Parkplatz Stormarnplatz: Wer einen Berg versetzen will und dabei schon über einen Maulwurfshügel stolpert, der sollte selber versetzt werden!

Vorab: Es hat in Vergangenheit noch nie Probleme gegeben, den Stormarnplatz als Parkplatz zu benutzen. Hier haben sogar schon ganze Zirkusunternehmen mit Wohnwagen und Lastfahrzeugen geparkt, von Personenkraftwagen gar nicht zu reden – siehe nachstehende Beweisfotos! Und nun soll der Platz zu einem „provisorischen“ Parkplatz für den Bürger werden, wobei es scheinbar Probleme gibt bei den Mitgliedern im Umweltausschuss. Und die Kosten für das Projekt sind auch gestiegen.

Ich lese im 3. Buch Abendblatt und staune Bauklötze: „Die Verwaltung veranschlagt nun 116.000 Euro, zusätzlich rechnet sie mit jährlichen Unterhaltskosten von 2500 Euro und späteren Rückbaukosten von 45.000 Euro.“ Macht summa summarum  Kosten in Höhe von 161.000 Euro zuzüglich Unterhaltskosten. Für was? Für einen provisorischen Parkplatz!

Vorschlag eines Bürgers: Es genügt, für die Autos eine Zu- und Abfahrt in einem Stück zu schaffen. Was möglich sein muss, denn irgendwie sind die Zirkus-Fahrzeuge ja auch auf den Platz gekommen – oder wurden die dort per Helikopter hingestellt? Ich sehe die Ein- und Ausfahrt zwischen Rathaus und Peter-Rantzau-Haus – siehe Foto! 

Der Parkplatz soll provisorisch sein. Das entspricht in meinen Augen einem temporären Parkplatz. Solche Plätze werden bei Veranstaltungen auf Wiesen und Feldern eingerichtet. Diese Flächen sind in aller Regel nicht oder nur in geringem Maße gefertigt. Und da der Stormarnplatz ja ein provisorischer Parkplatz sein soll, genügt als Parkflächenmarkierung auch eine provisorische Reihenabsperrung.

Wie gesagt: Der Parkplatz ist nur vorübergehend gedacht. Alles, was unnötige Kosten verursachen würde, sollte vermieden werden.

Die sinnvolle Alternative: Die Stadt findet Mittel und Wege, das Parkgrundstück am gegenüberliegenden Ende des Storarnplatzes umgehend freizugeben für den Bau eines Parkhauses durch den privaten Investor Timm. Wenn jemand erklärt, das ginge nicht so zügig, dann soll die Verwaltung eben einen Weg finden, der zügig begangen werden kann. Oder will man lieber 150.000 Euro Steuergeld für ein Provisorium in den Sand setzen?

Wozu mir ein Wort von Wernher von Braun in den Sinn kommt und also lautend: “Bei der Eroberung des Weltraumes sind zwei Probleme zu lösen: die Schwerkraft und der Papierkrieg. Mit der Schwerkraft wären wir fertig geworden.”

Und ich schließe mit einem Gedanken von Johann Wolfgang von Goethe, der  geschrieben hat: “Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.”

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 14. Februar 2020

4 Gedanken zu „Parkplatz Stormarnplatz: Wer einen Berg versetzen will und dabei schon über einen Maulwurfshügel stolpert, der sollte selber versetzt werden!

  1. Kassandra

    Wenn ich dazu noch ein Sprichwort stellen darf, dann zitiere ich meinen Großvater, der mir immer wieder gesagt hat: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

    Da beim Bürgermeister aber kein Wille für ein privates Parkhaus besteht, gibt es offenbar auch keinen Weg. Aber möglicherweise ein Bürgerbegehren mit der Frage:

    Tiefgarage für 12 Millionen Steuergeld mit Parkplatzgebühr? Oder Parkhaus für 0 Millionen Steuergeld ohne Parkplatzgebühr für Kunden?

    Schön wäre es, wenn der Bürgermeister in diesem Zuammenhang auch eine Frage stellen würde, nämlich die Vertrauensfrage.

  2. Tom Hansen

    Mitunter soll ja auch der Glaube Berge versetzen. Aber wer in Ahrensburg vermag schon, daran zu glauben? Ich glaube, dass BM und die Parteien CDU + Grüne + WAB die Innenstadt, also den Mittelpunkt von Ahrensburg, nur ein wenig verlagern wollen, nämlich zum Beimoor-Süd. Dort gibt es auch kein Problem mit Parkplätzen. Und Platz für den Muschelsteher gäbe es dort ebenfalls. Und Bäcker und Apotheke kommen da auch bald hin. 😉

    1. Torsten Schmidt

      “Genau Herr Hansen, volle Zustimmung meinerseits. Und die Händler der Innenstadt sollen sich bloß nicht so anstellen und die Gelegenheit nutzen schnellstens nach Neu-Beimoor umzuziehen, solange dort noch Gewerbeflächen frei sind. Idealerweise mit einem in Not geratenen Großhansdorfer Umzugsunternehmen damit dieses wieder wirtschaftlich auf die Beine kommt. Ja und die Innenstadt könnte man als “Pilotprojekt DDR 2.0″ verkommen lassen, um der aktuell am Steuerrad stehenden Generation Nachhilfe in VWL zu geben: Was passiert mit einem Quartier wenn Mieteinnahmen wegbrechen und damit nicht mehr kostendeckend zum Erhalt der Bausubstanz beitragen.” – Satire off

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