„Meine schöne Winterzeit“: Mit welch schrägen Kunden der MARKT seine Geschäfte macht

Würden Sie einen Laden in Ahrensburg betreten, wenn Sie wissen, dass der Inhaber dubiose Geschäfte macht? Nach meiner Auffassung ist „das älteste Teppichhaus im Kreis Stormarn“ so ein Laden, wo nicht nur schmutzige Teppiche gereinigt, sondern auch unsaubere Verkaufsmethoden praktiziert werden. Und das schon seit Jahren.

aus: Anzeigenblatt MARKT

Corpus Delicti: Seit ewiger Zeit macht das Teppich-Atelier in der Königstraße (wo auch das Amtsgericht ansässig ist) immer wieder Räumungsverkäufe wegen Geschäftsaufgabe. Seit Jahren. Und noch nie wurde der Laden geräumt, geschweige denn aufgegeben.

Und in der neusten Reklame im MARKT ist von Geschäftsaufgabe und Räumungsverkauf nicht mehr die Rede. Stattdessen steht dort: „Neukauf garantiert günstiger als Waschen und Reparieren bei dubiosen Wäschefirmen mit Lockpreisen!“

Bemerkenswert: „Kunden ab 50 Jahren“ bekommen 50 Prozent Rabatt. Und da in diesem Laden vermutlich kein Kunde unter 50 Jahren einkauft, bekommt quasi jeder Käufer die 50 Prozent. Was bedeutet: Die Gewinnspanne dieses Händlers ist selbst bei halbierten Preisen immer noch ausreichend für einen satten Gewinn, der den Fortbestand des Ladens sichert.

In derselben Ausgabe vom MARKT ist auch wieder die Reklame vom Einrichtungs-Eck zu finden. Hier wird „Totaler Räumungsverkauf wegen Geschäftsaufgabe“ annonciert. Doch wann dieses Geschäft schließen soll, wird nicht bekanntgegeben. Und die Leser von Szene Ahrensburg wissen: Der Räumungsverkauf vom Einrichtungs-Eck läuft schon seit dem Jahre 2015.

Apropos MARKT: Verantwortlich für den Inhalt des Anzeigenblattes ist nach § 55 Abs. 2 RStV: Udo Timm, Fördestraße 20, 24944 Flensburg. Ob dieser Herr wohl weiß, mit welcher Art von Anzeigen er schon seit Jahren sein Geld verdient kassiert…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 3. Dezember 2018

Ein Gedanke zu „„Meine schöne Winterzeit“: Mit welch schrägen Kunden der MARKT seine Geschäfte macht

  1. Observator

    Wenn ich mal deutlich werden darf, dann stelle ich fest, dass Menschen, die auf diese alten Tricks immer noch reinfallen, nicht mehr zu helfen ist. Und wenn diese Menschen dort ihr Geld lassen, weil sie zu naiv sind, die Tricks zu durchschauen: selber Schuld!

    Ob die Anzeigenverkäufer vom „Markt“ dumm sind oder geldgierig oder beides, weiß ich nicht. Aber es könnte sein. Dass sie dabei ihre Leser verschaukeln. die das Blatt deshalb nicht mehr ernstnehmen, steht auf einem anderen Blatt. Genauso, dass andere Anzeigenkunden es offenbar schlucken, was dort in ihrem Umfeld geschieht.

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