Archiv für den Monat: Juni 2019

MediaMarkt: Rechnung ohne das Finanzamt?

MediaMarkt hat eine Anzeige geschaltet. Und schon mit der Überschrift, die da lautet: „Steuerparadies Deutschland“, zeigt der Markt an, dass er die Leser auf den Arm nehmen will. Und dazu kommt die Aussage: „19% Mehrwertsteuer geschenkt!“ Und das Kleingedruckte im Inserat ist so klein gedruckt, dass ich es ohne Vergrößerungsglas nicht lesen kann.

Der potentielle Kunde soll nun glauben, dass er z. B. einen Fernseher bei MediaMarkt ohne Mehrwertsteuer bekommt, obwohl die gesetzlich vorgeschrieben ist. Das ist natürlich Bullshit. Wenn ein Fernseher zum Bespiel 1.190 Euro kostet, und zwar inklusive Mehrwertsteuer, dann kann MediaMarkt zwar sagen: Wir ziehen davon die 19 % Mehrwertsteuer ab und berechnen nur 1.000 Euro. Aber in den 1.000 Euro, die der Kunde bezahlt, sind dann wiederum 19% Mehrwertsteuer enthalten.

Und wenn ich als Kunde den Fernseher für 1.000 Euro geschäftlich kaufe, dann will ich eine Rechnung über 840,34 plus Mehrwertsteuer von 159,66 € haben, weil ich die Mehrwertsteuer steuerlich absetzen kann. Und wenn ich diese Rechnung bekomme, dann überweise ich an MediaMarkt nur 840,34 €, weil ich die Mehrwertsteuer ja geschenkt bekomme. Die kann ich dann aber nicht beim Finanzamt einreichen, weil man dort kontrollieren und feststellen würde: Ich habe ja gar keine Mehrwertsteuer bezahlt. Und MediaMarkt dürfte beim Finanzamt ein Problem bekommen, wenn man einen Erlös angibt, auf den keine Mehrwertsteuer eingegangen ist, weil man diese Mehrwertsteuer dem Kunden geschenkt hat. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Juni 2019

Tod eines Kindes: Tipp für Prozesstermin im 3. Buch Abendblatt

Im 3. Buch Abendblatt gibt es auf der zweiten Seite die Rubrik: „Das wird diese Woche wichtig“. Und dazu gibt die Redaktion „Tipps“ für ihre Leser und  macht die „Termine“ bekannt, die von ihnen wahrgenommen werden können. Zum Beispiel in Sachen Kunst und Theater, Politik und Veranstaltungen aus dem Sozialbereich.

Tipp für Gerichtstermin (aus: Hamburger Abendblatt)

Heute lädt die Redaktion ihre Leser ein zu einem Prozess vor dem Amtsgericht Ahrensburg. Dort steht eine Erzieherin vor dem Richter, die aus Unachtsamkeit den Tod eines Kindes in einem Badesee in Hoisdorf verschuldet haben soll. Dass diese Frau mit ihren Nerven genauso am Ende ist wie mit ihrem Lebensmut, kann sich wohl jeder denken. Warum das Hamburger Abendblatt aber aus der Gerichtsverhandlung einen Schauprozess für seine Leser machen will, indem der Redaktionspraktikant Filip Schwen den Termin als „Tipp“ bekanntgibt, weiß nur Redaktionsleiter Hinnerk Blombach. Ein Mann, der Rechtswissenschaft studiert hat, und der angibt, dass seine wichtigste Frage lautet: „Musste das jetzt wirklich sein?“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juni 2019

Besteht Grüne Politik für Ahrensburg aus grünen Wänden?

Der Grüne Politiker Konstantin von Notz, schleswig-holsteinischer Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen und stellvertretender Fraktionsvorsitzender seiner Partei, möchte offenbar, dass die (fast) kilometerlangen Transitgüterzüge so schnell wie möglich durch Ahrensburg donnern sollen, und zwar bei Tag und Nacht und zuhauf. Und damit das möglich werden kann, fordert von Notz: „Realisierung der S4 mit Hochdruck vorantreiben“.

Wir wissen ja: Die S4 soll auf neuen Gleisen fahren, damit auf den bestehenden Gleisen die Donnerzüge zwischen Skandinavien und Italien durch Ahrensburg rasen können. Ohne die S4 wäre das schwer möglich. Und dafür soll die Ahrensburger Innenstadt auch noch geteilt werden durch sechs Meter hohe Lärmschutzwände – siehe Phantombild der Stadt Ahrensburg! Und diese Wände sind vermutlich genauso grün wie der Grüne Bundestagsabgeordnete von Notz hinter seinen Ohren. Vielleicht laden die Ahrensburger Grünen ihren Kollegen mal wieder nach Ahrensburg ein, damit er sich ein Bild von der Lage vor Ort machen kann…?! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juni 2019

Die Woche fängt ja heiter an: Fake-News im 3. Buch Abendblatt

Heute ist Stadtverordneten-Versammlung im Marstall. Darüber informiert auch die Redaktion vom 3. Buch Abendblatt, sagt damit aber gleichzeitig auch die Unwahrheit. Reporter Harald Klix schreibt: „Und soll die Wiese hinter dem Rathaus für einige Zeit zum Parkplatz werden? Diese Fragen können die Kommunalpolitiker jetzt beantworten.“

Aus: Hamburger Abendblatt; Symbolbild: HDZ

Ne, ist nix, Herr Klix. Zum einen ist die Fläche direkt hinter dem Rathaus keine Wiese, sondern es handelt sich hier um eine ungenutzte Rasenfläche. Und dass diese ungenutzte Rasenfläche für einige Jahre als Parkplatz für verzweifelte Autofahrer genutzt werden soll, das hat die Stadtverordneten-Versammlung bereits am 27. Mai 2019 mehrheitlich beschlossen.

Mein Tipp an Klix: Gehen Sie doch mal selber in eine Stadtverordneten-Versammlung, statt dass Sie blind das abschreiben, was zuvor schon falsch in Ihrem Blatt vorgeschrieben war! Oder: Lesen Sie doch einfach Szene Ahrensburg. Dort hätten Sie bereits am 17. Juni 2019 erfahren können, dass Ihr Kollege Filip Schwen schon nicht begriffen hat, was die Stadtverordneten beschlossen haben. Dass Sie den Unfug wiederholen, zeigt mir, dass Sie Ihre Leser gar nicht ernst nehmen. Und genau deshalb werden es ja auch immer weniger.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juni 2019

Rohrbogenwerk: Wurden Ralph Klingel-Domdey im Restaurant Söbentein womöglich saure Gurken serviert?

Der Sommer hat begonnen. Und was tut sich im Sommer auf? Richtig: Das berühmte Sommerloch. Das ist das Loch, aus dermaleinst in Schottland das Ungeheuer Nessie aufgetaucht ist. Und danach hatte die Presse etwas zu berichten im Sommerloch, das man auch die Zeit der sauren Gurken nennt.

Meldungen aus Abendblatt Stormarn

Auch in Ahrensburg hat sich das besagte Loch gezeigt, und zwar in der Redaktion vom 3. Buch Abendblatt. Dort berichtet  Ralph Klingel-Domdey an diesem Wochenende in großer Aufmachung: „Rohrbogenwerk: Ahrensburger Investor überrascht mit Hotelbau-Plan“. Dazu hat der rasende Reporter eigenhändig ein sensationelles Foto mit alten Autos geknipst, das fast die ganze Breite der Titelseite vom 3. Buch Stormarn einnimmt.

Und in der Tat ist es eine faustdicke Nachricht, mit der uns der Investor überrascht  – donni, donni aber auch! Nur noch zu toppen mit dem Bericht, dass im Ahrensburger Schlossgraben ein Ungeheuer gesichtet wurde, das lebhaft an jenes von Loch Ness erinnert. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 23. Juni 2019

Wein, Weib und Gesang: Stellvertretende Bürgermeisterin trinkt und wirbt für Rheinhessen-Wein

Ich werde nicht müde, immer wieder auf ein Thema zurückzukommen, weil dieses Thema eine endlose Geschichte zu sein scheint. Und das ist die Verkaufsveranstaltung der Agentur bergmanngruppe für Winzer, die hauptsächlich aus Rheinhessen kommen. Diese Verkaufsveranstaltung findet alljährlich in Ahrensburg statt, wo es als „Weinfest Ahrensburg“ deklariert wird. (Eine Woche zuvor passiert das gleiche Weinfest übrigens in Pinneberg.)

MARKT – so gesehen am Ende der Weinproben

Die Winzer, die nach Ahrensburg angereist kommen, verkaufen hier ihren Wein. Zum Trinken vor Ort und zum Bestellen beim Weingut. Damit stehen sie in Konkurrenz mit Ahrensburger Weinhändlern, Supermärkten und Restaurants. Das zum einen.

Zum anderen: In jedem Jahr wählt Ahrensburg nicht etwa eine Weinkönigin, sondern „Ahrensburg wählt Wein des Jahres“. Und wenn Sie fragen: „Wer ist Ahrensburg?“, dann kann ich Ihnen die Antwort geben: Das sind „23 Kenner und Freunde guter Tropfen“. Woher ich das weiß? Das weiß ich aus dem Anzeigenblatt MARKT von diesem Wochenende.

Zu den 23 Kennern und Freunden guter Tropfen gehören auch die Stellvertretende Bürgermeisterin Carola Behr (CDU), die zugleich auch Stadtverordnete ist. Außerdem der Stadtverordnete Bela Randschau (SPD), zugleich zweiter Vertreter des Bürgervorstehers. Sie haben sich von der Agentur bergmanngruppe als Zugpferde für den Verkauf von Weinen aus Rheinhessen vor den Werbekarren der Agentur spannen lassen und präsentieren sich heute im Anzeigenblatt MARKT in weinseliger Stimmung. Und der MARKT hat vergessen, über die redaktionell gestaltete Werbung das Wörtchen „Anzeige“ zu setzen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Juni 2019

Manipulation jetzt auch auf der Titelseite vom Hamburger Abendblatt

Ich weiß nicht, wie Sie es empfinden, aber ich fühle mich heute von der Redaktion des Hamburger Abendblattes diffamiert. Weil ich ein Deutscher bin. Und weil ich ausreichend informiert bin über die Gräueltaten der Nazis gegenüber jüdischen Mitbürgern im Dritten Reich. Und dann lese ich den heutigen Aufmacher der Zeitung und also lautend: „Nach Senatsfrühstück: Spuckattacke auf Juden im Hamburger Rathaus“ – siehe die Abbildung!

Aus: Hamburger Abendblatt

Im Kleingedruckten erfährt der Leser dann ab der 21. Zeile: „Als ein Polizist ihn ansprach, versuchte der Marokkaner (45), der in einer Wohngruppe für psychisch Kranke lebt, zu flüchten…“

Und in seiner Schlagzeile suggeriert das Blatt mit seinem heutigen Aufmacher, dass Juden im Hamburger Rathaus von einem deutschen Bürger tätlich angegriffen und bespuckt wurden. Und diese Titelseite wird vermutlich in aller Welt verbreitet mit dem Hinweis auf Antisemitismus in Hamburg sprich Deutschland.

Das, Herr Chefredakteur Haider, empfinde ich als diskriminierend für Hamburg und für Deutschland. Die Schlagzeile hätte sinngemäß lauten müssen: „Geisteskranker Marokkaner (45) bespuckt Juden vor dem Hamburger Rathaus“. Und ob das der Aufmacher der Zeitung sein muss, hätte man auch überdenken sollen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 22. Juni 2019

Erneuter Verstoß von Bürgervorsteher Roland Wilde gegen die Geschäftsordnung der Stadtverordneten-Versammlung

Am kommenden Montag ist wieder einmal Stadtverordneten-Versammlung in Ahrensburg. Das habe ich von der Homepage der Stadt Ahrensburg erfahren. Und damit hat Bürgervorsteher Roland Wilde gegen die Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Ahrensburg verstoßen – was kein Scherz ist.

Der Bürgervorsteher wie er sich gerne sieht: Roland der Riese (Foto+Montage: HDZ)

Zur Erklärung: In § 8 Tagesordnung (§§ 34, 35 GO) der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Ahrensburg heißt es: „(5) Die Vertreter der Presse sind von der Anberaumung einer öffentlichen Sitzung unter Mitteilung der Tagesordnung zu unterrichten.“ Und ich bin nicht unterrichtet worden.

Nun könnte der Bürgervorsteher, der zwar wie Roland der Riese auftritt, der sich aber wie ein Zwerg benimmt beim Thema Social Media, wo er sich nach eigenem Bekunden schwertut, der könnte kommen und behaupten: „Ein Blog gehört nicht zur Presse!“ Und damit irrt er sich gewaltig, der Wilde, Roland.

Ich zitiere: ’Presse’ ist ein sehr weiter Begriff und umfasst die gezielte Verbreitung der Meinung in der Öffentlichkeit. Sowohl in klassischen Druckerzeugnissen wie auch in digitalen Publikationsformen. Damit können auch Blogs zur Presse gehören, wenn sie sich mit Meinungen und Berichten an die Öffentlichkeit wenden.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Juni 2019

Warum wurde die Werbung der Sparkasse Holstein zerstört?

Wenn Sie in die Suchmaske von Szene Ahrensburg eine Made eingeben, und zwar „Made in Holstein“, dann werden Sie auf Blogeinträge stoßen, in denen ich mich über die Werbung der Sparkasse Holstein lustig mache. Und nun ist an der Werbung der Sparkasse auch Kritik gekommen von allerhöchster Stelle.

Frei aus Abendblatt

Das 3. Buch Abendblatt berichtet heute: „15-Meter-Baum kracht auf Sparkassendach in Reinbek“. Aber keine Sorge, liebe Leser, es ist nichts passiert! Außer: „Dabei wurden außen angebrachte Werbetafeln zerstört, der Innenbereich laut eines Sparkassensprechers nicht in Mitleidenschaft gezogen“.

Ist das Zufall, dass sich schon die Bäume biegen vor der Werbung der Sparkasse Holstein? Wer weiß, was auf den betroffenen Werbetafeln so alles gestanden hat?! Um baumstarke Argumente für die Sparkasse kann es sich dabei offensichtlich nicht gehandelt haben.

Somit stellt sich die Frage: Warum wurde die Werbung der Sparkasse Holstein zerstört? Hierzu fällt mir ein Song von Bob Dylan ein mit dem Wort: The answer, my friend, is blowin‘ in the wind. The answer is blowin‘ in the wind…“

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 21. Juni 2019

3. Buch Abendblatt: Thema des Tages im Kleingedruckten

Es ist schon nachdenkenswert: Das 3. Buch Abendblatt macht heute auf mit der Schlagzeile: „Dachheizung macht Barsbüttels Rathaus teurer“. Und wenn Sie Leser der Zeitung sind, dann werden Sie sich gierig auf diesen Beitrag stürzen – wenn Sie in Barsbüttel wohnen. Dass dagegen einen Ahrensburger die Dachheizung vom Rathaus in Barsbüttel genauso interessiert wie alle übrigen Leser im Kreis Stormarn, nämlich so gut wie gar nicht, lässt sich denken.

Frei nach Abendblatt

Und das Thema des Tages, das den gesamten Kreis Stormarn betrifft und interessieren dürfte? Wir finden dieses Thema auf derselben  Seite unten im Kleingedruckten und also lautend: „Kreisumlage sinkt: Kommunen erhalten Millionen zurück“. Und das könnte allein für Ahrensburg eine Rückerstattung von rund 400.000 Euro für das laufende Jahr bedeuten.

Wäre ich Redaktionsleiter der Stormarn-Beilage, ich hätte dieses Thema zum Aufmacher gemacht. Und dazu eine Umfrage in Städten und Gemeinden, was man denn gedenke, mit dem Geld, das nicht eingeplant zurückkommt, anstellen wird. Oder was Bürger sich wünschen. Ich denke, das würde die Menschen in Kreis, Stadt und Gemeinde mehr interessieren als die Dachheizung im Rathaus von Barsbüttel. Oder irre ich mich da, liebe Mitbürger von Ahrensburg…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 20. Juni 2019