Der MARKT ist nicht von gestern, sondern von vor 13 Tagen

Am 22. November 2018 war Einwohnerversammlung in Ahrensburg. Und heute – also 13 (dreizehn) Tage danach –  steht der Bericht darüber im MARKT. Damit beweist das Annoncenblatt, dass die redaktionellen Beiträge nicht so wichtig sind wie die Annoncen. Und die sehen in dem redaktionellen Umfeld dann auch ziemlich alt aus.

aus: Anzeigenblatt MARKT

Der MARKT schreibt in seinem Betrag: „Roland Wilde, Bürgervorsteher der Stadt Ahrensburg, begrüßte gemeinsam mit Bürgermeister Michael Sarach die Gäste und gab einen Einblick in die Ergebnisse der vergangenen Einwohnerversammlung. So wurde zum Beispiel Schallschutzwänden an der Bahnstrecke zugestimmt…“

Wer welchen Schallschutzwänden an der Bahnstrecke zugestimmt haben soll, erfahren wir nicht. Die letzte Information, die offiziell veröffentlicht wurde, waren 6 Meter hohe grüne Wände, die unsere Innenstadt durchtrennen sollten und an Hässlichkeit nicht mehr zu überbieten waren. Und denen wurde zugestimmt…? Nicht von mir, meine lieben Mitbürger! Oder haben Sie vielleicht mehrheitlich zugestimmt…?

Und dann steht dort noch ein bemerkenswerter Absatz, den ich ebenfalls zitiere und also lautend: „Beim anschließenden Tagesordnungspunkt ‚Verschiedenes‘ erklärte Horst Kienel auf Nachfrage, dass versucht werde, den Originalzustand aller Fuß- und Radfahrwege wiederherzustellen, wenn diese für die Verlegung von Kabeln aufgerissen werden mussten.“

Ich wiederhole: „…dass versucht werde…“! Das ist so verbindlich wie die Zusage, dass im Himmel wieder Jahrmarkt ist. Würde Kienel einem Mitarbeiter ins Zeugnis schreiben, dass dieser versucht habe, seine Arbeit zur vollsten Zufriedenheit seines Vorgesetzten zu erledigen, dann wäre der Mitarbeiter stehenden Fußes zum Betriebsrat geeilt. Aber Horst Kienel ist jemand, dem ich ohnehin nicht über den Weg traue. Weder über den Fuß- noch über den Radweg.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 5. Dezember 2018

2 Gedanken zu „Der MARKT ist nicht von gestern, sondern von vor 13 Tagen

  1. Jan

    Sehr geehrter Herr Dzubilla,
    sofern mich als anwesenden Bürger meine persönliche Erinnerung nicht täuscht, wurde nicht der Errichtung von Schallschutzwänden zugestimmt.
    Es ging um die Anregung einer besorgten Bürgerin anläßlich der letztjährigen und sehr gut besuchten Einwohnerversammlung am 26.9.2017.
    Demnach sollten dem Schutz der Bürger vor Lärm Vorrang vor Geschäftsinteressen gegeben werden.
    Siehe hierzu das zugehörige Protokoll unter
    https://infonet.ahrensburg.de/sessionnetbi/si0057.asp?__ksinr=2947
    Siehe dort TOP Ö 3.6 „Schallschutzwände an der Bahnstrecke“.
    Die Anregung wurde damals zur Kenntnis genommen und eine Antwort zugesagt.
    Herr Wilde hat auf der diesjährigen Einwohnerversammlung die Stellungnahmen der Verwaltung zu allen damaligen Anregungen von Bürgern verlesen, unter anderen auch diejenige zu Schallschutzwänden.
    Diese Antworten werden im Protokoll der diesjährigen Einwohnerversammlung nachzulesen sein.
    Die Antwort lautete sinngemäß: Die Anregung wird zur Kenntnis genommen und auf das noch kommende Planfeststellungsverfahren zum Planfeststellungsabschnitt 3 (Bhf. Rahlstedt bis Bad Oldesloe) sowie die Resolution der Stadt Ahrensburg zur Vermeidung hoher Schallschutzwände verwiesen. Wie gesagt, soweit mich meine Erinnerung nicht täuscht.
    MfG Jan

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Hallo Jan – vielen Dank für diese sachdienliche Information! Ich war selber in der damaligen Einwohnerversammlung anwesend und kann Ihre Wahrnehmung bestätigen. Daher ja auch mein geäußertes Unverständnis, wer hier zugestimmt hat. Freundliche Grüße – Harald Dzubilla

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