“Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!” (Erich Kästner)

Wahre Freude am Geld hat man erst, wenn man sich dafür etwas Schönes kauft. Und Freude an der Kunst hat man dann, wenn man sie betrachten kann. Geld, das im Tresor liegt, und Kunst, die im Archiv liegt, sind quasi freudloses Kapital. Und damit komme ich hier und heute auf ein Thema zurück, von dem ich hoffe, dass es viele Bürger interessiert, denn es geht darum, dass Sie sich mit Ihrem Geld etwas Schönes kaufen, nämlich Kunst. Und darum, dass Geld auch denen helfen soll, die es dringend zum Leben benötigen.

Zeichnung: Hans Kossatz aus “Der Mogelvogel” von Hans Reimann  (C. W. Niemeyer-Verlag, Hameln)

Damit komme ich noch einmal zurück auf das folgende Thema: Vor acht Jahren habe ich mit Hilfe von Bürgermeister Michael Sarach und Mitarbeitern der Verwaltung eine Aktion im Rathaus durchgeführt. Genauer: Die Aktion war eine Auktion. Versteigert wurden dabei Kunstwerke, die von Bürgern gespendet worden waren. Der Erlös dieser Auktion war bestimmt für die Ahrensburger Tafel. Leider kamen dabei nur 800 Euro zusammen, an denen der Bürgermeister einen hohen Anteil hatte, denn er hatte selber mehrfach geboten und gekauft.

Das war im Frühjahr 2011. Aber der Gedanke hat mich nie losgelassen: Warum soll es nicht zur Institution werden, dass im Ahrensburger Rathaus in unregelmäßigen Abständen eine Kunstauktion stattfindet, deren Erlöse einem guten Zweck dienen?! Das Foyer unseres Denkmals ist dafür bestens geeignet. Und wenn man aus der Kunstauktion ein Event macht mit Live-Musik, Speisen und Getränken, dann könnte man dabei noch mehr Geld erlösen.

Ich komme auf das Thema zurück, weil ich den Bürgermeister kürzlich in der Stadtverordneten-Versammlung gefragt habe, was aus den Bildern geworden ist, die von der Stadt im Rahmen von Ausstellungen des Vereins Kunstfreunde Ahrensburg e. V. angekauft worden ist. Auf meine Anfrage bekam ich von Michael Sarach die Information, dass es sich dabei um 75 Werke handelt, die von der Stadt erworben oder von Bürgern gespendet wurden.

Nach Angaben des Bürgermeisters hängen diese Bilder teilweise in den Fluren des Rathauses oder befinden sich in den Archivräumen. Und im Rahmen der Sanierung wurde ein Großteil der Bilder außerhalb eingelagert.

Natürlich sollen Bilder weiterhin im Rathaus hängen. Aber dass Bilder im Archiv „verstauben“, das muss nicht sein. Das ist auch eine Herabwürdigung der Künstler. Und deshalb habe ich vorgeschlagen, diese Bilder öffentlich zu versteigern. Der Bürgermeister hatte mir zugesagt, diese Möglichkeit zu überprüfen, und hat mir jetzt dazu schriftlich geantwortet:

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 17. Dezember 2019

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