Hinweis an den Bund der Steuerzahler: 600.000 Euro Steuergeld, damit alte Autoreifen gelagert werden können

Zugegeben: Die Überschrift ist provokatorisch formuliert, trifft aber dennoch den Kern der Sache. Das Thema ist der Alte Speicher am Marstall, den ich bereits gestern erwähnt habe. Und heute berichtet das 3. Buch Stormarn zufällig auch über eben diesen Speicher mit der Überschrift: „Ahrensburgs Theater-Pläne vor dem Aus“ – siehe die Abbildung! Doch wer das Kleingedruckt liest, erfährt: Ahrensburg (also Stadt und Politik) hat nie „Theater-Pläne“ im Speicher gehabt, es war dieses lediglich ein Wunschdenken von „Kulturschaffenden“.

„Im Erdgeschoss dient derzeit als Lager.“ (aus: Hamburger Abendblatt)

Wir erfahren aus der Zeitung, dass die Kosten „nur“ 600.000 Euro betragen haben, die vor drei Jahren für den Kauf  an das Parkhotel bezahlt worden sind. Und seitdem rottet die Ruine weiter vor sich hin. Doch Janina Dietrich berichtet in Wort und Bild, dass ein Antiquitätenhändler die Räume gemietet hat und dort Ware lagert – siehe die vergrößere Abbildung! Beim genaueren Hinsehen erkennt man allerdings, dass es sich hier mehr oder weniger um Sperrmüll handelt. Was natürlich Fragen aufwirft wie zum Beispiel: Kann jeder Bürger die Räume in diesem städtischen Gebäude mieten, um dort irgendwelche Sachen zu lagern oder Party zu veranstalten, oder muss man dafür eine Bevorzugungsgsberechtigung des Bürgermeisters haben…?

Ach ja, der Casus Knacksus: Für eine Sanierung der Ruine rechnet man mit 3,6 Millionen Euro. Und: Die Stadtverordneten, die dem Kauf zugestimmt haben, können dafür leider nicht persönlich zur Rechenschaft gezogen werden. Zwar haben sie im eigenen Namen gehandelt, aber das geschah im städtischen Auftrag.

Apropos „Theater-Pläne“:  Wäre der Alte Speicher nicht ideal als Nutzung für die Versammlungen der Stadtverordneten wie zum Beispiel heute Abend…?! Auf diese Weise würden einige von den Damen und Herren vielleicht ein bisschen mehr Gefühl für ihre Entscheidungen entwickeln.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Februar 2019

2 Gedanken zu „Hinweis an den Bund der Steuerzahler: 600.000 Euro Steuergeld, damit alte Autoreifen gelagert werden können

  1. Fritz Lucke

    Wenn das Foto mit den sog. „eingelagerten Gegenständen“ der aktuellen Realität entspricht, sehe ich hier eine latente Brandlast.

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