Hobbyfunker erzählen Märchen: Antenne auf dem Rathaus

Wenn ich irgendwo mal Nonsens höre oder lese, dann entfährt mir häufig der Spruch: „Heißa, rufet Sauerbrot, heißa, meine Frau ist tot!“ Das ist ein Zitat von Wilhelm Busch, mit dem ich lediglich sagen will, dass ich Nonsens gehört oder gelesen habe. 😉

Aus: Hamburger Abendblatt. Symbolbild: Wilhelm Busch

Als ich heute im 3. Buch Abendblatt gelesen hatte: „Hobbyfunker tüfteln an Notfall-WLAN für Blackout“, da habe ich nicht nur an Wilhelm Busch & Sauerbrot gedacht, sondern auch daran, dass vielleicht mal jemand kommt und ganz aus Versehen das Internet löscht. 😉

Der Abendblatt-Leser erfährt, dass die Hobbyfunker zur Freude des Bürgermeisters eine „leistungsstarke Antenne“ auf das Ahrensburger Rathaus gesetzt haben. Warum? Damit im „Krisenfall“ ein „Notfunknetz“ aufgebaut ist. Und was ist ein „Krisenfall“? Ein Krisenfall ist totaler Stromausfall. Wozu wir in diesem Zusammenhang erfahren, dass die Politiker dem Bürgermeister eine Notstromversorgung im Rathaus abgelehnt haben.

Und wenn es plötzlich zu einem Stromausfall kommt, wie funktioniert dann die Antenne auf dem Dach? Vielleicht über den Dynamo eines Fahrrads, auf dem der Bürgermeister sitzt und strampelt…? 

Die Hobbyfunker erklären, dass bei einem totalen Stromausfall keine Kommunikation mehr möglich ist – außer via Funk natürlich. Der Leser erfährt von der Redaktion, dass dann auch sein Radio nicht mehr funktioniert. Von Batterien beispielsweise hat der schreibende Praktikant noch nie etwas gehört. Und Solarstrom hält er für Utopie.

Womit ich mit der Frage schließe: Was haben wir eigentlich damals gemacht, als es noch kein WLAN gegeben hat…? Richtig: Wir haben Kerzen angezündet und es uns gemütlich gemacht. 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 15. März 2019

4 Gedanken zu „Hobbyfunker erzählen Märchen: Antenne auf dem Rathaus

  1. Peter Wolff

    Sehr geehrter Herr Dzubilla,
    vielleicht hätten Sie sich vor diesem Kommentar etwas mit der Realität befassen sollen. Aber vielleicht ist es ja auch Satire gedacht.
    Das unsere Tätigkeit als Hobby bezeichnet wird ist wohl richtig, da wir es freiwillig tun und Spaß an unserer Arbeit und technischen Innovationen haben. Trotzdem möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich beim Amateurfunk um einen staatlich anerkannten „Funkdienst“ handelt der nur von staatlich geprüften Personen ausgeübt werden darf. Informationen erhalten Sie von der Bundesnetzagentur und beim Deutschen Amateur-Radio-Club e.V. (www.darc.de). Mit freundlichem Gruß

    Peter Wolff

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Herr Wolff –

      lesen Sie bitte die Überschrift des Satire-Beitrages aus dem Abendblatt!

      Hätte ich Sie auch als „Tüftler“ bezeichnen sollen…? 😉

      Freundliche Grüße

      Harald Dzubilla

  2. Kirchberger

    Könnte es so sein, dass die amateurhaften Funker (sprich: Amateurfunker) es mit diesem Trick nur erreichen wollten, dass sie ihre eigene Antenne aufs Rathausdach installieren durften, damit sie ihrem Hobby noch besser nachgehen können? Nur mal so eine Frage. 🙂

  3. Robert

    Der Artikel des 3.Buch Abendblatt ist äußerst dürftig. Ich verstehe nicht, ob hier eine Amateurfunkantenne oder eine Rundstrahler – WLAN – Antenne oder beides angebracht wurde. Im zweiten Falle plädiere ich für „Freies WLAN für alle“, was ein wichtiger Beitrag für unser bisher nicht vorhandenes Stadtmarketing wäre.

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