Ahrensburg vor der Wahl seiner Stadtverordneten

Am 6. Mai 2018 ist Gemeinde- und Kreiswahl in Ahrensburg und im Kreise Stormarn. Und dabei wählen wir Bürger auch diejenigen Damen und Herren, welche uns als Stadtverordnete für die kommenden vier Jahre regieren sollen. Weshalb die Wahl für die Einwohner von Ahrensburg durchaus von Bedeutung ist.

Ist die Wahl auch wichtig für die fünf Parteien, die heute in der Stadtverordneten-Versammlung sitzen? Als wichtig erachtet haben es CDU und Grüne, die bereits ihre Kandidaten nominiert haben. Und die SPD? Die sozialen Demokraten vom Otrsverein Ahrensburg geben schon mal bekannt, dass man sich versammeln will, um das Wahlprogramm zu beschlussfassen und die Kandidaten für die Stadtverordneten-Versammlung zu wählen. Und wann wird das sein? Es soll stattfinden am 1. März 2018, also rund acht Wochen vor der Wahl. Na ja, wer sich das leisten kann.

Von der Ahrensburger FDP ist noch gar nichts zu vernehmen. Genauso wenig  wie auch von der Wählervereinigung Ahrensburger Bürger, der WAB. Dabei wird gerade hier mit Spannung erwartet, ob es den Damen und Herren gelingt, einen neuen Anfang zu schaffen. Meine Hoffnung geht dahin, dass das Ehepaar Schmick sich besinnt und neuen Kandidaten die Plätze überlässt.

Neuer Fraktionsvorsitzender der WAB wird nach meinem Dafürhalten der Stadtverordnete Peter Egan werden. Passt auch, denn der Mann ist fleißig, gebildet und gehört zu den wenigen Politikern in Ahrensburg, die Mutterwitz haben. (Kleine Bemerkung in Klammern: Peter Egan weiß allerdings nicht so genau, wo er wohnt, wenn Sie den Eintrag auf der WAB-Homepage mal vergleichen wollen mit dem Straßenschild! Und was bemerkenswert ist: Niemand weist den Mann auf den Fehler hin, sodass erst der Blogger mit Hilfestellung kommen muss.)

Davon, dass Links- und Rechtsaußen-Parteien ebenfalls für die Stadtverordneten-Versammlung kandidieren, habe ich nichts vernommen. Und das ist auch gut so, wenn dem tatsächlich so ist! Und Chancen hätten die in Ahrensburg sowieso nicht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Januar 2018

18 Gedanken zu „Ahrensburg vor der Wahl seiner Stadtverordneten

  1. Martens

    Hallo Herr Egan!

    Und wenn Sie Ihre Homepage korrigieren, dann tauschen Sie bitte auch das Foto im Kopf aus! Das sieht ja aus wie der Weg auf einen Friedhof! Es müssen ja nicht das Schloss oder das Rathaus sein, aber das von Ihnen ausgesuchte Bild symbolisiert eher den Altenteil Ihrer Fraktion als die Stadt Ahrensburg.

    LG, Martens

    1. Peter Egan

      Stimmt, das Bild hat vielleicht der alte Schimmelmann noch selbst von der Kutsche aus geschossen.
      Wir küren unsere Kandidaten für die Wahl am 06.Februar.

  2. Rüdiger

    Lieber Herr Dzubilla,
    wenn Witz und Schlagfertigkeit wichtige Kriterien sind, um erfolgreich Kommunalpolitik zu machen, dann sollten Sie sich schnellstens als Kandidat aufstellen lassen. Der frühere Baumatsleiter Thiele hatte übrigens sowohl Witz als auch Schlagfertigkeit. Dennoch hat er der Stadt Ahrensburg großen Schaden zugefügt.

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Liebe/r Frau/Herr Rüdiger – ich habe von Fleiß und Bildung geschrieben. Und Sie werden zugeben müssen, dass Mutterwitz dazu nicht schadet. Bei mir selber fehlt es leider an Bildung…

  3. Rüdiger

    @Herr Dzubilla: Das hängt davon ab, woran man Bildung festmacht. Ich weiß z.B bis heute nicht, was für einen Beruf Herr Egan und andere Stadtverordnete ausüben/ ausgeübt haben. Derartige Informationen sind aber wichtig, um zu erkennen, wo die Spezialgebiete eines Stadtverordneten liegen könnten.

  4. Anne Frey, Ahrensburg

    Ich finde es sehr bedauerlich, dass bislang von keiner Partei ein fertiges Wahlprogramm vorliegt. Solange die Bürger nicht erfahren , was eine Partei innerhalb der nächsten Legislaturperiode anstrebt, haben die Bürger keinerlei nachprüfbaren Kriterien für eine Wahlentscheidung an der Hand.
    Mir ist allerdings bereits bekannt, dass die SPD, die WAB und die Grünen planen, auf Flächen in LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIETEN im Ahrensburger Süden mehrere hundert Wohneinheiten zu errichten. Das wollen SPD, WAB und Grüne über den neuen Flächennutzungsplan festsetzen. Leider haben diese Parteien es bislang vermieden, diese geplante Festsetzung allen Bürgern gegenüber öffentlich zu machen und dies in einem Wahlprogramm festzuhalten . Für viele Bürger ist eine derartige Information äußerst wichtig, um entscheiden zu können, ob eine Partei für sie wählbar ist oder nicht.
    Ich werde keine Partei wählen, die LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIETE zubauen möchte, zumal es in Ahrensburg genügend Alternativflächen gibt.

    1. Dr. T. Schilling

      Sehr geehrte Frau Frey,

      in aller gebotenen Kürze: Ihre Aussage, „keine“ Partei habe ein fertiges Wahlprogramm, ist falsch. Jedenfalls hat die CDU ihr Wahlprogramm schon seit einiger Zeit beschlossen und sich gerade in dem von Ihnen angesprochenen Themenbereich sehr deutlich positioniert. Das Programm finden Sie hier: http://www.cdu-ahrensburg.de/Kommunalwahl-2018/Unsere-Positionen

      @Herr Dzubilla: Sie mögen mir bitte den Hinweis auf unser Wahlprogramm auf Ihrem Blog verzeihen. Allerdings kann ich nicht einfach über eine evident fehlhafte Darstellung durch die Kommentatorin hinwegsehen.

      Beste Grüße

      Ihr T. Schilling

  5. Anne Frey, Ahrensburg

    Anbei noch eine Ergänzung, die ich im Internet gefunden habe. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gibt an, wieviel Prozent der Flächen in einem Bundesland für den Landschaftsschutz ausgewiesen sind. Dabei kommt Schleswig-Holstein schlecht weg, weil nur 14,8% der Flächen als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen sind. Nur Bremen, Berlin und Hessen haben noch weniger Landschaftsschutzgebiete als Schleswig-Holstein. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 27,6% der Flächen eines Landes. Wenn man diese Zahlen liest, müsste also eher eine Ausweitung der Landschaftsschutzgebiete in Schleswig-Holstein gefordert werden statt einer Reduzierung der bisherigen Flächen.

  6. Frank B.

    Die besagten Parteien werden mit Sicherheit nicht in ihr Wahlprogramm schreiben, dass sie Landschaftsschutzgebiete zubauen wollen. Das wird dann schöngeredet , so in etwa wie: „Wir setzen uns für ein maßvolles Wachstum der Stadt Ahrensburg ein“ oder : „Ahrensburg muss seiner zukünftigen Rolle als Mittelzentrum gerecht werden“ oder: „Auch zukünftig müssen Menschen die Möglichkeit haben, nach Ahrensburg zu ziehen “ …..usw. … usf … Hört sich doch auf einmal alles toll an, nicht wahr?

  7. Anne Frey

    Sehr geehrter Herr Dr. Schilling,

    für Ihren Hinweis auf das fertig ausformulierte Wahlprogramm der CDU bedanke ich mich herzlich. Ich habe vor wenigen Tagen mit anderen Bürgern über den Entwurf zum Flächennutzungsplan gesprochen, und dabei fiel auf, dass in dieser – in der Regel gut informierten – Runde bislang nur eine Stichwortfassung des CDU-Wahlprogramms bekannt war.
    Ich betrachte es als sehr positiv, dass der Umwandlung von Landschaftsschutzgebieten in Baugebiete im Programm der CDU eine deutliche Abfuhr erteilt wird. Ich begrüße weiterhin, dass die CDU hier auf einen „intensiven Bürgerdialog“ setzt. Ich hoffe des Weiteren, dass dies den anderen Parteien als Anlass dient, sich beim Thema Flächennutzungsplan ebenfalls deutlich zu positionieren und das Gespräch mit den Bürgern zu suchen.

    Viele Grüße
    Anne Frey

    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Lieber Herr Schubbert –

      vielen Dank für die Information! Ich lese: „Sport gehört nicht auch in das Stadtzentrum. Deshalb werden wir uns weiterhin für den Erhalt der Sportplätze auf dem Stormarnplatz einsetzen und gegen eine Verlegung nach Beimoor-Süd eintreten.“

      Frage: Wissen die Grünen eigentlich, was sie wirklich wollen? Sie meinen zwar richtig, Sport gehöre nicht auch in das Stadtzentrum, wollen aber die Sportplätze dort beibehalten, statt dass sie sinnvollerweise zum Beimoor verlegt werden…?

      Stellen Sie sich mal vor, das Volksparkstadion in Hamburg wäre direkt hinter dem Rathaus…! 😉

  8. Anne Frey

    Sehr geehrter Herr Schubbert,
    für Ihren Hinweis zum Wahlprogramm der Grünen bedanke ich mich herzlich. Leider war auch das Programm der Grünen bislang nur stichwortartig bekannt. Als einfacher Bürger ist man leider darauf angewiesen, dass man von den Presseorganen ab und zu einen Hinweis bekommt. Und das hat im Fall der Stormarnbeilage bislang nicht gut funktioniert.
    Die Grünen schreiben in Ihrem Walhlprogramm , dass sie auf “ eine maßvolle Innenverdichtung“ setzen und weiterhin: „Über den Flächennutzungsplan der Zersiedelung Ahrensburgs entgegensteuern“. Tatsächlich haben die Stadtverordneten die Zahl der geplanten Wohneinheiten im Landschaftsschutzgebiet im Ahrensburger Süden zwar reduziert, aber die Pläne nicht aufgehoben. Meines Wissens ist im Landschaftsschutzgebiet immer noch der Bau von mehreren hundert Wohneinheiten vorgesehen. Deshalb lautet meine Frage an Sie: „Werden die Grünen sich dafür einsetzen, dass diese Beschlüsse revidiert werden, damit auf eine Bebauung im Landschaftsschutzgebiet komplett verzichtet werden kann?

    Viele Grüße
    Anne Frey

  9. Observator

    Von der FDP hört man so rein gar nichts mehr. Wer kandidiert eigentlich in Ahrensburg? Lindner? Kubicki? Oder Buchholz erneut? Und Bellizzi? Noch im Winterschlaf? Oder schon frühjahrsmüde? Als Wahlprogramm können die Freien Demokraten ja das vom letzten Mal nehmen, oder hat sich da was geändert?

  10. Anne Frey

    Nachdem ich von Herrn Schubbert keine Antwort auf meine Frage erhalten habe, stelle ich hiermit fest: Tatsächlich erwähnen die Grünen in ihrem Wahlprogramm keine geplante Bebauung im Landschaftsschutzgebiet. Tatsächlich haben die Grünen sich aber im Rahmen des zukünftigen Flächennutzungsplans für die Erschließung neuer Baugebiete im Landschaftsschutzgebiet ausgesprochen.

  11. Frank B.

    Es läuft genau so, wie ich es in meinem gestrigen Kommentar vorhergesagt habe. Das, was man wirklich beabsichtigt, kommt erst gar nicht ins Wahlprogramm, wenn man weiß, dass dies beim Wähler auf Ablehnung stoßen würde. Keine Partei wird offiziell zugeben, dass sie die Bebauung eines Landschaftsschutzgebietes befürwortet.

  12. Johannes R.

    Die Grünen unterstützen in ihrem Wahlprogramm den Ankauf von Flächen durch die Stadt Ahrensburg. Auf diese Weise will man Flächen bevorraten, die später in Bauland umgewandelt werden sollen. Wie man weiß, ist ein Bauer im Süden dazu bereit, seine Flächen im Landschaftsschutzgebiet an die Stadt zu verkaufen. Letztlich bedeutet die Zustimmung der Grünen und anderer Parteien zum Ankauf dieser Flächen , dass das Landschaftsschutzgebiet in einigen Jahren in ein Wohngebiet umgewandelt werden soll. Herr Schubbert unterschlägt in seinem Kommentar diese Zusammenhänge, um besser bei den Wählern dazustehen!

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