Besteht Grüne Politik für Ahrensburg aus grünen Wänden?

Der Grüne Politiker Konstantin von Notz, schleswig-holsteinischer Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen und stellvertretender Fraktionsvorsitzender seiner Partei, möchte offenbar, dass die (fast) kilometerlangen Transitgüterzüge so schnell wie möglich durch Ahrensburg donnern sollen, und zwar bei Tag und Nacht und zuhauf. Und damit das möglich werden kann, fordert von Notz: „Realisierung der S4 mit Hochdruck vorantreiben“.

Wir wissen ja: Die S4 soll auf neuen Gleisen fahren, damit auf den bestehenden Gleisen die Donnerzüge zwischen Skandinavien und Italien durch Ahrensburg rasen können. Ohne die S4 wäre das schwer möglich. Und dafür soll die Ahrensburger Innenstadt auch noch geteilt werden durch sechs Meter hohe Lärmschutzwände – siehe Phantombild der Stadt Ahrensburg! Und diese Wände sind vermutlich genauso grün wie der Grüne Bundestagsabgeordnete von Notz hinter seinen Ohren. Vielleicht laden die Ahrensburger Grünen ihren Kollegen mal wieder nach Ahrensburg ein, damit er sich ein Bild von der Lage vor Ort machen kann…?!

Ich wiederhole mich: Die geplante S4 ist unnötig. Würde die Regionalbahn zuverlässiger fahren und in der Häufigkeit, wie es der Nachfrage der Fahrgäste entspricht,, dann hätten die Berufspendler kein Problem damit. Und dazu gibt es auch noch die U-Bahn.

Postskriptum: Ich kann mich noch erinnern, dass die Grünen zum Protest gegen die Fehmarnbeltquerung aufgerufen haben.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 24. Juni 2019

2 Gedanken zu „Besteht Grüne Politik für Ahrensburg aus grünen Wänden?

  1. Norbert

    Bravo Herr Dzubilla. Das haben Sie erneut ohne viel Tamm-Tamm. auf den Punkt gebracht:
    (Zitat) Die geplante S4 ist unnötig. Würde die Regionalbahn zuverlässiger fahren und in der Häufigkeit, wie es der Nachfrage der Fahrgäste entspricht,, dann hätten die Berufspendler kein Problem damit. Und dazu gibt es auch noch die U-Bahn.
    Ich ergänze zur U-Bahn:
    Man sollte aber möglichst einen Umsteigebahnhof Regio-U1 bei Ahrensburg – West planen.
    Dann wäre es perfekt. Mehr muss wirklich nicht.

    1. H.J. Lange

      Lieber Norbert,
      im Rahmen des S4-Ausbaues wurde eine Umsteigemöglichkeit (S- zu U-Bahn) auf Höhe des Bahnhofs Ahrensburg-West beschlossen.
      Die Stadt Ahrensburg will oder kann sich nicht vorstellen, dass sich in jenem weitläufigen Brachland-Bereich 1000 Wohnungen gebaut werden könnten – einschließlich eines dortigen Komplett-Lärmschutzes usw. usw..
      Diese meine Idee ist spätestens seit der “Zukunftswerkstatt” (2008) aktenkundig.
      HJL

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