Die unverschämtesten Parkplatzschmarotzer in Ahrensburg

Wohnmobil-Eigentümer haben das Problem, dass sie einen Abstellplatz für ihr rollendes Zuhause benötigen, wenn sie damit nicht auf Tour sind. Also für die meiste Zeit des Jahres. Und dann mieten sie sich einen Abstellplatz irgendwo außerhalb von Ahrensburg. Zum Beispiel auf dem Feld eines Bauern. Und das ist natürlich nicht kostenlos.

Friedrich-Hebbel-Straße in Ahrensburg

Wer in Ahrensburg guten Kontakt zur Stadtverwaltung hat, der darf sein Wohnmobil auch auf einem städtischen Parkplatz abstellen, und das vermutlich auch noch  kostenlos und jahrelang. Sie glauben das nicht? Bitte:

Am 6. Februar 2013, also vor sechs Jahren, habe ich zum ersten Mal darauf hingewiesen, dass auf dem kleinen Parkplatz in der Friedrich-Hebbel-Straße zwei Wohnmobile parken und ein großer Lieferwagen mit der Aufschrift „Biobaba“ – was immer das sein mag. Dieser Parkplatz ist städtisch und kostenlos. Und ich vermute, dass er dort eingerichtet wurde für die Besucher des Alfred-Rust-Saales, damit die dort ihre Autos abstellen können. Und auch die Autofahrer, die dort die Abfallcontainer befüllen, benötigen hier einen Parkplatz.

Wer oder was ist „Biobaba“!?

Und Tag und Nacht, Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr parken dort zwei Wohnmobile und der Lieferwagen mit der mysteriösen Aufschrift „Biobaba“. Ich kann vorbeikommen, wann ich will, die Dinger stehen dort. Und das weiß man im Rathaus, denn im Rathaus wird Szene Ahrensburg aufmerksam gelesen. Trotzdem bleiben die drei Frechparker dort unbehelligt.

Die städtische Verwaltung misst Autofahrer mit zweierlei Maß. Wer irgendwo falsch oder mit abgelaufenem Ticket oder ohne parkt, der bekommt einen saftige Strafbescheid hinter den Scheibenwischer gesteckt. Die Mammutfahrzeuge hingegen bleiben seit Jahren unbehelligt. Warum…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 16. März 2019

7 Gedanken zu „Die unverschämtesten Parkplatzschmarotzer in Ahrensburg

  1. Holger Reuter

    Hallo Herr Dzubilla,
    so sehr es Sie ärgern mag, aber: ein zugelassenes Fahrzeug darf auf jedem „zugelassenen“ Parkplatz abgestellt werden (bei Wohnanhängern sähe es anders aus). Das „P“, wie es dort ohne irgendwelche Zusatzzeichen aufgestellt ist, schließt nun mal keine Fahrzeugart aus. Und die drei Fahrzeuge scheinen angemeldet zu sein. Also ist rechtlich alles in Ordnung.
    GaG (Grüße aus dem Gartenholz)
    Holger

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Herr Reuter –

      das mag wohl richtig sein. Aber wer häufiger zu Veranstaltungen in den Alfred-Rust-Saal kommt, der ärgert sich jedesmal, dass die Dinger dort Parkplätze blockieren. Und wenn die Stadt bis jetzt nichts dagegen unternommen hat, dann sollte sie es jetzt endlich tun … mit einem Zusatzschild, dass es den Parkplatzschmarotzern nicht länger gestattet ist, dort zu überwintern. Man stelle sich vor, das würden noch mehr Wohnmobilbesitzer genauso tun…!

      Schöne Grüße aus dem Westen
      Harald

  2. Frau Behnemann

    An allen öffentlichen Parkplätzen stehen doch Ticketautomaten, oder? Warum hier nicht? Dann wäre der Spuk schnell vorbei. Netter wäre freilich, wenn Besucher von Veranstaltungen im ARS dort kostenlos parken dürfen, indem sie mit ihrer Eintrittskarte ein Parkticket bekommen. 😉

    1. Alfons

      Ich glaube, das Wort „Ticketautomaten“ veranlasst Herrn Dzubilla gerade nicht zu Freudensprüngen.
      Umso mehr erstaunen mich die Nerven der Eigentümer der grottenhäßlichen Weißware bzw. der fahrenden Gefriertruhen, dass ihnen die Dinger nicht binnen kürzester Zeit aufgebrochen und ausgeräumt werden. – Malt die Dinger bunt an und macht daraus Mini-Häuser.

  3. Kirchhoff

    Die Verwaltung kontrolliert nicht mal das verbotene Parken im P+R-Parkhaus Alter Lokschuppen. Was glauben Sie, wieviele Autofahrer dort parken, die gar nicht mit der Bahn fahren. Und die Bahnfahrer, die mit dem Auto zum Bahnhof kommen, müssen sich dann irgendwo in eine Wohnstraße quetschen. Oder auf der Reitbahn richtig viel Kohle blechen.

    Und in den Wohnmobilen am Hebbel-Weg wohnen die Eigentümer bestimmt mit ihrem ersten Wohnsitz. Oder sie haben die Wohnungen auf Rädern an Flüchtlinge vermietet, wer weiß?

  4. Martens

    Auf den Fotos ist zu erkennen, dass die großen Fahrzeuge bis über die Rasenfläche und hart am Radweg parken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses erlaubt ist. Es wäre interessant zu erfahren, wie das Ordnungsamt das beurteilt.

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