Bürgervorsteher Roland Wilde pocht auf sein Hausrecht: Keine Fotos mehr von Stadtverordneten-Versammlungen!

Gestern Abend hat Bürgervorsteher Roland Wilde alle Insassen im Marstall erneut darauf hingewiesen, dass er das Fotografieren in der Stadtverordneten-Versammlung nicht duldet – es sei denn, er würde es zuvor ausdrücklich genehmigen. Das ist bitter für die Reporter von Abendblatt, MARKT et cetera. Und das Dumme ist: Der Bürgermeister meinte in Wahrheit nur einen einzigen Fotografen, nämlich den Blogger von Szene Ahrensburg.

Als ich vor einiger Zeit mal ein Foto auf Szene Ahrensburg veröffentlicht hatte, auf dem zwei Mitarbeiter der AWO in der Stadtverordneten-Versammlung über Belange abgestimmt haben, die die AWO betrafen, da war das natürlich nicht nur unangenehm für den Bürgervorsteher, weil der nicht aufgepasst hatte. Sondern es war auch peinlich für die Mitarbeiter der AWO. Und die hatten sich daraufhin höchstwahrscheinlich bei Roland Wilde beschwert, weil sie fotografiert und damit entlarvt worden waren. Und schon nach diesem Vorfall hatte der Bürgervorsteher das Fotografieren im Marstall verboten – mit Ausnahme von Janina Dietrich, die weiterhin mit ihrem Handy knipsen durfte.

Und in der Stadtverordneten-Versammlung im vergangenen Monat passierte dann das Gleiche: Wieder wurde über Belange der AWO abgestimmt, und ein Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt hob seine Hand im Interesse seines Arbeitgebers. Das Foto dazu auf Szene Ahrensburg dürfte der AWO wiederum nicht gefallen haben und weshalb der AWO-Geschäftsführer den Bürgervorsteher vermutlich erneut aufgefordert hat, alle Dokumentaraufnahmen von Unredlichkeiten in der Stadtverordneten-Versammlung zu unterbinden, damit keine weiteren Corpora Delicti an die Öffentlichkeit kommen.

Als Bürger von Ahrensburg wende ich mich hiermit an den Bürgervorsteher und fordere Roland Wilde auf, dass er verbieten soll, dass Autofahrer in unserer Stadt immer wieder gegen ihren Willen fotografiert werden, weil sie zu schnell gefahren sind! Oder dass Polizeifotos von Einbrechern online gestellt werden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. November 2019

2 Gedanken zu „Bürgervorsteher Roland Wilde pocht auf sein Hausrecht: Keine Fotos mehr von Stadtverordneten-Versammlungen!

  1. A. Burger

    Ein Vorschlag für den Herrn Wilde: Beim Fußball gibt es den Videoschiedsrichter. Wäre es nicht zweckmäßig, dass auch die Stadtverordnetenveranstaltungen mit Video aufgezeichnet werden, damit alle Vergehen im Bild festgehalten werden und hinterher möglicherweise revidiert werden können? Denn was wäre gewesen, wenn die Stimme des Linken das Stimmlein an der Waage gewesen wäre, um die Entscheidung pro Awo ausgehen zu lassen?

  2. Papa Razzo

    Gibt es auch ein Drohnenverbot im Marstall? Und glauben Sie, dass Roland Wilde, Bürgervorsteher von Ahrensburg, es wagen würde, eine Drohne abzuschießen, die im Marstall herumfliegt und von der er gar nicht weiß, wem die gehört – möglicherweise sogar dem Klingel-Domdey?

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