Bahn-Werbung von Janina Dietrich im 3. Buch Abendblatt

Oh, habe ich gedacht, als ich heute das 3. Buch Abendblatt aufgeschlagen und gesehen hatte: Die Deutsche Bahn hat auf der Titelseite eine Anzeige gebucht. Erkannt habe ich das am Werbefoto, das von der Deutschen Bahn stammt, was auch darunter angemerkt ist – siehe die Abbildung! Der redaktionelle Beitrag unter diesem Werbefoto ist allerdings genauso welt- wie bahnfremd.

aus: Hamburger Abendblatt

Für Janina Dietrich, die diesen Text geschrieben hat, zur Information: „Bahn-Pendler“, von denen hier die Rede ist, sind berufstätige Menschen, die täglich mit der Bahn vom Wohnort zum Arbeitsplatz fahren. Und: Schätzungsweise 90% von ihnen fahren in der Hauptverkehrszeit. Und wer schon mal in dieser Zeit mit der Bahn zwischen Ahrensburg und Hamburg gependelt ist, der weiß aus eigener Erfahrung, dass das Werbefoto ein Witzbild ist.

Die Bahn ist in dieser Zeit rappeldickevoll. Da gibt es Stehplätze statt einen freien Tisch mit vier Plätzen, an dem sich ein Herr mit Laptop ausbreiten kann. Außerdem: Das Foto stammt aus einem Abteil der 1. Klasse. Wie viele Ihrer Leser, Frau Dietrich, glauben Sie wohl, fahren 1. Klasse?

Und dann soll es in den Zügen zukünftig kostenfreies Wilan geben und Steckdosen (für jeden?) und sogar – man lese und staune!  – ein „Reservierungssystem“. Was meint: Wenn Sie morgens zur Arbeit von Ahrensburg zum Hauptbahnhof fahren, dann können Sie sich einen Sitzplatz reservieren lassen. So entnehme ich es dem Bericht.

Richtig ist: Das Thema betrifft gar nicht Ahrensburg. Und eigentlich auch nicht Stormarn. Weil es hier primär um die Pendler zwischen Lübeck und Hamburg geht.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Januar 2018

2 Gedanken zu „Bahn-Werbung von Janina Dietrich im 3. Buch Abendblatt

  1. Casa Nova

    Janina D. glaubt sicher, dass die Städte Hamburg und Lübeck auch im Kreis Stormarn liegen, weshalb sie dieses Thema so prominent publiziert hat. Und der Herr Redaktionsleiter reist als Pendler von Hamburg nach Ahrensburg und zurück bestimmt 1. Klasse mit Laptop und lässt sich eines Jahres am voraus reservierten Platz einen Kaffee servieren. 😉

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