens so freundlich sein und etwas für die Optik in der Gasse zu tun, indem sie die Rampen streichen lässt.

In der Manhagener Allee, auch AWO-Gasse oder Optikerstraße genannt, gibt es seit einigen Monaten das Kaufhaus Woolworth, nämlich dort, wo früher mal der EDEKA-Laden gewesen ist. Und wenn der Passant dort vorbeikommt, dann hat er ein bisschen das Gefühl, auf einem Basar im hinteren Orient zu sein: Das Warenangebot auf dem Bürgersteig vergrößert die Angebotsfläche des Ladens deutlich. Und die 1-Euro-Artikel lassen an den 1-Euro-Laden in der Hamburger Straße denken, wo ja ebenfalls das halbe Sortiment am Bürgersteig aufgebaut ist. Da können die Bürger gar nicht daran vorbeigehen ohne darüber zu stolpern. Aber genau das ist ja auch auch der Zweck solcher Straßendekorationen.

Eine schöne Dekoration sah ich in den Schaufenstern der Adler-Apotheke in der Hagener Allee – siehe die Abbildung rechts, oberes Bild! Es sind dort alte Plakate ausgestellt von Schifffahrtsgesellschaften mit entsprechendem Beiwerk. In den Schaufenstern anderer Apotheken werden Produkte aus dem Warensortiment dekoriert, passend zur Jahreszeit. Da zeigt die Apotheke am Rondeel in einem Schaufenster zum Beispiel Insektenschutzmittel. Und im Fenster daneben sind Koffer ausgestellt mit Sonnenschutzmitteln, die drumherum drapiert sind.

Und welche Dekoration möchte wir Kunden am liebsten in den Schaufenstern von allen Apotheken in Ahrensburg sehen? Wenn Sie mich fragen: Mittel gegen Covid-19.

 

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juli 2020

Ein Gedanke zu „Dies und das und jenes: Nachrichten und Notizen von einem Stadtrundgang

  1. Assi

    Es fehlt noch ein Kommentar zu den neuen Luxusläden im Collosseum, auch dort ist der Basar außen größer als in anderen Geschäften innen. Ich frage mich, wer achtet hier und auch bei den anderen Billgheimern auf den Mindestabstand von ca. 1,5 m. Niemand!!!
    Auch in der Hamburger Straße kann man nicht mit den nötigen Abstand an den Plastikdekorationen rechts und links vom öffentlichen Gehweg vorbeikommen, geschweige denn, wenn Gehhilfen zu benutzen sind.
    Und noch einmal zurück zum neuen Dekogeschäft in der Bahnhofstraße, einmalig schöne Billigstrahler sind an der Fassade angebracht zur Ausleuchtung der Pracht in der Nacht.
    Wer hat so etwas genehmigt??

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