Gegen die Deutsche Post ist eine Schnecke ein Windhund

Am 20. März 2019 habe ich einen Brief an das Amtsgericht Ahrensburg geschrieben und am selben Tag in den Briefkasten in der Schimmelmannstraße in Ahrensburg eingesteckt, und zwar eine Stunde vor der angezeigten Leerung. Wie mir das Amtsgericht dazu heute mitgeteilt, ist dieser Brief am 25. März 2019 dort eingetroffen, was bedeutet: Von der Schimmelmannstraße bis zur Königstraße in Ahrensburg hat die Post 5 (fünf) Tage benötigt.

Zeichnung; Karl-Heinz Schoenfeld

Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, arbeitet die Post in der Briefzustellung im Schneckentempo. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Postkästen nicht wie angegeben täglich geleert werden.

Nun könnte ich natürlich auf die Idee kommen und meinen nächsten Brief ans Amtsgericht in den dortigen Briefkasten stecken, was zudem das Porto sparen würde. Aaaber:

Ich würde zwar die Postgebühr sparen, müsste dafür aber eine Parkgebühr an die Stadt zahlen, weil es an Ahrensburger Parkautomaten keine Brötchentaste gibt. Und weil Verwaltung und Politik nicht begreifen wollen, dass man statt der Brötchentaste auch eine Parkscheibe erlauben könnte.

Postkriptum: Ja, ja, ich weiß, Ihr Besserwissen, dass ich auch mit dem Fahrrad fahren könnte! Genauso wie Ihr Klugscheißer auch auf dem Zahnfleisch gehen könntet, was ich Euch aber nicht zumuten würde.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. März 2019

4 Gedanken zu „Gegen die Deutsche Post ist eine Schnecke ein Windhund

  1. Stormarnerin

    Ihre Post ging an das Amtsgerichts. Das bedeutet, die Post kann am Folgetag angekommen sein, das war am Donnerstag, dann geht der Posteingang in den Umlauf, wird gesichtet und wird dann zu den richtigen Schreibtischen gebracht. Wenn es dort angekommen ist, steht das Eingangsdatum fest. Insofern liegen Sie mit 5;Tagen gut in der Zeit, Denn eigentlich sind es nur 3 Tage, weil noch das WE dazwischen lag.
    Also für eine Behörde gut in time. Ist Norm und der Post wahrscheinlich nicht zuzuordnen.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Falsch. Mein Brief bekam im Amtsgericht automatisch den Stempel des Eingangstages. Da es sich bei Gerichtssachen häufig um Terminsachen handelt, geht das gar nicht anders.

      1. Stormarnerin

        Falsch! Es gilt für Terminsachen immer das Datum des Poststempels. Ich habe bereits etwas persönlich im Amtsgericht abgegeben und musste explizit um den Eingangsstempel bitten.
        Weswegen es schlau ist, Amtsbriefe immer am Postamt aufzugeben.

        1. Harald Dzubilla Artikelautor

          Warum erklärt mir die Rechtspflegerin auf Nachfrage, dass der Brief (mit Aktenzeichen auf dem Umschlag) beim Gericht tatsächlich am 25. 3. 2019 eingegangen ist, wenn „Stormarnerin“ erklärt, dass das gar nicht stimmt?

          Zur Post: Mein Brief nach Bremen ist fünf Tage unterwegs gewesen.

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