Facebook: Du kommst aus Ahrensburg, wenn Du Rufmord magst

Ich habe vor vielen Jahren eine Krimi-Hörspiel-Reihe für Kinder geschrieben, betitelt: „Detektiv Kolumbus & Sohn“. Die Geschichten spielen in einer Zeit, als es weder Internet gab noch Handy. Eines dieser Hörspiele trägt den Titel: „Bei Rufmord gibt es viele Zeugen“– siehe die Abbildung links! Hier wird die Geschichte erzählt von einem China-Restaurant, über das in der Stadt von Unbekannten ein Gerücht in die Welt gesetzt wurde, um dem chinesischen Inhaber die Gäste zu vergraulen. Und eine vergleichbare Geschichte passiert gerade in Ahrensburg live, meine lieben Mitbürger, und zwar im Internet auf Facebook und Ahrensburg betreffend.

Weil es heute das Internet gibt, sind Gerüchte dort schneller zu zu verbreiten, als wenn man sie von Mund zu Ohr in die Welt setzt. Und das von unbekannter Hand manipulierte Facebook-Portal „Du kommst aus Ahrensburg, wenn…“, das in meinen Augen äußerst dubios ist, und worüber ich schon mehrfach auf Szene Ahrensburg informiert und gewarnt habe, ist eine Plattform, auf der sich ungehindert Gerüchte verbreiten lassen, die zum Rufmord führen können.

Facebook: „Du kommst aus Ahrensburg, wenn…“

Corpus Delicti: Auf diesem öffentlichen Portal erkundigt sich eine Dumpfbacke in der dort üblichen kaputten Schriftsprache: „moin zusammen , wo kann man in ahrensburg gut was essen ausser rio grande lg martin ??“  Und obwohl schon allein die Fragestellung ziemlich deppert ist, so antworten trotzdem einige Teilnehmer darauf. Und nachdem jemand ein griechisches Restaurant empfohlen hat, kommentiert ein anderer das: „Salmonellen olé!“ und ergänzt: „Wir waren zwei mal da. Beim zweiten Mal hat es von 8 Leuten 4 umgehauen – die nur dort gemeinsam gegessen hatten und alle Gyros/Tzaziki hatten. Ist jetzt schon eine Weile her, seit dem trauen wir uns nicht mehr!“

Und dann setzt ein weiterer Kommentator noch eins drauf und vermerkt:„Ich war zweimal dort und beide Male ging es mir danach auch wirklich nicht gut. Keine Ahnung, ob es mit dem Essen zusammenhing oder es Zufall war, aber weitere Versuche habe ich da nicht starten wollen.“

Mein Fazit: Es könnte womöglich auch an den großen Portionen gelegen haben und am Ouzo, den es dort auf Kosten des Hauses gratis gibt. Und merke: Einen Menschen kann man mit einer Waffe ermorden. Aber einen Menschen kann man auch ohne Blutvergießen um die Ecke bringen. Eben durch Rufmord. Kein Wunder, dass der Administrator der Ahrensburger Facebook-Seite sich in die Anonymität verpisst hat, denn er müsste im Falle einer Anzeige des Wirtes wegen Verunglimpfung vermutlich mit Konsequenzen rechnen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. Februar 2019

Ein Gedanke zu „Facebook: Du kommst aus Ahrensburg, wenn Du Rufmord magst

  1. Kirchberger

    Wie kann man solche Verdächtigungen im Internet verbreiten? Gibt es bei Facebook keinen Controller, der das überprüft? Für ein Restaurant kann so etwas schreckliche Folgen haben, gerade in einer kleinen Stadt wie Ahrensburg. :–(

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